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Großer Palast und Wat Phra Kaeo

พระบรมมหาราชวัง / วัดพระศรีรัตนศาสดาราม

Der Palastkomplex verbindet die neue Hauptstadt, die neue Dynastie und ein über den Fluss gebrachtes Heiligtum.

75 Min.
Der Große Palast in Bangkok
Martin Vorel · CC0 1.0 Public Domain; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Kleine grüne Buddhafigur
  • Hoher vergoldeter Sockel
  • Saisonales goldenes Gewand
  • Palastmauer um den Tempel

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Palastmauer befinden sich die Gemächer des Herrschers, Thronsäle, staatliche Einrichtungen und ein Tempel für Hofrituale. Ständige Mönche gibt es hier nicht: Für sie wurden keine Wohnzellen errichtet, deshalb kommen sie nur zu Zeremonien aus ihren Klöstern. Der Palast dient dem Monarchen schon lange nicht mehr als alltägliches Zuhause, doch Krönungen und andere Hofrituale werden hier bis heute abgehalten. Tief im Hauptsaal verbirgt ein mit Vergoldung bedeckter Sockel beinahe die Größe der darauf sitzenden grünen Figur: Sie ist nur sechsundsechzig Zentimeter hoch.

Der spätere Rama I., Chao Phraya Chakri (Rama I.), ging als oberster Feldherr von König Phraya Tak (Taksin) in diese Geschichte ein. Phraya Tak (Taksin) regierte von Thonburi aus, der Hauptstadt am westlichen Ufer des Chao Phraya, und entsandte seinen Heerführer, um die nach den Kriegen abgefallenen Gebiete wieder unter die Kontrolle Siams zu bringen. Chakris Stellung hing vom Ausgang solcher Feldzüge ab. Während des Feldzugs gegen Vientiane nahmen seine Truppen die Stadt ein und brachten von dort zwei verehrte Heiligtümer fort. Eines davon war eine kleine grüne Figur eines sitzenden Buddha.

Dem Bild schrieb man die Fähigkeit zu, den Staat und seinen Herrscher zu schützen. Den frühen Teil seiner Geschichte bewahrt eine Überlieferung: Die Statue sei schon in ferner Vorzeit in Indien geschaffen worden. Urkundlich erscheint sie erst im fünfzehnten Jahrhundert im Norden des heutigen Thailand und geht anschließend von einem Herrscher zum nächsten über. Chakri brachte sie nicht für eine eigene Kapelle. König Phraya Tak (Taksin) brachte das Heiligtum bei seinem Palast unter, auf dem Gelände des heutigen Wat Arun.

Im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundachtzig wurde Phraya Tak (Taksin) gestürzt und hingerichtet. Chakri kehrte von einem weiteren Feldzug zurück und bestieg als Rama I., dem Gründer der Chakri-Dynastie, den Thron. Die erste Krönung musste in verkürzter Form stattfinden: Die Lage blieb unsicher, und eine dauerhafte Residenz für den neuen Herrscher gab es noch nicht.

Rama I. verlegte die Hauptstadt an das östliche Ufer des Chao Phraya. Hier konnten der Fluss und die Kanäle als Verteidigungslinien dienen. Er befahl den Bau des Großen Palasts, in dem seine Gemächer, Thronsäle und staatlichen Einrichtungen Platz finden sollten. Innerhalb derselben Mauer wies der König ein Grundstück für sein eigenes buddhistisches Heiligtum zu. Als Vorbild diente der königliche Tempel des zerstörten Ayutthaya.

Hier errichtete man keine Mönchszellen. Die Mönche kamen, um Rituale zu vollziehen, und kehrten anschließend in ihre Klöster zurück. Wat Phra Kaeo war für Zeremonien des Herrschers und des Hofes bestimmt; deshalb lag der Tempel innerhalb des Palasts und blieb ohne ständige Mönchsgemeinschaft.

Im Jahr eintausendsiebenhundertvierundachtzig ordnete Rama I. an, den grünen Buddha aus Thonburi über den Fluss zu bringen und im neuen Tempel aufzustellen. Ein Jahr später, als der Palastkomplex fertig war, vollzog der König hier die vollständige Krönung nach dem wiederhergestellten Hofritual. Der ehemalige Feldherr von Phraya Tak (Taksin) nahm in seiner eigenen Residenz auf dem Thron Platz; das Heiligtum, das er einst für den früheren Herrscher gebracht hatte, wurde zum Hauptbild seiner neuen Hauptstadt.

Der umgangssprachliche Name Wat Phra Kaeo bedeutet Tempel des Kostbaren oder Smaragd-Buddha. Smaragd-Buddha nennt man die Figur wegen ihrer grünen Farbe: Sie ist aus einem einzigen Stück grünem Stein geschnitzt, das heute als Nephrit bestimmt wird. Die Statue ist nur sechsundsechzig Zentimeter hoch. Die Größe des umgebenden Altars lässt leicht verborgen bleiben, wie klein sie ist.

Rama I. ließ für sie zwei goldene Gewänder anfertigen – für die heiße Jahreszeit und die Regenzeit – und vollzog das Ritual des Umkleidens selbst. Nangklao (Rama III.) fügte später ein drittes Gewand für die kühle Jahreszeit hinzu. Das Ritual hat sich erhalten: Dreimal im Jahr wechselt der König, oder bei Bedarf ein ernannter Angehöriger der Königsfamilie, die saisonale Bekleidung der Statue.

Der Große Palast ist längst kein alltägliches Zuhause des Monarchen mehr, doch Krönungen und andere Hofzeremonien finden hier weiterhin statt. Im Tempel gibt es noch immer keine Mönchszellen. Tief im Hauptsaal steht auf einem hohen vergoldeten Sockel weiterhin dieselbe grüne Figur, für die Rama I. das Heiligtum über den Chao Phraya brachte und ihm innerhalb seines Palasts einen Platz zuwies.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort75 Min.
Nächster PunktWat Pho
Eintrittmit Ticket
In Karten öffnen

Offiziell: täglich 08:30–16:30; Tickets werden von 08:30–15:30 verkauft, 500 Baht; der Kalender kann sich wegen Veranstaltungen ändern.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Eintritt erfordert angemessene Kleidung und eine separate Eintrittskarte; von außen sind die Mauern, Tore und die obere Silhouette des Komplexes zugänglich, nicht jedoch seine wichtigsten Details.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umgehen Sie den Palast im Süden und betreten Sie den Tempelkomplex Wat Pho.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Königliches Bangkok: Rattanakosin und Thonburi“ — 6 Stopps, 3,4 km, 4 Std..

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