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Fort Phra Sumen

ป้อมพระสุเมรุ

Führt zurück in die Geschichte der Bauarbeiter, durch deren Zwangsarbeit die neue Hauptstadt ihre nordwestliche Ecke abschirmte.

15 Min.
Fort Phra Sumen im Santichaiprakarn Park
Fotograf / Photographer: Heinrich Damm ( User:Hdamm , Hdamm at de.wikipedia.org ) · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Massive untere Ebenen
  • Kanonenstellungen
  • Überdachter weißer Turm
  • Rest der Stadtmauer

Die Geschichte des Ortes

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Khlong Banglamphu mündet hier in den Chao Phraya, und die Festungsmauern liefen einst von zwei Seiten auf dieses Wasser zu. Fort Phra Sumen schützte die nordwestliche Ecke der königlichen Stadt: Der Fluss hielt den Zugang aus dem Westen auf, und der Kanal schloss die Verteidigung auf der Nord- und Ostseite. Unten sind noch die schweren Ziegelebenen und die Kanonenstellungen zu sehen; im Inneren bewahrte man Waffen und Pulver auf, und oben hielten Beobachter Wache. Den weißen Turm mit Dach stellten Restauratoren anhand einer alten Fotografie wieder her, während der untere Teil des Forts und ein kurzer Mauerabschnitt von den früheren Befestigungen erhalten geblieben sind.

Im Jahr eintausendsiebenhundertachtundsiebzig führte der siamesische Heerführer Chao Phraya Chakri (Rama I.) Truppen gegen Vientiane. König Taksin beauftragte ihn, das zwischen stärkeren Nachbarn eingeklemmte laoische Fürstentum zu unterwerfen. Der Feldzug endete im folgenden Jahr mit der Einnahme der Stadt. Nach Siam wurden die Fürstenfamilie, Handwerker und zahlreiche Gefangene fortgeführt.

Drei Jahre später bestieg Chao Phraya Chakri (Rama I.) als Rama I. den Thron. Er verlegte die Hauptstadt von Thonburi, das am gegenüberliegenden Ufer des Chao Phraya lag, auf die Ostseite des Flusses. Fünfzehn Jahre zuvor hatte eine birmanische Armee Ayutthaya zerstört, deshalb beeilte sich der neue König, seinen Hof vor der nächsten großen Invasion mit Mauern zu umgeben.

Im Jahr eintausendsiebenhundertdreiundachtzig befahl Rama I., den äußeren Graben auszuheben, die Stadtmauer zu errichten und darauf vierzehn Forts zu bauen. Fort Phra Sumen nahm die nordwestliche Ecke der Befestigungen ein, unmittelbar an der Stelle, an der Khlong Banglamphu in den Chao Phraya mündet. Der Fluss schützte die Stadt im Westen, der Kanal im Norden und Osten, und dieses Fort hielt den Übergang zwischen den beiden Wassergrenzen. Zwischen den Zinnen stellte man Kanonen auf, in den Innenräumen lagerte man Waffen und Schwarzpulver, und der obere Turm diente als Beobachtungsposten.

Die Kriegsgefangenen aus Vientiane wurden zur wichtigsten Arbeitskraft. Ein eigener Eintrag zählt fünftausend Lao, die zum Ausheben der Fundamente, zum Mauern der Stadtmauer und zum Bau der Forts mobilisiert wurden. Ihre Aufseher erhielten Arbeitsabschnitte zugeteilt, die Bewohner Siams brannten neue Ziegel, und einen Teil des Materials brachte man auf dem Fluss aus dem zerstörten Ayutthaya herbei. Rama I. ließ dessen alte Mauern auch deshalb abtragen, damit der Feind die Ruinen nicht erneut als Befestigung nutzen konnte.

Für die laoischen Bauarbeiter war dies keine gewöhnliche, auf einen Teil des Jahres beschränkte Pflicht eines freien Gemeindemitglieds. Die Kriegsgefangenen galten als königliche Sklaven; diese Abhängigkeit konnte ein Leben lang dauern und auf die Kinder übergehen. Derselbe Heerführer, der die Armee nach Vientiane geführt hatte, zwang nun die von dort fortgebrachten Menschen, seine neue Hauptstadt mit Ziegeln zu schützen. Ihre Namen hielten die Chroniken nicht fest. Nach dem Bau siedelte man die laoischen Gefangenen in Bangkok und den umliegenden Provinzen an und band sie an königliche Dienste und Werkstätten; das Schicksal gerade dieser fünftausend Menschen einzeln nachzuverfolgen, ist inzwischen unmöglich.

Die Stadtmauer erstreckte sich über ungefähr sieben Kilometer. Die Kanonen von Fort Phra Sumen mussten nie auf einen Feind gerichtet werden, der die Stadt belagert hätte. Später riss man fast alle Forts für Straßen und Staatsgebäude ab. Zwei blieben: Fort Phra Sumen und Fort Mahakan.

Der Name von Fort Phra Sumen geht nicht auf einen Heerführer zurück. So heißt auf Thai der heilige Berg Sumeru, das Zentrum der Welt in der buddhistischen und hinduistischen Kosmologie. Rama I. gab dem Wehrturm der neuen königlichen Hauptstadt diesen Namen, doch dieser „Berg“ entstand aus der Arbeit von Menschen, die nach der Eroberung einer fremden Hauptstadt hergebracht worden waren.

Bis zum zwanzigsten Jahrhundert war der überdachte obere Turm verschwunden. Im Jahr eintausendneunhunderteinundachtzig stellten Restauratoren des Fine Arts Department ihn anhand einer alten Fotografie aus der Zeit von Rama dem Fünften wieder her. Das Dach und der weiße Turm oben sind ihre Rekonstruktion; die massiven unteren Ebenen, die Kanonenstellungen und der angrenzende Mauerrest bewahren das Bauwerk, das die Gefangenen aus Vientiane mauerten. Von den fünftausend Bauarbeitern ist in den Dokumenten nur die Zahl geblieben. Von ihrer Arbeit: die Ziegelfestung an der Mündung des Kanals.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSantichaiprakarn Park
Eintrittvon außen

Außenbesichtigung des Forts im Parkbereich; der Zugang zum Inneren/zu den Plattformen hängt von den aktuellen Hinweisschildern und der Bewachung ab.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Rechnen Sie nicht mit Zugang zum Inneren: Zweck und Aufbau des Forts lassen sich bei der Außenbesichtigung gut erkennen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinter dem Fort zur Wiese und steigen Sie näher zum Flussrand des Parks hinab.

Stopp 6 von 7Weiter: Santichaiprakarn Park

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Banglamphu zwischen Ratchadamnoen und Chao Phraya“ — 7 Stopps, 2,2 km, 110 Min..

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