Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Junge Lamphu-Bäume
- Geschnitzter Pavillon
- Flussstufen hinter der Festung
- Chao Phraya
Die Geschichte des Ortes
Am Fuß von Fort Phra Sumen öffnet sich ein Platz am Fluss: Steinstufen führen zur Chao Phraya hinab, über der Rasenfläche steht ein geschnitzter Pavillon. Früher lagen am Ufer die Verwaltung der Zuckerfabriken und Arbeiterwohnungen; nach der Räumung wurde dieses Land für Spaziergänge, Übungen, Musik und Feste des Viertels bestimmt. Die Uferbarriere schützt die benachbarten Straßen vor Wellen, und ihre Schleusen lassen Flusswasser durch.
Sompong Duangsawai verdiente seinen Lebensunterhalt mit Zeichenunterricht an der Schule Wat Sangwet. Ihn beschäftigte der Name des Viertels: Auf Thai wurde Banglamphu auf zwei Arten geschrieben, obwohl beide gleich klangen. Sompong vermutete, dass die richtige Variante von Lamphu stammte – einem Baum, der am Wasser wächst –, doch in zwanzig Jahren Arbeit im Viertel hatte er hier keinen einzigen gesehen.
Am dreißigsten August neunzehnhundertsiebenundneunzig machte er sich gemeinsam mit Schülern und Anwohnern auf die Suche. Damals stand an der Stelle des Parks die Verwaltung der Zuckerfabriken, dahinter befanden sich Arbeiterwohnungen, und das Flussufer war zugewachsen. Sompong musste das Wasser überqueren und auf einen Schutzdamm steigen. Zwischen anderen Bäumen am Ufer fand die Gruppe einen alten Lamphu. Fachleute der Forstbehörde bestätigten, dass er mehr als hundert Jahre alt war.
Der Fund war sofort bedroht. Die Stadtverwaltung wollte das Ufer mit einem durchgehenden Bauwerk abschirmen, damit das Wasser die Phra Athit Road und die Phra Sumen Road nicht überflutete. Für den Lamphu hätte das den Tod bedeutet: Seine Luftwurzeln brauchen die Flut, und Flusswasser wäre nicht mehr zu ihnen gelangt. Sompong schrieb darüber in einer Zeitung. Nach den Veröffentlichungen änderten die Ingenieure die Schutzlinie: Sie erhielt Schleusen, die Wasser zu den Wurzeln durchließen und sich gegen die Wellen schlossen.
Zwei Jahre später räumte man das Gelände und verwandelte es zum zweiundsiebzigsten Geburtstag von König Bhumibol (Rama IX.) in einen öffentlichen Park. Den alten Baum bewahrte man am Ufer. Der König gab dem geschnitzten Pavillon und dem Park den Namen Santichaiprakarn – ungefähr „Befestigung, die den Sieg des Friedens kennzeichnet“ – und ordnete an, den Lamphu zu schützen. So entstanden hier eine Rasenfläche, eine Fläche am Fluss und Stufen hinter der Festung: ein Ort für Spaziergänge, Übungen, Musik und Feste des Viertels. Der von einem Schullehrer gefundene Baum bestätigte auch die Schreibweise des Namens Banglamphu.
Während der großen Überschwemmung im Jahr zweitausendelf stand das Wasser lange über den Luftwurzeln. Der alte Stamm war hohl, und die gelb werdenden Blätter hielt man zunächst für einen gewöhnlichen jahreszeitlichen Wandel. Als der Irrtum erkannt wurde, schnitten Fachleute Äste ab und versuchten, daraus neue Pflanzen zu ziehen, doch den Baum konnte man nicht retten.
Am sechsten Juli zweitausendzwölf schnitten städtische Arbeiter den toten Stamm ab und brachten ihn fort, bevor Sompong und die Bewohner eingreifen konnten. Der Lehrer fand drei verbliebene Stücke Holz. Rund um den ehemaligen Stumpf pflanzten die Bewohner junge Lamphu, und einen geretteten Ast baute man später in ein Modell des Baums im benachbarten Museum zur Geschichte des Viertels ein.
Den hundertjährigen Lamphu gibt es im Park nun nicht mehr. Am Wasser wachsen Bäume, die nach seinem Tod gepflanzt wurden, und der echte Baum, wegen dessen der Park mit flutdurchlässigen Schleusen geplant wurde, ist nur als ein Ast in einem Museumsmodell geblieben.
Praktisch vor Ort
Kostenloser Stadtpark am Fluss; prüfen Sie die aktuellen Schilder an den Toren, am Pavillon und in einzelnen Bereichen.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Stören Sie keine Übungen und örtlichen Veranstaltungen; bleiben Sie am Wasser auf den zugänglichen Wegen und bedenken Sie, dass einzelne Bereiche von Festen belegt sein können.
