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Te Komititanga und das alte Chief Post Office

Te Komititanga / Waitematā Station / Chief Post Office

Hier erfahren Sie, wie Post, städtische Kommunikation, Eisenbahn und ein verborgener Bach am Rand des Hafens zusammenkamen.

10 Min.
Te Komititanga und das ehemalige Chief Post Office
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Weiße Steinfassade
  • Türmchen des alten Chief Post Office
  • Basaltlinie des Bachs
  • Muster einer Willkommensmatte

Die Geschichte des Ortes

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Der Platz ist mit mehr als einhundertsiebenunddreißigtausend Basaltstücken gepflastert. Eine dunkle Linie führt von der Queen Street zum Hafen und verbindet sich mit Wellen und dem Muster einer Willkommensmatte aus neuseeländischem Flachs. Das aufgeschüttete Land verbarg hier die Mündung des Waihorotiu Stream, der nun unter der Straße in einem Kanal fließt. Hinter dem Platz ist ein weißes Steingebäude mit Türmchen erhalten geblieben, und seine zentrale Halle lässt heute Fahrgäste der Waitematā Station mit Fahrkartenautomaten und Zugangssperren hindurch.

Ende Oktober neunzehnhundertachtzehn lag bereits ein Viertel der dreihundertdreißig Beschäftigten des Aucklander Post- und Telegrafenamts mit Grippe im Bett. In dem weißen Gebäude vor dem Platz befand sich das Chief Post Office, und darin die zentrale Telefonvermittlung. Telefonistinnen stellten die Verbindungen der Teilnehmer von Hand her und versuchten, die städtische Kommunikation nicht zum Erliegen kommen zu lassen.

Telefonieren war nur in dringenden Angelegenheiten erlaubt. Auf der Vermittlung waren die Leitungen von Ärzten, Krankenhäusern und Geistlichen mit roten Scheiben markiert, die von Polizei und Bestattungsunternehmen mit schwarzen. Im Herbst wurden beide Farben oft benötigt: Die Epidemie forderte in Auckland und seinen Vororten mehr als tausend Menschenleben. Manche Kranke riefen bereits im Delirium an; die Telefonistinnen mussten sie nicht nur mit der richtigen Nummer verbinden, sondern auch mit denen sprechen, bei denen niemand mehr neben ihnen war.

Die gesunden Telefonistinnen arbeiteten einen ganzen Monat lang in zwei Schichten. Für jede zusätzliche Stunde erhielten sie einen Schilling und wurden mit dem Auto zur Arbeit und wieder nach Hause gefahren – für eine Angestellte jener Zeit ein seltenes Privileg, das sie zusammen mit dem täglichen Risiko einer Ansteckung erhielten. Gegen Ende November ging die Zahl der erkrankten Beschäftigten zurück. Neunzehnhundertneunzehn erhielten die Post- und Telegrafenbediensteten für diese Arbeit eine zusätzliche Urlaubswoche, und diejenigen, die während der gesamten Epidemie ihren Posten nicht verlassen hatten, weitere drei Tage.

Das Chief Post Office war erst sechs Jahre zuvor eröffnet worden. Das Postamt wählte ein aufgeschüttetes Gelände direkt am Ende der Queen Street: In der Nähe lagen Hafenanlegestellen, die Eisenbahn und die Endhaltestelle der Straßenbahnen. Hierher kamen die Menschen, um Briefe aufzugeben, Pensionen abzuholen, Ersparnisse anzulegen und das Telefon zu benutzen. Die weiße Steinfassade kennzeichnete eine Einrichtung, durch die Geld, Nachrichten und die alltäglichen Angelegenheiten der Stadtbewohner liefen.

Die Post schloss das Gebäude neunzehnhundertzweiundneunzig. Drei Jahre später kaufte es der Auckland Council, und zweitausenddrei eröffnete er darin den Haupteingang des Bahnhofs. Die Handvermittlungen sowie die roten und schwarzen Scheiben verschwanden. Erhalten blieben die Fassade, die Türmchen und die zentrale Halle; heute stehen dort Fahrkartenautomaten und Zugangssperren der Waitematā Station.

Der Name des Platzes entstand zweitausendzwanzig. Vorgeschlagen wurde er von Vertretern von Ngāti Whātua Ōrākei, einer der örtlichen Māori-Gemeinschaften. „Te Komititanga“ bedeutet Vermischung oder Zusammenfließen. Hier kommen Fahrgäste von Zügen, Bussen und Fähren zusammen, doch der Name verweist auch auf zwei Wasserströme. Unter der Queen Street verläuft der in einen Kanal gefasste Waihorotiu Stream. Vor der Landaufschüttung mündete er hier in den Waitematā Harbour.

Māori-Kunsthandwerkerinnen übertrugen dieses Zusammenfließen in das Pflaster. Aus mehr als einhundertsiebenunddreißigtausend Basaltstücken gestalteten sie die Linie des Bachs aus dem Süden, die Wellen des Hafens aus dem Norden und in der Mitte das Muster einer Willkommensmatte aus neuseeländischem Flachs. An einem gewöhnlichen Tag dient der Platz als Durchgang zwischen Bahnhof, Bushaltestellen und Fähren; bei städtischen Veranstaltungen finden hier Konzerte, Festivals und Vorführungen statt. Am Südrand führt die Basaltlinie zur Queen Street, über dem Bachbett, das an der Oberfläche nicht mehr vorhanden ist.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktFerry Building am Ende der Queen Street
EintrittOffener Stadtplatz und Eingangshalle eines Verkehrsknotenpunkts

Waitematā Station: Mo–Do 05:00–23:00, Fr 05:00–01:15, Sa 05:45–01:15, So 05:45–23:00; der Platz ist als öffentlicher Raum geöffnet.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Fassade und den Belag vom Platz aus; Sie müssen den Bahnhof für diese Geschichte nicht betreten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zu den Fähranlegestellen und bleiben Sie an der Fassade des Ferry Building stehen.

Stopp 1 von 6Weiter: Ferry Building am Ende der Queen Street

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Aucklands Uferpromenade: Hafen, Fähren und industrielle Spuren“ — 6 Stopps, ca. 1,7 km, 1 Std. 25 Min..

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