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Warwazis-Kanal und Warwazis-Brücke

Варвациевский канал

Sie verfolgen, wie Geld aus dem kaspischen Handel zu einem Flussbett, Uferpromenaden und Übergängen wurde.

15 Min.
Warwazis-Kanal mit Brücke und Uferpromenade.
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Worauf achten

  • Das Flussbett des Kanals
  • Warwazis-Brücke
  • Die Uferpromenaden an beiden Ufern

Die Geschichte des Ortes

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Unter der Brücke verläuft ein künstliches Flussbett, das den Kutum mit der Wolga verband und kleinen Schiffen den Weg öffnete. Anstelle des sumpfigen Salzbodens entstand zunächst ein unvollendeter Graben mit Sperren, die die Stadt bei hohem Wasser schützten. Als das Flussbett vollendet war, befestigte man die Ufer mit Holz, legte Uferpromenaden und Übergänge an, und jenseits des Wassers begann die Bebauung des einst sumpfigen Landes zu wachsen.

Der alte Name dieses Übergangs war eine gewöhnliche Adresse. Die Brücke lag in der Verlängerung der Polizeistraße, der heutigen Kirowstraße, und wurde deshalb Polizeibrücke genannt. Sie verband das Zentrum von Astrachan mit den tatarischen und armenischen Vorstädten jenseits des Kanals – dem Sakanalje. Im neunzehnten Jahrhundert konnten Fuhrwerke auf dem breiten Holzbelag zweireihig fahren. Heute heißt die Brücke amtlich Warwazis-Brücke, ebenso wie der Kanal unter ihr.

Der Kanal wurde dort gegraben, wo sich der sumpfige Salzboden bis an den Südrand der alten Stadt erstreckte. Im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundzwanzig ordnete Peter I. an, den Kutum mit der Wolga zu verbinden: Fließendes Wasser sollte das versumpfte Land entwässern, und das neue Flussbett sollte Schiffe durchlassen. Erst im Jahr eintausendsiebenhundertvierundvierzig nahmen die Arbeiter die Arbeiten auf. Der Bau zog sich über Jahrzehnte hin. Im Jahr eintausendsiebenhundertsiebzig wurden beide unvollendeten Enden mit Schotter, Pfählen und Schleusen versperrt, damit die Stadt bei steigendem Wasser nicht überflutet wurde. In den ausgehobenen Teil brachten die Stadtbewohner Müll und leiteten Abwässer ein. So erhielt der Warwazis-Kanal seinen inoffiziellen Namen – der Graben.

Im Jahr eintausendachthundertneun genehmigte Kaiser Alexander I. einen neuen Kostenvoranschlag von einhundertvierundzwanzigtausend Rubel. Doch diese Summe war noch nicht in die Staatsausgaben aufgenommen worden. Da nahm sich Ioannis Varvakis der Sache an – der Grieche Ioannis Varvakis, ein Astrachaner Fischereiunternehmer, der die Fertigstellung des Kanals auf eigene Kosten vorantrieb.

Varvakis hatte das Geld durch eben jenen Handel verdient, für den die Stadt Wasserwege benötigte. Sein Seeschiff „Heiliger Stanislaw“ fuhr zum Fischfang in die gepachteten Salyan-Gewässer vor der persischen Küste des Kaspischen Meeres. Nun setzte der Kaufmann dieses Handelskapital aufs Spiel: Er verpflichtete sich, das gesamte Vorhaben zu bezahlen, obwohl die endgültigen Kosten im Voraus nicht bekannt waren. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag reichte nicht aus, doch Varvakis zahlte weiter.

In sieben Jahren vollendeten die Arbeiter das Flussbett, befestigten beide Ufer mit Holz, legten Uferpromenaden an und errichteten sechs Übergänge. Die Boote erhielten eine Durchfahrt, das Wasser einen Abfluss, und die Stadtbewohner begannen, das trockengelegte Land südlich des Kanals zu bebauen. Varvakis war bereits im Jahr eintausendachthundertdreizehn nach Taganrog umgezogen, als die Arbeiten noch andauerten. Am einunddreißigsten Dezember eintausendachthundertsiebzehn befahl Alexander I., den vollendeten Astrachaner Kanal Warwazis-Kanal zu nennen.

Im Jahr eintausendneunhundertzwanzig wurde er in Kanal des Ersten Mai umbenannt. Heute tragen Kanal und Brücke wieder den Namen Varvakis, die Bezeichnung Erster Mai blieb bei der Uferpromenade des Ersten Mai, und aus der Polizeistraße wurde die Kirowstraße. An einem Ufer liegt weiterhin das alte Zentrum, am anderen das frühere Sakanalje.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGebäude der ehemaligen Astrachaner Börse
Eintrittfrei zugänglich
In Karten öffnen

Die Uferpromenaden des Kanals sind jederzeit zugänglich; der Komfort hängt vom Wetter und vom Zustand der Gehwege ab.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Hören Sie den Bericht von einem sicheren Abschnitt der Uferpromenade oder der Brücke aus und gehen Sie nicht an die ungesicherte Kante. Bei Hitze gibt es hier wenig Schutz vor der Sonne, und nach Regen kann der Belag am Wasser rutschig sein.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zum alten Zentrum zurück und gehen Sie zur ehemaligen Börse an der Roten Uferpromenade.

Stopp 7 von 8Weiter: Gebäude der ehemaligen Astrachaner Börse

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Astrachan: Kreml und kaspischer Handel“ — 8 Stopps, 3,4 km, 2 Std. 20 Min..

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