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Oost-Indisch Huis

Oost-Indisch Huis

Zeigt, wie ein Vertrag für eine Nordexpedition die Geschichte eines Amsterdamer Kontors weit über Asien hinausführte.

15 Min.
Rotes Backsteingebäude mit klassizistischen Fenstern und Wappen an der Fassade.
Jimmyweee (James Gose) · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Südflügel
  • Innenhof
  • Ehemalige Büros der Kompanie

Die Geschichte des Ortes

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Der Südflügel, der den Innenhof umschließt, ist von dem Haus erhalten, das für die Amsterdamer Abteilung der Niederländischen Ostindien-Kompanie errichtet wurde. Hier versammelten sich ihre Direktoren und die Hauptverwaltung mit Vertretern aus sechs Städten; in den Büros bewahrte man Seekarten und Tagebücher auf, führte Rechnungen, stellte Besatzungen ein und verteilte Schiffe für Fahrten nach Asien. Der städtische Hof diente als Herzstück des Kontors, das den Handel von Indien bis zu den Inseln Südostasiens leitete. Heute arbeiten und studieren hinter diesen Mauern Mitarbeiter und Studierende der Universität von Amsterdam.

Am achten Januar sechzehnhundertneun schloss der englische Navigator Henry Hudson in diesem Haus einen Vertrag mit den Amsterdamer Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Hudson suchte einen Auftraggeber für eine neue Expedition, und die Kaufleute wollten sich den erfahrenen Polarseefahrer vor ihren französischen Konkurrenten sichern. Zweimal hatte er bereits versucht, über die arktischen Meere nach Asien zu gelangen, und zweimal war er wegen des Eises zurückgekehrt.

Die Kompanie handelte in Ländern, die die Europäer unter dem Namen Ostindien zusammenfassten: von Indien bis zu den Inseln Südostasiens. Daher der Name „Oost-Indisch Huis“ – Ostindien-Haus. Im Inneren tagten die Direktoren der Amsterdamer Abteilung und die Hauptverwaltung mit Vertretern aus sechs Städten. Hier bewahrte man Karten und Schiffstagebücher auf, führte Rechnungen, stellte Seeleute ein und entschied, welche Schiffe nach Asien geschickt wurden. Dafür wurde das Gebäude im Jahr sechzehnhundertsechs errichtet.

Nach dem Vertrag sollte Hudson Nowaja Semlja im Norden umfahren und einen Weg nach China finden. Die Direktoren stellten ihm die kleine dreimastige Jacht „Halve Maen“ zur Verfügung und versprachen ihm achthundert Gulden für die Expedition. Auch das Risiko für die Familie wurde zu einem Rechnungsposten: Kehrte der Kapitän nicht innerhalb eines Jahres zurück, sollte seine Frau zweihundert Gulden erhalten; danach würden die Verpflichtungen der Kompanie ihr gegenüber enden. Hudson war seinerseits verpflichtet, seinen Auftraggebern alle Tagebücher, Karten und Informationen auszuhändigen, ohne etwas zu verheimlichen.

Im April verließ die „Halve Maen“ Amsterdam. Im Norden stieß Hudson auf Eis und auf Widerstand der Mannschaft, kehrte jedoch nicht nach Hause zurück. Er führte das Schiff über den Atlantik und fuhr einen großen nordamerikanischen Fluss hinauf, bis das Süßwasser und das flacher werdende Flussbett zeigten, dass es hier keinen Durchgang nach Asien gab.

Die Rückreise endete im englischen Dartmouth. Beamte hielten Hudson fest und verboten ihm, wieder im Dienst von Ausländern zu stehen; nach Amsterdam kam er nicht mehr. Die Informationen über den Fluss erreichten jedoch niederländische Kaufleute. Auf Hudson folgten Handelsexpeditionen, dann entstanden die Kolonie Nieuw Nederland und Nieuw Amsterdam – eine Siedlung im Süden des heutigen Manhattan.

Der Südflügel um den Innenhof stand bereits, als Hudson zu den Direktoren kam, und ist bis heute erhalten. Jetzt arbeiten und studieren in den ehemaligen Büros der Kompanie Mitarbeiter und Studierende der Universität von Amsterdam. Der Fluss, der aufgrund des hier geschlossenen Vertrags erforscht wurde, trägt weiterhin den Namen Hudson River.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktZuiderkerk
Eintrittvon außen

Das Gebäude gehört der Universität von Amsterdam. Der Innenhof ist Mo–Do 08:00–20:00, Fr 08:00–19:30 geöffnet; an Wochenenden geschlossen. Der Zugang zu den historischen Sälen ist eingeschränkt.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein Universitätsgebäude, kein gewöhnliches Museum. Besichtigen Sie den Hof nur bei geöffnetem Durchgang, betreten Sie keine Diensträume und rechnen Sie nicht ohne vorherige Prüfung mit Zugang.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zur Brücke an der Staalstraat zurück, überqueren Sie den Kanal und biegen Sie zur Zuiderkerk ab.

Stopp 6 von 7Weiter: Zuiderkerk

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Der alte Hafen und das mittelalterliche Zentrum von Amsterdam“ — 7 Stopps, 2 km, 2–3 Stunden.

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