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Nymphäum

السبيل الروماني

Archäologische Funde ermöglichen es, die Rolle des Wassers in einem Bauwerk zu rekonstruieren, von dem vor allem die steinerne Fassade geblieben ist.

18 Min.
Ruinen des römischen Nymphäums im modernen unteren Amman.
Freedom's Falcon · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Drei halbrunde Nischen
  • Löcher zur Befestigung der Verkleidung
  • Mit Kies zugeschüttetes Becken
  • Untere steinerne Bögen

Die Geschichte des Ortes

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Die Römer nannten repräsentative städtische Brunnen, die den Nymphen, den mythologischen Hüterinnen der Quellen, geweiht waren, Nymphäen. In der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts wurde ein solcher Brunnen an der Kreuzung der Hauptstraßen im unteren Philadelphia, dem antiken Amman, angelegt, wo die Bewohner eines der belebtesten Viertel zusammenkamen. An der etwa achtundsechzig Meter langen Fassade wechselten sich drei große gerundete Nischen mit zwei Reihen kleiner Nischen ab; darin standen Statuen, und vor der Steinmauer lag ein gefülltes Becken. Heute ist das Becken mit Kies zugeschüttet, in der Mauer sind Löcher der Marmorverkleidung geblieben, und darunter sind steinerne Bögen erhalten.

Mitte der neunzehnhundertneunziger Jahre begann der Archäologe Mohammad Waheeb mit Ausgrabungen vor dieser Mauer, um einen alten Streit zu klären. Einige Forscher hielten die Ruinen für Bäder, andere für ein öffentliches Gebäude, wieder andere für einen monumentalen Brunnen. Waheeb leitete ein Feldteam des Antikendienstes: Es sollte die Funktion des Bauwerks bestimmen und es noch untersuchen, bevor die dichte Bebauung des Zentrums die erhaltenen Teile verdeckte.

Je tiefer die Archäologen unter die Fassade vordrangen, desto stärker stieg das Wasser. Sie mussten seinen Pegel senken, sonst waren die unteren Gewölbe nicht zu erreichen. Diese Schwierigkeit erklärte auch, warum die römischen Baumeister gerade diesen Ort gewählt hatten. Hier liefen Wasserläufe zusammen, und das Wasser aus den umliegenden Hügeln trat am Fuß der Unterstadt aus. Die Baumeister führten den Strom durch gewölbte Durchgänge unter dem Gebäude hindurch. Dann verbreiterten sie die Stützen und errichteten darüber ein repräsentatives Geschoss: Der nasse Boden sollte die gewaltige steinerne Fassade tragen.

Vor der Fassade legte Waheebs Team einen Teil eines etwa sechsundzwanzig mal fünfzehn Meter großen Beckens frei. Unter dem Pflaster lagen Bruchstücke von Wasserleitungsrohren zusammen mit Keramik aus dem zweiten Jahrhundert. Erhalten waren auch zwei Bauphasen der unteren Bögen: frühe Gewölbe mit Schlussstein und spätere, die das Fundament des Obergeschosses verbreiterten. Die Ausgrabungen bestätigten, dass das Wasser hier das tragende Element des gesamten Bauwerks war, auch wenn das genaue System der Wasserzufuhr zum Becken bis heute nicht rekonstruiert ist.

So erhielten die Ruinen eine überzeugende Erklärung. Nymphäen nannten die Römer repräsentative Brunnen, die mit den Nymphen verbunden waren, den mythologischen Hüterinnen der Quellen. Das Nymphäum von Amman, vermutlich in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts errichtet, lag an einem der belebtesten Orte Philadelphias, nahe der Kreuzung der Hauptstraßen. Seine Fassade erstreckte sich über etwa achtundsechzig Meter. In drei großen halbrunden Nischen und zwei Reihen kleiner Nischen standen Statuen; Löcher im Stein zeigen, wo die Marmorverkleidung befestigt war. Davor lag ein mit Wasser gefülltes Becken.

Heute ist dieses teilweise freigelegte Becken mit Kies zugeschüttet. Darunter sind die Gewölbe des alten Wasserlaufs und Rohrfragmente erhalten, an den Wänden die Befestigungen des verschwundenen Marmors. Das Wasser ist aus dem offenen Becken verschwunden; während der Ausgrabungen stieg es noch immer von unten auf und hinderte die Archäologen daran, das Fundament frei zu erreichen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktSouk as-Sukkar
Eintrittvon außen

Von der Straße aus jederzeit sichtbar; der Zugang zum Inneren der umzäunten archäologischen Zone und der Zustand der Durchgänge können sich vor Ort ändern.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Erwarten Sie weder einen funktionierenden Brunnen noch freien Zugang ins Innere. Betrachten Sie das Bauwerk von der zugänglichen Seite aus und achten Sie auf den Verkehr in den benachbarten Straßen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der steinernen Fassade zu den Marktständen bei der Al-Husseini-Moschee.

Stopp 6 von 9Weiter: Souk as-Sukkar

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die Schichten Ammans: von der Zitadelle zur Rainbow Street“ — 9 Stopps, 4,2 km, 3,5–4,5 Std..

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