Türme, Seen und Hutongs von Shichahai
Von Trommelturm (Gulou) und Glockenturm (Zhonglou) über Shichahai zur Residenz des Prinzen Gong

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Gesamte Strecke
Routenkarte
Über diese Route
Sie beginnen zwischen zwei Türmen, die Peking einst einen gemeinsamen Tagesrhythmus gaben. Dann steigen Sie zur Geschäftsstraße Yandai Xiejie und zum Wasser von Shichahai hinab. Der Weg führt von der hohen Stadtachse über eine schräge Straße und eine schmale Brücke zu den Ufern, zum Markt und zu einem Anwesen des Prinzen. Trommeln und Glocke, Ladenschilder, ein steinerner Übergang, Anlegestellen und Palastsäle wechseln einander direkt neben Ihnen ab.
Die Erzählung hält sich an kleine Dinge, die den Tag anderer Menschen veränderten. Warum blieb von dem alten Satz Trommeln nur eine übrig? Wie gab ein Wagen ohne Schild einem Restaurant seinen Namen? Weshalb baute man Handelsplätze über dem Wasser? Was drohte einem privaten Besitzer wegen eines Saals, der einem kaiserlichen ähnelte? Die Antworten erhalten Sie erst vor Ort.
Am Ende können Sie erklären, wie rund um Türme und Seen eine Stadt entstand: wer sie nachts verschloss, wer die Passanten versorgte und wer Getreideschiffe direkt bis in die Hauptstadt führte.
Warum diese Reihenfolge
Zuerst zeigen die zwei Türme einen städtischen Dienst von zwei Seiten: Der Trommelturm (Gulou) gab das Signal, der Glockenturm (Zhonglou) machte daraus den nächtlichen Rhythmus. Von den Türmen führt die Route hinab zur Yandai Xiejie, weil die Geschäftsstraße an diesem Knotenpunkt entstand und ihre frühere Ware im Namen bewahrt hat. Ihre schräge Linie führt direkt zur Yinding-Brücke, wo die Bewegung der Käufer über den einzigen bequemen Übergang das Entstehen eines Familienhandels erklärt. Von der Brücke öffnet sich die Wasserstraße zwischen Qianhai und Houhai; darum folgt als Nächstes der Wasserweg selbst und der frühere Endhafen. Weiter führt das Westufer von Qianhai zum Lotusmarkt: Nach den Frachtschiffen wird sichtbar, wie der See den saisonalen Handel und die Vergnügungen ernährte. Der letzte Übergang führt vom öffentlichen Ufer zu einem Anwesen des Prinzen, wo die Route in der privaten Welt eines kaiserlichen Favoriten endet.
Für alle, die das Gefüge des alten Peking über das Alltagsleben verstehen möchten Für Liebhaber von Stadtgeschichte, Handel und Ingenieurskunst Für alle, die eine zusammenhängende Route von großen Denkmälern zu kleinen menschlichen Geschichten mögen
Für alle, die einen Spaziergang ausschließlich durch die wichtigsten kaiserlichen Paläste erwarten Für alle, die ausführliche historische Geschichten nicht interessieren Für alle, die in erster Linie moderne Architektur suchen
Vor dem Spaziergang
Entscheiden Sie vorab, ob Sie beide Türme und die Residenz des Prinzen Gong von innen besuchen möchten: Prüfen Sie den Zugang zu diesen Orten separat und planen Sie für die Besichtigung zusätzliche Zeit ein. Für die Route selbst sind bequeme Schuhe hilfreich – ein Teil des Weges führt über belebte Geschäftsstraßen und Uferwege. Nehmen Sie Kopfhörer mit, setzen Sie sie an Übergängen und in dichtem Gedränge jedoch ab. Am Wasser sind Temperatur und Wind stärker spürbar als zwischen den Hutongs; im Sommer sind Wasser und Sonnenschutz sinnvoll, in der kalten Jahreszeit eine zusätzliche Kleidungsschicht.
Wann losgehen
Ohne ausführliche Besichtigung der Innenräume dauert der Spaziergang ungefähr einen halben Tag. Beginnen Sie am besten, wenn noch genügend Tageslicht für die Ufer von Shichahai und den Garten der Residenz bleibt; einzelne Besuche in den Türmen verlängern die Route deutlich.
Plan B
Wenn die Türme oder die Residenz nicht zugänglich sind, sagen Sie den Spaziergang nicht ab: Beide Türme funktionieren gut als Orientierungspunkte von außen, und die Hauptlinie über Yandai Xiejie, Yinding-Brücke und Shichahai bleibt geschlossen. Bei Müdigkeit kürzen Sie den Halt an den Seen, ohne das ganze Ufer abzugehen, und gehen zur nächsten inhaltlichen Station weiter. Bei Regen oder starkem Wind bleiben Sie länger in der geschützten Geschäftsstraße und kürzer am offenen Wasser. Ist es im Viertel zu voll, hören Sie die Erzählungen nicht im engsten Durchgang oder auf der Brücke, sondern etwas abseits, ohne den Verkehr zu behindern.
Spazierplan
In Karten öffnen ↗- 1
Trommelturm (Gulou)
Hier wird verständlich, wie ein Turm, der seinen staatlichen Dienst verlor, eine öffentliche Rolle erhielt. - 2
Glockenturm (Zhonglou)
Dieser Ort zeigt, wie ein einziges Signal den nächtlichen Ablauf der ganzen Stadt steuerte. - 3
Yandai Xiejie
Hier erklären die Ware, ein vermieteter Laden und ein langlebiges Ladenschild den Ursprung des Straßennamens. - 4
Yinding-Brücke
Eine Geschichte an diesem Übergang wird den Strom der Passanten mit der Verwandlung eines Karrens in ein Familienrestaurant verbinden. - 5
Die Seen von Shichahai
Diese Station gibt den Seen ihre Rolle als Endhafen zurück, für die man den Wasserweg veränderte. - 6
Lotusmarkt
Hier zeigt der saisonale Handel, wie die Stadtbewohner den See nutzten, bevor eine dauerhafte Handelsstraße entstand. - 7
Residenz des Prinzen Gong
Das Finale zeigt, wie die Gestaltung eines privaten Saals zum Beweisstück gegen den Besitzer des Anwesens wurde.
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