Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fassaden aus rotem Ziegel
- Vielfarbige Kacheln
- Fünf Kuppeln
- Hohe Fenster
Die Geschichte des Ortes
Roter Ziegel unter fünf Kuppeln formt eine kompakte Kirche mit hohen Fenstern und einem einzigen geräumigen Saal ohne innere Pfeiler. Sie steht in der Bogojawlenskaja Sloboda, wo zuvor eine hölzerne Kirche stand, die mit dem Erlöser-Verklärungs-Kloster jenseits des Platzes verbunden war. Die Weihe der neuen Kirche bewahrte die Erinnerung an die frühere: Am Fest der Taufe zog von hier die städtische Prozession zum Eisloch auf der Kotorosl. Die vielfarbigen Kacheln an den Fassaden und die Bemalung vom Boden bis zum Gewölbe stammen aus einem Entwurf, der von Anfang an auch Seitenkapellen und einen Glockenturm vorsah.
An der Altarwand war einst eine Inschrift zu lesen: „Diese heilige Kirche ließ ich, der Jaroslawler Alexei Subtschaninow, Sohn Abrahams, aus der Gästehundertschaft, nach meinem Gelübde errichten.“ Die Inschrift ist verschwunden, doch ihren Wortlaut bewahrten Forscher. Welches Ereignis den Kaufmann zu diesem Gelübde veranlasste, ist unbekannt. Klar ist jedoch, womit er dafür bezahlte.
Alexei Subtschaninow handelte mit teurem gegerbtem Leder – Juft. In den Jaroslawler Handelsreihen gehörten ihm vierundzwanzig Läden. Er gehörte der Gästehundertschaft an, einer privilegierten Kaufmannsgemeinschaft, die nach den Zarenkaufleuten an zweiter Stelle stand. Hinter diesem Titel standen große Umsätze, Fernhandel und die persönliche Pflicht, für anvertraute staatliche Angelegenheiten einzustehen.
Die Familie Subtschaninow lebte hier über mehrere Generationen. Sein Vater und sein Großvater waren Handelsknechte des Erlöser-Verklärungs-Klosters, das jenseits des Platzes steht. Man nannte sie Zakladtschiki: Sie stellten sich unter den Rechtsschutz des Klosters und wurden von einem Teil der Posad-Steuern und Frondienste befreit. Diese Rechnung half der Familie, aus Handelsbauern in die städtische Oberschicht aufzusteigen. Der Hof der Subtschaninows lag in der Bogojawlenskaja Sloboda, und ihre alte Holzkirche gehörte demselben Kloster.
Alexei begann im Jahr eintausendsechshundertvierundachtzig, sein Gelübde zu erfüllen. Er ersetzte die ihm seit seiner Kindheit vertraute hölzerne Pfarrkirche durch eine steinerne. Der Bau dauerte neun Jahre. Die Meister kamen ohne innere Pfeiler aus: Das Gewölbe ruhte auf den Außenwänden, sodass für die Betenden ein einziger geräumiger Raum mit hohen Fenstern blieb. Die Fassaden bedeckten sie mit Reihen vielfarbiger Kacheln, und vor der Weihe bemalten sie die Wände vom Boden bis zum Gewölbe. Das Geld des Kaufmanns reichte für die ganze Kirche, zwei Seitenkapellen und den Glockenturm.
Als Epiphanie bezeichnet man in der orthodoxen Tradition die Taufe Christi im Jordan, als sich den Menschen die Dreifaltigkeit offenbarte. Die Steinkirche übernahm die Weihe ihrer hölzernen Vorgängerin. Daneben gab es eigenes Wasser: Zum Fest der Taufe richtete man auf der Kotorosl einen Jordan ein – ein Eisloch zur Wasserweihe. Zu ihm zog die städtische Prozession, und einmal im Jahr wurde die Epiphanias-Kirche zur Hauptkirche von Jaroslawl. Auch der Platz erhielt von ihr seinen Namen.
Alexei Subtschaninow starb vor dem Jahr eintausendsiebenhundertzehn. Man begrub ihn gegenüber der von ihm erbauten Kirche im Erlöser-Verklärungs-Kloster. Dort ist ein Fragment einer weißsteinernen, geschnitzten Platte mit seinem Namen erhalten. Die ursprüngliche Inschrift über das Gelübde des Kaufmanns ist verloren, doch das Gelübde selbst steht auf der anderen Seite des Platzes – aus rotem Ziegel, mit bunten Kacheln und fünf Kuppeln.
Praktisch vor Ort
Mi–Sa 10:00–18:00, So 09:00–17:00; technische Pause 12:00–13:00. Mo, Di und an Regentagen — geschlossen. Erwachsenenticket — 200 ₽.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bei feuchtem Wetter sollten Sie vor allem mit der Fassade rechnen: Die alten Wandmalereien werden vor zu viel Feuchtigkeit geschützt.
