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Defu Xiang und Xiangzi-Tempel

德福巷

Hier wechselt die Route von Militärgeschichte zu der unternehmerischen Wende einer Gasse.

15 Min.
Die Defu Xiang nahe Yongningmen in Xi’an.
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Worauf achten

  • Steinerner Bogen „Defu Tiandi“
  • Tor des Xiangzi-Tempels
  • Schild „Defulou“

Die Geschichte des Ortes

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Am Haus Nummer neununddreißig ist das Schild „Defulou“ erhalten. Die Defu Xiang beginnt an dieser Gabelung; sie wurde für Seidengeschäfte angelegt, doch Seidenhändler kamen nie hierher. In den neunziger Jahren gab man den anderen Ast der Gabelung einer Kultur- und Touristenstraße: Die alten niedrigen Hofhäuser wurden abgerissen oder umgebaut, Steinplatten verlegt und historisierende Fassaden errichtet. Heute ist die Defu Xiang von Cafés, Bars und kleinen Läden besetzt.

An der Gabelung steht ein kleiner daoistischer Tempel, und der nördliche Durchgang ist durch einen steinernen Bogen mit der Aufschrift „Defu Tiandi“ – „Welt der Tugend und des Glücks“ – gekennzeichnet. Die Inschrift spielt auf den heutigen Namen der Gasse an. Auf einer Karte vom Ende des Qing-Kaiserreichs ist sie als Dehu Xiang verzeichnet; die Schreibweise „Defu“ erschien zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

„Xiangzi-Tempel“ bedeutet „Tempel des Xiangzi“. Han Xiang war ein Großneffe des Tang-Dichters und Beamten Han Yu. Spätere Geschichtenerzähler verbanden ihn mit einem namenlosen Verwandten Han Yus, dem daoistische Wunder zugeschrieben wurden, und machten aus ihm Han Xiangzi – einen der Acht Unsterblichen. Eine örtliche Überlieferung bezeichnet diesen Abschnitt als sein Zuhause und als den Ort, von dem er zu daoistischen Wanderungen aufbrach. Es gibt keine Belege dafür, dass Han Xiang an dieser Adresse lebte, doch eben diese Überlieferung gab dem Tempel, der Straße und der Gabelung ihren Namen. Die heutigen Tempelhallen wurden im Jahr zweitausendsechs an der Stelle eines Komplexes wiederhergestellt, den der städtische Reinigungsdienst mehrere Jahrzehnte lang genutzt hatte.

Den anderen Ast der Gabelung widmete man in den neunziger Jahren einer Kultur- und Touristenstraße. Die alten niedrigen Hofhäuser wurden abgerissen oder umgebaut, Steinplatten verlegt und Fassaden im historischen Stil errichtet. Hier wollte man Seide verkaufen, doch Seidenhändler füllten die Gasse nicht.

Im Jahr eintausendneunhundertachtundneunzig investierte der Gastronom Wang Ajian gemeinsam mit Partnern eine Million einhunderttausend Yuan in das Lokal „Defulou“. Wang verdiente sein Geld in der Gastronomie: Er begann mit dem Verkauf von Teigtaschen und betrieb später ein Restaurant mit Küche aus Sichuan. In der Defu Xiang setzte er auf Tee, Essen und Brettspiele. Die Rechnung ging nicht auf. Die Tageseinnahmen betrugen mitunter zweihundert Yuan, die Partner stiegen aus, und Wang blieb mit Schulden von sechshunderttausend Yuan zurück.

Er wechselte die Küche, versuchte verschiedene Gerichte zu verkaufen und vermietete sogar einen Teil der Räume an einen Friseursalon. Dann eröffnete am nördlichen Eingang das Café „Laoshu“ und zog ihm seine wenigen Besucher ab. Wang ging dorthin, um herauszufinden, weshalb Menschen in die noch leere Gasse kamen. Danach lieh er sich erneut Geld, zerstörte die erst kürzlich ausgeführte Ausstattung des „Defulou“ und kaufte Kaffeeausrüstung. Für die fünf Schriftzeichen auf dem Schild verlangte ein bekannter Kalligraf hunderttausend Yuan; Wang schrieb den Namen selbst.

Zu Weihnachten nach der Eröffnung gab es im „Defulou“ bereits nicht genug Plätze. Zwischen „Laoshu“ am einen Ende der Gasse und Wangs Café am anderen Ende begannen sich Nachahmer niederzulassen. Ein Bezirksbericht aus dem Jahr zweitausenddrei zählte hier siebenundzwanzig Cafés. Im selben Jahr beglich Wang seine Schulden. Später überließen viele Cafés ihre Räume Bars, doch er erhielt sein Lokal und ergänzte den Kaffee um Tee und Bier.

Hinter dem Bogen an dieser Gabelung beginnt weiterhin die Defu Xiang, die für Seidengeschäfte angelegt wurde und von Cafés, Bars und kleinen Läden besetzt ist. Am Haus Nummer neununddreißig befindet sich noch immer das von Wang Ajian geschriebene Schild „Defulou“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGlockenturm von Xi’an
Eintrittfrei zugänglich

Straßenstopp ohne einheitliche Besuchszeiten. Eine offizielle Provinzauskunft beschreibt Defu Xiang als eine den ganzen Tag geöffnete Straße; die einzelnen Betriebe haben ihre eigenen Öffnungszeiten.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein lebendiges, enges Viertel und keine Aussichtsplattform: Versperren Sie keine Eingänge und Durchgänge. Der Zugang zum Tempel oder zum Brunnen kann nicht als garantiert gelten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zur Südstraße zurück und gehen Sie auf ihr geradeaus zum Glockenturm von Xi’an.

Stopp 4 von 7Weiter: Glockenturm von Xi’an

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mauer und Türme des alten Xi’an“ — 7 Stopps, etwa 3,5 km, 2,5–4 Stunden.

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