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Glockenturm der Sophienkathedrale

Колокольня Софийского собора

Hier erfahren Sie, wie Museumsmitarbeiter einen ganzen Bestand alter Glocken bewahrten.

25 Min.
Der hohe Glockenturm der Sophienkathedrale in der Stadt Wologda.
Belliy · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Weißer Turm
  • Glockengeschoss
  • Glocken
  • Holzbalken

Die Geschichte des Ortes

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Für den neunten Februar neunzehnhundertdreißig wurde angeordnet, dass sich am ehemaligen Kathedralgotteshaus Kolonnen aus städtischen Betrieben versammeln sollten. Nach der Kundgebung sollten erfahrene Arbeiter Ausrüstung erhalten, auf die Glockentürme steigen und die Glocken hinabwerfen. Das Kupfer war für die Industrie bestimmt. Auf der Liste stand auch die Sophienkathedrale.

Zu diesem Zeitpunkt war der Kathedralkomplex bereits dem staatlichen Museum übergeben und das Glockenläuten verboten worden. Die Museumsmitarbeiter schützten Gegenstände, die nicht ihrem eigentlichen Zweck entsprechend verwendet werden durften. Sie bestanden darauf, dass das gesamte Geläut unter dem Schutz der Glawnauka stand, der staatlichen Verwaltung für Museen und Denkmäler, und deshalb nicht demontiert werden durfte.

Die Museumsüberlieferung verbindet diesen Widerstand mit Iwan Wassiljewitsch Fedyschin, dem Leiter der kunsthistorischen Abteilung. Der gemeinsame Protest der Mitarbeiter und das Verbot der Glawnauka sind eindeutig belegt; Fedyschins persönliche Rolle wird von den Dokumenten nicht bestätigt, sondern ist durch seine Kollegen überliefert. Für ihn gehörte dies zu seinen dienstlichen Aufgaben: Seit neunzehnhundertvierundzwanzig bezog er ein Gehalt vom Museum und sammelte für dieses Ikonen und kirchliche Altertümer aus Gotteshäusern, die geschlossen wurden. Hier setzte er sich für die Bewahrung eines ganzen Glockenbestands ein und nicht nur einzelner Metallstücke.

Das Verbot kam noch rechtzeitig. Von anderen Glockentürmen der Stadt wurden an diesem Tag Glocken abgenommen, doch vom Glockenturm der Sophienkathedrale gingen die Arbeiter ohne Glocken fort. Zwei Tage später bezeichnete die Lokalzeitung den ersten Subbotnik als nicht ganz erfolgreich und verspottete die Menschen, die den Schutz des Kathedralgeläuts durchgesetzt hatten. Der Verfasser des Artikels kannte die Namen der Verteidiger nicht.

Über ihnen erhob sich damals derselbe hohe weiße Turm, der heute hier steht. Sein steinerner Unterbau wurde Mitte des siebzehnten Jahrhunderts errichtet, die heutigen oberen Geschosse wurden in den Jahren achtzehnhundertneunundsechzig und achtzehnhundertsiebzig aufgesetzt. Im Glockengeschoss hingen Glocken mit eigenen Namen: Stundenglocke, Fastenglocke, Wasserträgerglocke, Großer Schwan und Kleiner Schwan. Die älteste, die Stundenglocke, war bereits im Jahr sechzehnhundertsiebenundzwanzig gegossen worden. Insgesamt verteidigten die Mitarbeiter vierundzwanzig Glocken aus dem siebzehnten bis neunzehnten Jahrhundert.

Das gerettete Geläut blieb noch fast sechs Jahrzehnte lang stumm. Im Sommer neunzehnhundertachtundachtzig schlug der Leningrader Glöckner Waleri Lochanski vor, es wieder zum Klingen zu bringen. Die Museumsdirektorin Galina Nowoschilowa unterstützte ihn, und Studierende der Musikfachschule sowie junge Museumsmitarbeiter bildeten ein Ensemble. Am achtundzwanzigsten August gaben sie hier das erste Glockenspielkonzert.

Die Glocken hängen weiterhin mit eisernen Schellen an Holzbalken. Die Klöppel der schwersten Glocken werden von mehrlagigen Riemen aus geöltem Rindsleder gehalten. Die Glöckner nahmen genau jene Glocken wieder in Betrieb, derentwegen die Arbeiterkolonnen am Morgen des neunten Februar neunzehnhundertdreißig zur Sophienkathedrale gekommen waren.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktPjatnizkaja-Turm
Eintrittmit Ticket

Montag–Donnerstag 10:00–17:30, Kasse bis 17:00; Freitag–Sonntag 10:00–21:00, Kasse bis 20:30. Der Aufstieg ist nur bei trockenem und warmem Wetter möglich; bei Regen oder Wind kann das Objekt geschlossen werden.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Zugang nach oben hängt vom Zustand des Objekts und vom Wetter ab. Schätzen Sie vor der Treppe Ihre Kräfte ein, gehen Sie beim Aufstieg langsam und befolgen Sie die Anweisungen der Mitarbeiter.

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Wie weiter?

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