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Pjatnizkaja-Turm

Пятницкая башня

Hier zeigt sich der Bau der erzbischöflichen Einfriedung als eine Möglichkeit, die Arbeiter in den Hungerjahren mit Brot zu entlohnen.

20 Min.
Der Pjatnizkaja-Turm und die weiße Mauer des Erzbischöflichen Hofes vor der Restaurierung von 2024.
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Worauf achten

  • Backsteinbogen
  • Holztore
  • Schießscharten
  • Backsteinmauerwerk

Die Geschichte des Ortes

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Der Backsteinbogen mit den Holztoren diente einst als hintere Zufahrt zum eingefriedeten Hof der erzbischöflichen Residenz. Hinter den Schießscharten lagen Gemächer, die Kanzlei, die Gerichtsstube, Getreidevorräte, Keller, eine Küche und ein Stall: Von hier aus verwaltete man die Angelegenheiten einer großen Eparchie und deren Wirtschaft. Der Turm gehörte nicht zu den Festungsmauern Iwans IV. des Schrecklichen; sein Name bewahrte die Erinnerung an die abgerissene Paraskeva-Kirche und die Pjatnizkaja-Straße, die von hier zum Gotteshaus führte.

Mit dem Bau dieser Mauern wurde während einer Hungersnot begonnen. Im Jahr sechzehnhunderteinundsiebzig fiel die Getreideernte im Ujesd Wologda fast vollständig aus. Erzbischof Simon, der die Eparchie leitete und über die Vorräte des Erzbischöflichen Hauses verfügte, schrieb anderen Bischöfen, dass Mütter ihre Kinder in den Fluss warfen und das Heim mit den Leichen der Verhungerten gefüllt sei.

Simon öffnete die erzbischöflichen Getreidespeicher. Bedürftigen verkaufte man das Getreide billiger, und Arbeitsfähige wurden zum Bau der steinernen Einfriedung des Hofes gerufen. Die Bauleute erhielten kein Geld: Man bezahlte sie mit Brot. Später erklärte Simon, dass er so mit einer kleinen Kasse ausgekommen sei und den Menschen Nahrung habe geben können. Ihre Namen und Aussagen sind in den Dokumenten nicht erhalten geblieben. Daher ist unbekannt, wie die Arbeiter selbst diese Art der Entlohnung beurteilten. Das Ergebnis ist bekannt: Sie erhielten Brot, und bis zum Jahr sechzehnhundertfünfundsiebzig standen um die erzbischöfliche Residenz Mauern mit Türmen.

Dieses Mauerwerk gehört nicht zu den Festungsmauern Iwans IV. des Schrecklichen. Simon ließ eine separate Einfriedung innerhalb des Festungsgeländes errichten. Hinter den Schießscharten lagen die erzbischöflichen Gemächer, die Kanzlei, die Gerichtsstube, Getreidespeicher, Keller, eine Bäckerei, eine Küche und ein Stall. Von hier aus verwaltete man eine große Eparchie und deren Wirtschaft; der Pjatnizkaja-Turm diente als hintere Zufahrt zum Hof. Ein Inventar aus dem Jahr siebzehnhunderteins erwähnt darunter ein zweiflügeliges Holztor und darüber eine Ikone der Gottesmutter von Wladimir.

Der Name des Turms kam von außerhalb. In der Nähe stand die Pfarrkirche der christlichen Märtyrerin Paraskeva, deren griechischer Name „Freitag“ bedeutet. Vom Tor führte die Pjatnizkaja-Straße zur Kirche; heute heißt sie Malzewa-Straße. Die Kirche existiert nicht mehr, doch ihr Name ist beim Turm erhalten geblieben.

Im neunzehnten Jahrhundert wurde die Durchfahrt zugemauert. Während der Restaurierung, die im Jahr zweitausendvierundzwanzig abgeschlossen wurde, legte man den Bogen wieder frei und setzte dort Holztore nach Vorbildern vom Ende des siebzehnten Jahrhunderts ein. Sie werden bei Großveranstaltungen geöffnet. Die Backsteine rund um die Durchfahrt gehören zu genau jener Einfriedung, für deren Errichtung hungernde Einwohner Wologdas Brot erhielten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktSchalamow-Haus
Eintrittaußen, kostenlos

Eine Außenbesichtigung ist von den Straßen der Stadt aus möglich. Das Ensemble ist wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen; die Tordurchfahrt des Pjatnizkaja-Turms wird nur für einzelne Großveranstaltungen geöffnet.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Turm von den freigegebenen Wegen aus und nähern Sie sich weder Ausgrabungen noch Fundamenten oder Bauabsperrungen. Die archäologischen Funde befinden sich nicht auf der Straße, sondern in einem Museumsdepot.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umrunden Sie die Kathedrale und gehen Sie zu dem Haus hinter ihren Mauern.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kremlviertel und alte Häuser der Stadt Wologda“ — 8 Stopps, 2,6 km, 4 Std..

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