Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Untere Plattform
- Wagen beim Einstieg
- Seil und Gleisstrecke
- Zweigleisige Ausweiche
Die Geschichte des Ortes
An der Stelle der unteren Station befand sich im Jahr eintausendneunhundertneunundfünfzig eine Baugrube, die sich mit Grundwasser und Regen füllte. Wegen des steilen Hangs konnte schwere Technik nicht hierher gelangen. Jugendbrigaden legten das Fundament und errichteten die Wände von Hand – mit Schaufeln und Spitzhacken, bisweilen bis zur Hüfte in Wasser und Schlamm.
Die Strecke wurde zwischen den Gebäuden des Fernöstlichen Polytechnischen Instituts gebaut. Das Hauptgebäude stand unten, an der Puschkinskaja-Straße, andere Lehrgebäude lagen höher am Hang des Adlerhügels. Die Studierenden mussten diesen Höhenunterschied über eine Treppe überwinden. Nach einer Reise nach Wladiwostok im Jahr eintausendneunhundertvierundfünfzig schlug der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Partei, Nikita Chruschtschow, vor, in der Stadt mehrere Standseilbahnen einzurichten. Die Stadtführung wählte zwei Linien; diese sollte die erste werden – der tägliche Weg zum Institut.
Die Eröffnung wurde zum hundertsten Jahrestag Wladiwostoks im Sommer eintausendneunhundertsechzig versprochen. Doch die Moskauer Planer verzögerten die Ausführungszeichnungen, es fehlte an Beton und Schotter, und der für den Bau hergestellte Kabelkran stand ohne Seile da. Studierende absolvierten hier ihre praktische Ausbildung. Nach ihren Schichten kamen Arbeiter des Metallist-Werks und Angestellte der Fernöstlichen Schifffahrtsgesellschaft. In einer der Phasen blieben jedoch nur zehn bis zwanzig Bauarbeiter auf der Baustelle: Sie bereiteten die Schalung der unteren Station vor und warteten zwei Monate auf einen Autokran. Der Jubiläumstermin verstrich, und die Baugrube war noch immer eine Baustelle.
Die ersten Fahrgäste wurden erst am fünften Mai eintausendneunhundertzweiundsechzig befördert. Bis drei Uhr nachmittags füllten Hunderte Stadtbewohner die Puschkinskaja-Straße. Vor der Abfahrt prüfte der Schlosser Juri Patrikei noch einmal die Bremsen. Die Schaffnerinnen Ljubow Sosinowa und Galina Strischak waren erstmals für den Einstieg der Menschen in die Wagen verantwortlich. Die Maschinistinnen Antonina Udodowa und Klawdija Nikitenko steuerten den Hubmechanismus von der oberen Station aus. Als beide Schaffnerinnen die Bereitschaft bestätigt hatten, lösten die Maschinistinnen die Bremse und schalteten den Motor ein. Ein Wagen fuhr von der Puschkinskaja-Straße nach oben, der zweite setzte sich gleichzeitig von der Suchanowa-Straße nach unten in Bewegung. In der Mitte der Strecke passierten sie einander an der zweigleisigen Ausweiche. Nach zwei Minuten war die erste Fahrt beendet.
So funktioniert diese kurze Strecke auch heute. Auf der unteren Plattform achtet der Schaffner darauf, dass die Fahrgäste den Einstieg beendet haben und sich niemand auf dem Gleis befindet; dann gibt er dem Maschinisten oben die Freigabe. Früher dienten dazu Klingeln und farbige Lampen: zwei Signale von einem Wagen, drei vom anderen. Später wechselten die Beschäftigten zum Funkverkehr. Der Maschinist selbst bleibt beim Motor an der oberen Station; von hier ist er nicht zu sehen. Die beiden Wagen sind durch ein Seil verbunden und bewegen sich nur gemeinsam – während der eine aufsteigt, fährt der andere hinunter.
Unter dem Boden der unteren Station befindet sich das Fundament, das Jugendbrigaden und Studierende von Hand ausgehoben haben. Und darüber endet der Einstieg mit derselben Handlung, mit der die erste Fahrt begann: Der Schaffner meldet nach oben, dass der Wagen an der Puschkinskaja-Straße zur Abfahrt bereit ist.
Praktisch vor Ort
Üblicher Fahrplan: Mo–Sa 07:00–20:00, So 07:30–20:00. Einmal jährlich wird die Strecke für Wartungsarbeiten geschlossen; 2025 begannen die Arbeiten am 1. Juni. Eine aktuelle offizielle Bestätigung des Status zum 24.06.2026 wurde nicht gefunden.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Prüfen Sie vor der Fahrt, ob die Strecke an diesem Tag in Betrieb ist. Nähern Sie sich den Gleisen nicht außerhalb des Fahrgastbereichs; bei einem Stillstand der Standseilbahn benutzen Sie die Treppe und teilen Sie Ihre Kräfte ein.
