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Palmenhaus Schönbrunn

Palmenhaus

Diese Station führt die Route in das Zeitalter von Eisen und Glas und zeigt, wie unter einem Dach drei Klimazonen getrennt wurden.

30 Min.
Der lange gläserne Pavillon des Palmenhaus Schönbrunn vor grünem Hintergrund
Dimitry Anikin · CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Drei miteinander verbundene gläserne Pavillons
  • Eisenkonstruktion
  • Hohe Palmen
  • Übergänge zwischen den Pavillons

Die Geschichte des Ortes

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Am siebzehnten Juni achtzehnhundertzweiundachtzig betrat Kaiser Franz Joseph I., der Auftraggeber des Palmenhaus Schönbrunn, die gläsernen Gewölbe – und sah ein leeres Gebäude. Zeitungen bezeichneten diese Besichtigung als feierliche Eröffnung, obwohl die Gärtner noch weder Palmen noch Baumfarne hierher gebracht hatten.

Der Kaiser strebte einen modernen Ausstellungspalast für Pflanzen an, die seine Familie jahrzehntelang nach Schönbrunn gebracht hatte. Die Sammlung passte bereits nicht mehr in die alten Gewächshäuser an der Stelle des früheren Holländisch-Botanischen Gartens. Die Hofgärtner brauchten etwas anderes: die Pflanzen unter einem Dach zu versammeln und dabei Arten nicht zu vermischen, die unterschiedliche Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigten.

Vier Jahre vor der Eröffnung schickte man den Inspektor der Hofgärten Adolf Vetter, der für die Sammlung zuständig war, und den Mitarbeiter des Hofbauamts Franz Xaver Segenschmid, der das neue Haus entwerfen sollte, aus, um die Gewächshäuser Deutschlands, Frankreichs und Englands zu studieren. Sie besuchten die Weltausstellung in Paris und die Kew Gardens bei London. Das Palm House, Kew Gardens wurde zum unmittelbaren Vorbild für das Wiener Projekt, doch Segenschmid gliederte es in drei miteinander verbundene Pavillons.

Nach der kaiserlichen Besichtigung begannen die Gärtner mit der Umsiedlung. Im südlichen Teil brachte man tropische Pflanzen unter, im mittleren Arten des gemäßigt warmen Klimas und im nördlichen diejenigen, die Kühle benötigten. Die Palmen gaben dem Gebäude seinen Namen, obwohl hier vom ersten Sommer an auch Araukarien, Kamelien, Akazien, Sagopalmen und eine Sammlung tropischer Aronstabgewächse wuchsen, die der frühere Direktor der Hofgärten Heinrich Wilhelm Schott zusammengestellt hatte.

An bestimmten Tagen ließ man die Öffentlichkeit gegen ein geringes Entgelt hinein. Es kamen so viele Besucher, dass sie die Gärtner bei der Pflege der Pflanzen störten. Im April achtzehnhundertvierundachtzig musste der Zugang auf drei Stunden montags und donnerstags beschränkt werden.

Die ursprüngliche Gliederung ist erhalten geblieben. Heute halten die Gärtner im südlichen Pavillon mindestens achtzehn Grad, im mittleren zwölf und im nördlichen sechs. Die drei gläsernen Baukörper bleiben drei unterschiedliche Klimazonen, wegen derer Vetter und Segenschmid europäische Gewächshäuser bereisten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktKronprinzengarten
Eintrittmit Ticket

Das Palmenhaus Schönbrunn ist das ganze Jahr über geöffnet. Die Österreichische Bundesgärten geben Mai–September 10:00–18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr, an; Oktober–April 10:00–17:00 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr. Der offizielle Ticketverkäufer kann die Zeiten gesondert aktualisieren.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Konstruktion lässt sich von außen gut betrachten. Wenn Sie die Sammlung im Inneren sehen möchten, klären Sie den Zugang zum Gewächshaus vorher und planen Sie dafür eigene Zeit ein.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie entlang der Gartenfassade zum Ostflügel und treten Sie an den Kronprinzengarten heran.

Stopp 5 von 6Weiter: Kronprinzengarten

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Schönbrunn: Schloss und kaiserlicher Park“ — 6 Stopps, ca. 3,1 km, 2,5—3 Stunden.

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