Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Stufenförmiger Ziegelsockel
- Achteckiger Turm
- Nördlicher Eingang
- Arabische Inschrift
Die Geschichte des Ortes
Die Chaukhandi-Stupa markiert den Ort, zu dem Gautama zu Menschen kam, die ihn verlassen hatten. Nach dem Erwachen suchte er seine ersten Zuhörer und wählte fünf wandernde Asketen: Zuvor hatten sie ihn während seiner härtesten Prüfungen gepflegt und erwartet, dass er als Erster Befreiung erreichen und sie dann lehren würde.
In Uruvela hörte Gautama beinahe auf zu essen. Er brachte sich so weit zur Erschöpfung, dass er beim Versuch aufzustehen zu Boden fiel, doch er verstand: Schmerz an sich bringt dem Ziel nicht näher. Als er wieder Reis und Brei annahm, entschieden die fünf, ihr Gefährte habe aufgegeben und sei zu einem bequemen Leben zurückgekehrt. Für sie war das Verrat am gemeinsamen Weg. Sie hatten ihre Häuser verlassen, lebten von Almosen und verbanden ihre Hoffnung auf Befreiung gerade mit dem Verzicht auf körperliche Bedürfnisse. Die fünf gingen nach Isipatana – so nannte man damals diese Gegend bei Varanasi.
Als sie Gautama wieder sahen, vereinbarten sie, nicht aufzustehen, um ihm entgegenzugehen, und seine Schale und sein Gewand nicht anzunehmen. Sie erlaubten lediglich, einen Sitz vorzubereiten: Er sollte sich setzen, wenn er wollte. Doch als Gautama näher kam, zerfiel die Vereinbarung. Einer nahm Schale und Gewand an, ein anderer bereitete den Sitz, ein dritter brachte Wasser zum Waschen der Füße. Dabei sprachen sie den Ankommenden weiterhin einfach als Gautama und Freund an – als einen Gleichgestellten, der die selbst gewählte Prüfung einst nicht durchgehalten hatte.
Gautama erklärte, er habe das Erwachen erreicht und könne ihnen den Weg zeigen. Die fünf widersprachen: Wenn die früheren qualvollen Übungen kein Ergebnis gebracht hätten, woher stamme das Ergebnis dann, nachdem er wieder zu essen begonnen hatte? Sie wiederholten diesen Vorwurf dreimal. Dann fragte Gautama, ob sie zuvor schon einmal eine ähnliche Erklärung von ihm gehört hätten. Die fünf räumten ein: Nein, nie. Danach erklärten sie sich bereit zuzuhören.
Während zwei oder drei um Almosen gingen, lehrte Gautama die übrigen. Alle sechs aßen, was sie sammeln konnten. Nach einer frühen buddhistischen Erzählung erreichten die fünf die Befreiung, um derentwillen sie ihre Häuser verlassen hatten, und wurden zu den ersten Schülern Buddhas, zum Kern der Sangha.
Die Chaukhandi-Stupa markiert nach buddhistischer Tradition den Ort dieser Begegnung; die genaue Lage der alten Szene können Archäologen nicht beweisen. Das Ziegeldenkmal entstand viel später – ungefähr im fünften oder sechsten Jahrhundert. Es wurde als stufenförmiges Denkmal errichtet, nicht als Grabmal. Den Namen „Chaukhandi“ verbindet man gewöhnlich mit dem vierarmigen Grundriss der Basis.
Der achteckige Turm oben stammt bereits aus der Mogulzeit. Im Jahr eintausendfünfhundertachtundachtzig ließ Govardhan, der Sohn von Raja Todar Mal, ihn zum Gedenken an den Besuch des Mogulkaisers Humayun an diesem Ort aufstocken. Davon berichtet eine arabische Inschrift über dem nördlichen Eingang. Spätere Erzählungen machten aus Humayuns Besuch eine Rettung vor Verfolgern, doch die Inschrift enthält keine solche Geschichte.
Von Schale, Sitz und Wasser zum Waschen der Füße ist nichts erhalten. Die Stupa steht allein südlich der Hauptruinen von Sarnath: dort, wo die Tradition die Begegnung Buddhas mit Menschen verortet, die beschlossen hatten, ihn nicht zu empfangen.
Praktisch vor Ort
Der Zugang zu dem von ASI geschützten Denkmal kann je nach Tor/Ticketverkauf unterschiedlich sein; prüfen Sie die örtlichen Öffnungszeiten am selben Tag, bevor Sie davon ausgehen, dass es geöffnet ist.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Treten Sie besser einige Schritte zurück, um die zwei Teile des Bauwerks zu erkennen. Steigen Sie nicht auf das Mauerwerk und versuchen Sie nicht, sich den gesperrten Bereichen zu nähern.
