Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Betonturm
- Bogendurchgang unter dem Leuchtturm
- Chehalis Cross
Die Geschichte des Ortes
William David Jones erhielt hier einen Leuchtturm ohne Wohnhaus. Im Jahr tausendachthundertneunzig wurde er zum ersten Leuchtfeuerwärter am Brockton Point ernannt. Jones musste das Licht und die Nebelglocke warten und bei einem Unglück aufs Wasser hinausfahren. Für Schiffe, die den Hafen verließen, wurde der Leuchtturm am Prospect Point von den Bäumen des Stanley Park verdeckt. Die roten und weißen Lichter am Mast bei Jones markierten die Stelle, an der Kapitäne zur engen Ausfahrt aus der Bucht abbiegen sollten.
Dem Wärter wurde keine Unterkunft zur Verfügung gestellt, und er baute neben dem Turm eine Hütte aus angeschwemmten Baumstämmen. Die Bezahlung war gering. Jones zog hier Blumen und verkaufte sie; dieser Handel brachte ihm mehr ein als der Dienst am Leuchtturm. Den Standort konnte er jedoch nicht verlassen: Licht, Glocke und Rettungsboot erforderten eine Person vor Ort.
Am einundzwanzigsten Juli neunzehnhundertsechs fuhr der hölzerne Schlepper Chehalis an der Landspitze vorbei hinaus. Gegenüber dem Leuchtturm wurde er vom großen Dampfschiff Princess Victoria gerammt. Der Schlepper kenterte und sank fast sofort. Jones stürzte zum Boot. Der Maschinist der Chehalis geriet in die Nähe der Schiffsschrauben des Dampfschiffs; der Wärter schaffte es, ihn herauszuziehen. Acht Menschen kamen ums Leben. Ihre Kameraden und Freunde errichteten noch im selben Jahr westlich des Leuchtturms das steinerne Chehalis Cross. Das Wrack des Schleppers blieb einige hundert Meter vom Ufer entfernt unter Wasser.
Bis zum Jahr neunzehnhundertsieben schrieb man Jones die Rettung von sechzehn Menschen zu. Nach der Katastrophe wurde ihm außerdem die Regelung des Schiffsverkehrs übertragen: Seit neunzehnhundertneun ließ Jones Schiffe mit einem Semaphor aus dem Hafen auslaufen, während der Wärter am Prospect Point die einlaufenden Schiffe übernahm. Dienst war zu jeder Zeit erforderlich. Für einen Helfer gab Jones mehr aus, als er als Zulage für die neue Aufgabe erhielt. Das Semaphor am Brockton Point wurde erst im Jahr neunzehnhundertachtzehn abgeschafft.
Der heutige Betonturm wurde unter Jones im Jahr neunzehnhundertfünfzehn in Betrieb genommen. Die Öffnung an seinem Fuß war als Ausgang für das Rettungsboot geplant. Doch Strömung und Gezeiten an der Landspitze erwiesen sich als zu stark: Das Boot von hier aus zu Wasser zu lassen, war fast unmöglich. Die Öffnung wurde dem unteren Weg der Ufermauer überlassen. Deshalb gehen heute Fußgänger und Radfahrer unter dem Leuchtturm hindurch – dort, wo man das Boot des Wärters unterbringen wollte.
Der Name der Landspitze entstand vor dem Leuchtturm. Im Jahr achtzehnhundertneunundfünfzig untersuchte Francis Brockton, der leitende Maschinist des britischen Vermessungsschiffs HMS Plumper, die Halbinsel und fand Kohle beim heutigen Coal Harbour. Die Proben wurden im Schiffsofen verbrannt: Sie brannten gut und erzeugten wenig Rauch. Der Schiffskommandant George Henry Richards meldete den Fund dem Gouverneur und erwartete, dass örtlicher Brennstoff die Entwicklung der Kolonie fördern würde. Unternehmer beeilten sich, das Recht zur Erkundung zu erhalten, doch Kohlevorkommen von industriellem Wert wurden hier nicht gefunden.
Richards nannte die Bucht Coal Harbour – Kohlehafen – und die Landspitze nach seinem Maschinisten. Hier gibt es kein Bergwerk, Jones’ Haus und seine Blumengärten sind verschwunden, und der föderale Navigationsdienst gab den Leuchtturm im Jahr zweitausendfünf auf. Geblieben sind Brocktons Name, das Chehalis Cross und der Bogen, durch den der Uferweg unter dem ehemaligen Navigationslicht hindurchführt.
Praktisch vor Ort
Offener Teil des Stanley Park; Blick vom Uferweg oder von Straßenniveau. Die Öffnungszeiten des Parks sind normalerweise 06:00-22:00, sofern nicht anders angegeben.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie hinter den Absperrungen und rechnen Sie nicht damit, dass ein Kanonenschuss ein fester Bestandteil des Besuchs ist.
