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Portal de la Valldigna

Portal de la Valldigna

Der Umbau von 1942 zeigt, wie ein mittelalterlicher Durchgang in neuen Wohnhäusern erhalten werden konnte.

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Enrique Íñiguez Rodríguez ( Qoan ) · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Steinbogen
  • Keramikpaneel über dem Durchgang
  • Balkongitter
  • Vorspringende Dachstützen

Die Geschichte des Ortes

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Das Portal de la Valldigna ist in ein Wohnviertel eingebaut: Ein Steinbogen führt unter einer Fassade mit Balkongittern und vorspringenden Dachstützen hindurch. Daneben stand einst das Stadthaus eines Zisterzienserklosters, von dem aus Mönche und Verwalter die Angelegenheiten eines etwa fünfzig Kilometer von Valencia entfernten Klosters besorgten. Das Haus ist verschwunden, doch sein Name blieb dem Durchgang und der Straße erhalten. Das Keramikpaneel über dem Bogen entstand im zwanzigsten Jahrhundert als Ersatz für ein früheres Bild.

Der Steinbogen wurde im Jahr vierzehnhundert in die islamische Mauer aus dem elften Jahrhundert gebrochen. Bis dahin hatten christliche Baumeister Valencia bereits mit einem neuen, breiteren Festungsgürtel umgeben, und die frühere Außenmauer lag nun innerhalb der Stadt. Dahinter befand sich die Morería, ein abgegrenztes Viertel der Muslime, die nach der christlichen Eroberung in Valencia geblieben waren. Damit Bewohner und Handwerker zwischen dem Viertel und dem übrigen Stadtgebiet hindurchgehen konnten, richtete man diesen Durchgang in der alten Mauer ein. Er hatte keine Torflügel.

Der Name kam von der anderen Seite des Bogens. Daneben stand ein Stadthaus, die städtische Vertretung des Zisterzienserklosters Monestir de Santa Maria de la Valldigna. Hier besorgten die Mönche und ihre Verwalter die Angelegenheiten des weit entfernten Klosters, das etwa fünfzig Kilometer von Valencia entfernt lag. Die Nachbarschaft war so auffällig, dass ihr Name zunächst auf den Durchgang und dann auf die Straße überging. Auch das Bild über dem Bogen verweist auf das Kloster, doch das heutige Paneel ist eine Kopie aus dem zwanzigsten Jahrhundert; das ursprüngliche Bild wurde im Jahr eintausendfünfhundertneunundachtzig angebracht.

Die mittelalterliche Mauer ging nach und nach in private Häuser ein. Die Nachbarn stützten ihre Decken darauf ab, nahmen den Raum über dem Durchgang in Besitz und bauten Zimmer an. Daher gehörte das Portal im zwanzigsten Jahrhundert den Eigentümern der Häuser mit den Nummern zwölf und vierzehn und bildete mit ihnen eine einzige Konstruktion.

Im Jahr neunzehnhundertzweiundvierzig beauftragte die Eigentümerin der Häuser, Elena Castillo y Arnedo, Marquesa de Llanera, den Architekten Antonio Gómez Davó, die baufälligen Räume abzureißen und an ihrer Stelle bewohnbare Wohnungen zu errichten. Es war ein rechtmäßiger Auftrag der Bauherrin, den der Architekt zu erfüllen zusagte. Doch innerhalb ihres Grundstücks blieben die Hälfte eines islamischen Turms und mehrere Meter Mauer erhalten, und Gómez Davó gehörte der Real Academia de Bellas Artes de San Carlos an und setzte sich für ihren Erhalt ein.

Zunächst wollte er die alte Fassade an ihrem Ort belassen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass das Fundament an der Treppe abgesackt war, einer der Balken gebrochen war und der Mörtel zwischen den Ziegeln zerbröselte. Ohne die inneren Decken konnte die Fassade auf die Nachbargebäude stürzen. Gómez Davó lehnte es schriftlich ab, die Verantwortung für die Arbeiten zu übernehmen, falls die gefährliche Mauer stehen bleiben sollte. Das Ministerium genehmigte den Abriss, verlangte jedoch, die Fassade nachzubilden, die alten Balkongitter und Fliesen wieder anzubringen und die vorspringenden Dachstützen zu erhalten.

Den eigentlichen Abbruch übertrug Gómez Davó seinem Kollegen Salvador Pascual. Die Häuser wurden abgetragen und neu errichtet, die alten Elemente wiederverwendet und die fehlenden nachgebildet. Die Marquesa erhielt neue Wohnungen, der Architekt vollendete den Auftrag, und der steinerne Durchgang blieb an seinem früheren Ort.

Von der Seite des Carrer de Baix hat sich die Kontur des Portals seit jenem Umbau kaum verändert. Mittelalterlich ist hier der Steinbogen selbst; die Häuser, die ihn oben und seitlich umfassen, gehören weitgehend zum Wiederaufbau der vierziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Das muslimische Viertel und die klösterliche Vertretung nebenan gibt es nicht mehr, doch die Grenze des einen und der Name der anderen sind in diesem Durchgang erhalten geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktCarrer dels Cavallers
Eintrittvon außen

Das Portal lässt sich direkt von der Straße aus besichtigen und erfordert keinen gesonderten Eintritt. Versperren Sie Bewohnern und Passanten nicht den Durchgang, besonders während Sie zuhören.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom alten Durchgang zur palastgesäumten Straße Carrer dels Cavallers.

Stopp 6 von 8Weiter: Carrer dels Cavallers

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barri del Carme: Tore, Mauern und Schichten der Stadt“ — 8 Stopps, etwa 2,6 km, 2-3 Stunden.

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