Stopp 1 von 9

Mariä-Entschlafens-Platz

Успенская площадь

Hier wird sichtbar, wie der neue Stadtplan bis zu den Verkaufstheken der Kleinhändler vordrang.

12 Min.
Panorama des Mariä-Entschlafens-Platzes in Uglitsch mit Handelsreihen und historischen Gebäuden.
Lion10~commonswiki · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
123456789

0 von 9 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Offene Fläche vor der Sobor-Brücke
  • Steinerne Handelsreihen
  • Kasaner Kirche

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Die breite Fläche vor der Sobor-Brücke, steinerne Handelsreihen an den Rändern und die Kasaner Kirche fassen den früheren Stadtmarkt zu einem Platz zusammen. Seine östliche Hälfte erhielt ihren Namen von der Mariä-Entschlafens-Kirche, die an der Straße nach Jaroslawl neben der Kasaner Kirche stand. Durch diesen Teil der Stadt führte der Verkehr zum Uglitscher Kreml und auf die große Straße: Eine Überquerung führte über den Graben, die andere über den Kamenni-Bach.

Im August eintausendachthundertdrei blieben mehrere Kaufleute und Kleingewerbetreibende aus Uglitsch ohne Platz zum Handel. Sie verkauften ihre Waren aus Truhen und Buden auf dem Hauptmarkt der Stadt. Die Obrigkeit befahl, diese Bauten abzureißen, und die Händler konnten sich nicht am Bau steinerner Handelsreihen beteiligen. In ihrer Eingabe schilderten sie ihre Lage unverblümt: Sie hätten „keinen Platz, um ein Gewerbe zu betreiben“, weshalb sie das „größte Unglück, den Verfall unseres Vermögens“ erlitten.

Sie baten die Stadtduma, kleine hölzerne Läden bei der Mariä-Entschlafens-Kirche zu erlauben. Für diese Menschen bedeutete eine Verkaufstheke den täglichen Verdienst, doch sie konnten sie nicht mehr nach eigenem Ermessen aufstellen. Nach dem Generalplan von eintausendsiebenhundertvierundachtzig sollten der alte Waldmarkt, Heumarkt und Brotmarkt zu einem regelmäßigen Stadtzentrum mit geraden Straßen und vorgeschriebenen Fassaden zusammengeführt werden. Selbst ein günstiger Holzladen musste sich in die genehmigte Zeichnung einfügen.

Die Duma leitete die Bitte an Michail Golizyn weiter, den Gouverneur von Jaroslawl, von dem die Genehmigung abhing. Golizyn stimmte zu, verbot den Händlern jedoch, die errichteten Läden zu verkaufen. Wenn jemand seinen Platz aufgab, konnte die Stadt ihn einem anderen Interessenten überlassen oder eine Gebühr zu ihren Gunsten erheben. Im März des folgenden Jahres händigte man den Antragstellern einen Plan und eine Fassadenzeichnung aus. Auf dem Stadtplan von eintausendachthundertsiebzehn ist vor der Sobor-Brücke zum Uglitscher Kreml bereits ein dreieckiger hölzerner Handelsbau eingezeichnet. Das weitere Schicksal jedes Antragstellers ist unbekannt; der von ihnen verlangte Platz für ihr Gewerbe entstand.

Während diese Eingabe behandelt wurde, ordnete Golizyn an, in Uglitsch drei weitere Brücken, ein städtisches Schankhaus sowie Fleisch-, Brot- und Kalatsch-Läden einzurichten. Zwei Brücken bestimmten den Verkehr durch diesen Teil des Marktes: Eine führte über den Graben in den Uglitscher Kreml, die andere überquerte den Kamenni-Bach am Beginn der Jaroslawler Straße. In einer Angelegenheit kamen kleine Verkaufstheken, die Zufahrt zur Festung und die Straßen zusammen, auf denen Waren zum Platz geliefert wurden.

Die Mariä-Entschlafens-Kirche diente in der Eingabe als allen verständlicher Orientierungspunkt. Mariä Entschlafung ist die kirchliche Bezeichnung für den Tod der Gottesmutter; die diesem Ereignis geweihte Kirche gab der östlichen Hälfte des Handelszentrums ihren Namen. Die westliche Hälfte wurde nach der benachbarten Kirche Kasaner Platz genannt. In den sowjetischen Jahrzehnten wurde der Mariä-Entschlafens-Platz zum Platz der Kommune, später erhielt er seinen früheren Namen zurück.

Die Kirche selbst stand am Beginn der Jaroslawler Straße neben der Kasaner Kirche. Sie wurde eintausendneunhundertsiebenundzwanzig geschlossen und in den dreißiger Jahren zerstört. Auch der dreieckige Bau, den die Händler durchgesetzt hatten, verschwand. Vor der Sobor-Brücke ist jetzt eine offene Fläche geblieben; Geschäfte befinden sich in anderen erhaltenen steinernen Handelsreihen. Von der Kirche bei den alten Läden ist der Name des Platzes erhalten geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktZarewitsch-Dimitri-Kirche „auf dem Blut“
Eintrittfrei zugänglich

Städtischer Raum ohne Besuchsregelung.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Platz von den erhaltenen Handelsreihen aus: So lässt sich ihr kleiner Maßstab leichter mit dem verschwundenen Handelszentrum vergleichen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie die Brücke und gehen Sie zur Dimitri-Kirche am Wolgahang.

Stopp 1 von 9Weiter: Zarewitsch-Dimitri-Kirche „auf dem Blut“

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Uglitsch: Vom Uglitscher Kreml zum Wasserkraftwerk Uglitsch“ — 9 Stopps, 2,6 km, 3 Std. 45 Min..

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt