Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Hängespannweite
- Brückenstützen
- Twerza
- Reihe zweigeschossiger Häuser
Die Geschichte des Ortes
Über den heutigen Hängeübergang gehen Fußgänger zwischen dem Platz an einem Ufer der Twerza und der Twerza-Uferpromenade am anderen. Früher unterhielt man hier einen schwimmenden Übergang: Ein hölzerner Weg lag auf verbundenen Stützen, und nachts zog man ihn für Flussschiffe auseinander. Bei Frühjahrshochwasser nahm man den Belag ganz weg, und die Menschen wurden auf einer Fähre über den Fluss gebracht, die an einem Seil gezogen wurde. In den zweigeschossigen Häusern entlang der Uferpromenade hielten Händler unten Läden und wohnten oben, sodass die Verbindung der Ufer Teil ihres täglichen Geschäfts war.
Die erste feste Brücke an dieser Stelle wurde aus einer Konstruktion errichtet, die die Eisenbahnverwaltung für einen anderen Fluss verworfen hatte.
Bis zur zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts verband eine Pontonbrücke die Ufer der Twerza – ein hölzerner Belag auf gekoppelten schwimmenden Stützen. Nachts zog man sie auseinander, um Schiffe durchzulassen. Im Frühjahr, wenn der Fluss über die Ufer trat, räumte man die Brücke weg, und Fährleute zogen die Fähre an einem Seil. Gerade dort hing der Übergang vom Wasser ab, wo das besonders unbequem war. In den Häusern an der Twerza-Uferpromenade hielten Kaufleute unten Läden, wohnten oben und verdienten an Waren, die von einem Ufer zum anderen gebracht werden mussten. Der Fluss diente Schiffen als Straße, und die Pontonbrücke versperrte diese Straße zugunsten des Landverkehrs.
Anfang der achtziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts beschlossen die für die städtische Wirtschaft zuständigen Menschen in der Torschoker Stadtverwaltung, einen festen Übergang einzurichten. Eine geeignete Metallkonstruktion hatte die Eisenbahnverwaltung bereits für eine Brücke über die Logowesch, einen Nebenfluss der Twerza, hergestellt, dann jedoch verworfen. Die Stadtverwaltung bezahlte dafür dreißigtausend Rubel – eine beträchtliche Summe aus städtischen Mitteln – und in den Jahren achtzehnhunderteinundachtzig und achtzehnhundertzweiundachtzig errichteten Bauleute die Brücke hier. Kaufleute, Fuhrleute und Käufer erhielten eine dauerhafte Verbindung zwischen dem Handelsviertel der Stadt und dem linken Ufer; das nächtliche Auseinanderziehen des Übergangs und die Frühlingsfähre waren nicht mehr erforderlich.
Während des Großen Vaterländischen Krieges wurde die Brücke mehrmals bombardiert. Direkte Treffer gab es nicht, doch Explosionen und schwerer Verkehr verschoben die Konstruktion auf ihren Stützen. Im Jahr neunzehnhundertsechsundvierzig richteten Reparaturarbeiter sie wieder aus, ohne den Verkehr zu unterbrechen. Dann gab es so viele Autos, dass Bauleute Ende der sechziger Jahre unweit davon eine neue Straßenbrücke errichteten. Den alten Übergang überließ man Menschen ohne Autos, später wurde er abgebaut.
Die heutige Hängebrücke wurde im Jahr zweitausenddrei fertiggestellt. Von der von der Stadtverwaltung gekauften Konstruktion sind hier keine Spannweiten erhalten: Erhalten blieb die Trasse des Übergangs selbst – vom Platz am rechten Ufer zur Twerza-Uferpromenade. Auch die gegenüberliegende Häuserzeile ist nicht vollständig alt: Ende der neunziger Jahre wurden Teile der Fassaden nach der historischen Bebauung rekonstruiert, wobei Größe und Umrisse der Gebäude stellenweise verändert wurden. Unter dem heutigen Belag verläuft dieselbe Linie, für die die Torschoker Kaufleute und die Stadtverwaltung einst dreißigtausend Rubel riskierten.
Praktisch vor Ort
Öffentlich zugänglicher Stadtraum ohne festgelegte Öffnungszeiten.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Halten Sie auf der Brücke den Durchgang frei und achten Sie bei feuchtem Wetter auf den rutschigen Belag. Die besten Beobachtungen ergeben sich bei einem ruhigen Übergang, ohne dass ein Besuch von Innenräumen erforderlich ist.
