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Sinagoga del Tránsito

Sinagoga del Tránsito — Museo Sefardí

Der Saal zeigt den Preis königlicher Gunst, indem er nebeneinander den Namen des Schatzmeisters und das Lob des Königs bewahrt, der dessen Vermögen konfiszierte.

38 Min.
Der Gebetssaal der Sinagoga del Tránsito mit geschnitzten Wänden und Holzdecke.
Fernando · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Nischen der Ostwand
  • Wappen Kastiliens und Leóns
  • Hebräische Inschriften
  • Steinbogen über dem Grab des Komturs

Die Geschichte des Ortes

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Die Ostwand dieses hohen Saals wird von Nischen durchbrochen, über denen kastilische Wappen und hebräische Schriftzeichen nebeneinander stehen. Hier betete die jüdische Gemeinde Toledos, und nach der Vertreibung der Juden übergab man den Raum dem Calatravaorden, der ihn in eine Kirche und eine Begräbnisstätte für Ritter verwandelte. Der heutige Name stammt von einem Gemälde über den Tod der Gottesmutter, das einst über dem Grab eines der Komture hing; das Gemälde selbst wird seit Langem im Museo del Prado aufbewahrt. Heute bildet der frühere Gebetssaal das Herz des Sephardischen Museums.

Im vierzehnten Jahrhundert konnte Samuel ha-Leví von seinem eigenen Haus unmittelbar hierher gelangen: Seine Residenz war durch einen eigenen Durchgang mit der Synagoge verbunden. Samuel war der oberste Schatzmeister des kastilischen Königs Pedro des Ersten. Er zog die königlichen Einnahmen ein, verwahrte das der aufständischen Aristokratie abgenommene Vermögen und stellte Geld für Feldzüge bereit. Seine Stellung und sein Reichtum hingen vom Vertrauen eines einzigen Menschen ab – des Königs.

Neue Synagogen durfte man damals nur ausnahmsweise errichten. Samuel erwirkte von Pedro eine solche Genehmigung und baute Ende der fünfziger Jahre des vierzehnten Jahrhunderts neben seinem Haus diesen Gebetssaal. In den Nischen der Ostwand bewahrte man Torarollen auf; darüber brachte man die Wappen Kastiliens und Leóns sowie hebräische Inschriften an. Eine rühmt Pedro als großen Herrscher und bittet Gott, ihn zu beschützen. Eine andere nennt Samuel selbst die Stütze des Hauses Levi und des Hauses Israel. Der Auftraggeber schrieb sowohl den Schutzherrn, der ihm das Bauen erlaubt hatte, als auch sich selbst in die Wände ein.

Im Jahr eintausenddreihundertsechzig, kurz nach der Fertigstellung der Synagoge, beschuldigte Pedro den Schatzmeister, Geld veruntreut zu haben. Samuel wurde verhaftet, nach Sevilla gebracht und gefoltert, um Auskünfte über verborgene Reichtümer zu erlangen. Er starb unter der Folter, und der König konfiszierte sein Vermögen. An der Wand des Gebetssaals stehen nebeneinander der Name des Menschen, der auf Pedros Befehl getötet wurde, und das Lob auf Pedro selbst.

Der Saal diente bis zur Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahr eintausendvierhundertzweiundneunzig weiter als Synagoge. Danach übergaben die Könige Ferdinand und Isabella das Gebäude dem militärischen Calatravaorden. Hier richtete man die Iglesia de San Benito ein, und der frühere Gebetssaal wurde zugleich zur Begräbnisstätte der Ritter.

Von einem dieser Begräbnisse stammt der heutige Name. Mitte des sechzehnten Jahrhunderts beauftragte Íñigo de Ayala y Rojas, Komtur des Calatravaordens, den Maler Juan Correa de Vivar mit einem Bild für die Kapelle, in der er begraben werden wollte. Das Bild zeigte den Tod der Gottesmutter – ihren Übergang aus dem irdischen Leben, auf Spanisch „tránsito“. Das Gemälde brachte man unter einem Steinbogen über dem Grab des Komturs an. Ab dem siebzehnten Jahrhundert nannte man die Kirche nach diesem Bild Kirche Sinagoga del Tránsito; der christliche Name blieb auch an der ehemaligen Synagoge haften.

Heute befindet sich hier das Sephardische Museum, und als sein wichtigstes Exponat gilt der Gebetssaal selbst. Das Gemälde, das ihm den Namen gab, befindet sich im Museo del Prado. In Toledo sind die für das Bild bestimmte Grabnische, der Name Sinagoga del Tránsito und die hebräischen Inschriften Samuel ha-Levís erhalten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort38 Min.
Nächster PunktSinagoga de Santa María la Blanca
Eintrittmit Ticket – 3 Euro

Dienstag–Samstag 09:30–20:00; Sonntag und Feiertage 10:00–15:00; Montag geschlossen. Gemeinschaftsticket 3 Euro.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Beschränken Sie sich nicht auf den Gesamtblick: Der Sinn liegt in den Texten und den oberen Dekorzonen. Sehen Sie sich die Museumsausstellung erst nach dem Saal an.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinaus zur Reyes Católicos und bergauf zur benachbarten ehemaligen Synagoge.

Stopp 7 von 8Weiter: Sinagoga de Santa María la Blanca

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

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