Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Kufische Ziegelinschrift
- Dreipassbögen
- Gitter aus hochkant gestellten Ziegeln
- Weißer Stein im Pflaster
Die Geschichte des Ortes
Unter dem heutigen christlichen Namen ist die kleine Moschee Bab al-Mardum erhalten, die nach den benachbarten zugemauerten Toren benannt wurde. Vier alte Säulen teilen ihren quadratischen Gebetssaal in neun Felder, und über jedem erhebt sich ein eigenes Gewölbe. Nach der Übergabe an die Hospitalritter wurde an den Saal ein Altarraum mit halbrunder Apsis angebaut, doch der alte Raum wurde nicht umgebaut. Deshalb setzt sich der islamische Saal hier in einem christlichen Altar fort.
Im Februar tausendachthundertneunundneunzig reparierten Arbeiter die an die alte Kapelle angebauten Räume des Aufsehers. Unter einem dicken Kalkputz kam ein arabisches Ziegelmuster zum Vorschein. Die Freilegung wurde fortgesetzt, und eine ganze Fassade lag offen: Dreipassbögen, ein Gitter aus hochkant gestellten Ziegeln und eine lange Inschrift in kantigen kufischen Buchstaben.
Für diesen Fund hatte niemand Geld eingeplant. Der Kostenvoranschlag sah eine gewöhnliche Reparatur vor und war fast ausgeschöpft. Die Fassade vollständig freizulegen bedeutete, die Wohnung des Aufsehers abzureißen und ihm eine andere zu bauen, dann die benachbarten privaten Anbauten aufzukaufen, die sich an die alten Mauern lehnten. Die Denkmalschutzkommission von Toledo begann, bei der Provinz und der Regierung um Mittel zu bitten. Ihre Mitglieder bemühten sich um den Schutz des Gebäudes, bevor ein weiterer Umbau den Fund verdeckte oder beschädigte.
Die Inschrift teilte mit, was man zuvor nicht sicher wusste. Am Ende des Jahres neunhundertneunundneunzig bezahlte der wohlhabende Toledaner Ahmad ibn Hadidi den Bau dieser Moschee aus eigenen Mitteln, in der Erwartung, dafür von Gott belohnt zu werden. Womit Ahmad selbst seinen Lebensunterhalt verdiente, ist unbekannt; seine Familie stellte den Herrschern von Toledo später Richter und Minister. Musa ibn Ali und Saada leiteten die Arbeiten. Ihre Namen wurden nicht auf einer eigenen Platte eingemeißelt: Die Bauleute fügten den Text aus denselben Ziegeln zusammen wie die Fassade.
Die Moschee hieß Bab al-Mardum – nach dem benachbarten Stadttor, dessen Name „Die zugemauerten Tore“ bedeutet. Vier wiederverwendete Säulen teilten den Gebetssaal in neun Felder mit unterschiedlichen Gewölben. Zu Beginn der elfhundertachtziger Jahre übergab der Erzbischof von Toledo die ehemalige Moschee den Hospitalrittern. Sie bewahrten den quadratischen Saal, bauten jedoch einen christlichen Altarraum mit halbrunder Apsis an. So entstand die Anlage, die bis heute hier besteht: Der islamische Gebetssaal endet in einem christlichen Altar.
Nach dem Fund schickte die Kommission Zeichnungen, Fotografien und Schutzersuchen an die Akademien in Madrid. Im März neunzehnhundert genehmigte die Regentin Maria Christina, die das Land für den minderjährigen Alfonso XIII. regierte, den Status eines Nationaldenkmals. Für die Arbeiter begann die Freilegung mit der Tünche im Zimmer des Aufsehers; für Ahmad ibn Hadidi endete sie mit der Rückkehr seines Namens nach neun Jahrhunderten. Die Ziegelzeile verläuft noch immer am oberen Teil der Fassade.
Der heutige Name erklärt sich durch eine andere Geschichte, die mit einer verborgenen Mauer verbunden ist. Cristo de la Luz bedeutet „Christus des Lichts“. Nach einer späten christlichen Überlieferung ritt König Alfonso VI., der Toledo gerade eingenommen hatte, im Jahr eintausendfünfundachtzig an der Moschee vorbei. Sein Pferd ging auf die Knie und weigerte sich weiterzugehen. Die Leute des Königs nahmen einen Teil der Mauer auseinander und fanden ein Kruzifix, vor dem noch immer eine Lampe brannte: Angeblich hatten Christen beide mehrere Jahrhunderte zuvor, vor der muslimischen Eroberung, verborgen.
Für diese Szene gibt es keinen dokumentarischen Beleg. Außerdem datieren Fachleute die mit der Überlieferung verbundene hölzerne Christusfigur ins vierzehnte Jahrhundert. Heute wird sie im städtischen Museo de Santa Cruz aufbewahrt. Bei der Moschee blieben der Name Cristo de la Luz und ein weißer Stein im Pflaster, der die Stelle markiert, an der das königliche Pferd der Überlieferung zufolge niederkniete.
Praktisch vor Ort
Täglich 10:00–18:45; Einzelticket 4 Euro; die Kasse schließt 10 Minuten vor Ende der Öffnungszeit.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Inschrift lässt sich von außen betrachten, doch der Unterschied zwischen den beiden Teilen des Gebäudes wird erst bei genauer Betrachtung des Innenraums verständlich.
