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Dimitri-Schewardnadse-Nationalgalerie

ეროვნული გალერეა

Diese Station erklärt, wie ein leer stehendes Militärmuseum in ein Haus georgischer Kunst verwandelt wurde.

25 Min.
Fassade der Nationalgalerie Georgiens an der Rustaweli-Allee.
Kober · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zentrale Fassade
  • Ausstellungssaal
  • Verglaste Decke
  • Name Dimitri Schewardnadses

Die Geschichte des Ortes

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Der große Saal unter der verglasten Decke ist so angelegt, dass die Gemälde Oberlicht erhalten. Die zentrale Fassade stammt aus der Zeit, als russische Militärangehörige hier eine militärhistorische Sammlung unterbrachten. Im Inneren hingen erbeutete Fahnen, lagen Waffen und wurden Gemälde über den Kaukasuskrieg gezeigt; außen brachte man Metalltafeln mit den Daten der Siege der russischen Armee an. Jetzt sind in diesen Sälen Bilder von Pirosmani zu sehen.

Im Jahr neunzehnhundertsiebzehn veranstaltete der Künstler Dimitri Schewardnadse hier eine Ausstellung mit Kopien alter georgischer Fresken. Nach dem Ende der Ausstellung blieb er im Gebäude. Nach den Erinnerungen seines Mitstreiters Giorgi Eristavi gab Schewardnadse seine Wohnung auf, zog in ein Souterrain und bewachte die leer stehenden Säle: Er fürchtete, sie könnten besetzt werden, und die georgischen Künstler hatten keine anderen Räume für die künftige Galerie.

Das Gebäude war für eine ganz andere Sammlung bestimmt. Ende des neunzehnten Jahrhunderts eröffneten russische Militärangehörige hier den militärhistorischen Ruhmestempel. In den Sälen hingen erbeutete Fahnen, Waffen und Gemälde von Schlachten des Kaukasuskriegs, an der Fassade wurden Metalltafeln mit den Daten der Siege der russischen Armee angebracht. Während des Ersten Weltkriegs brachte man die Exponate nach Russland. Zurück blieb ein fertiges Museum mit einem großen Saal und einer verglasten Decke, die Oberlicht spendete – genau solche Räume suchte Schewardnadse.

Ein Jahr zuvor hatte er die Gesellschaft georgischer Künstler gegründet. Ihre Mitglieder wollten alte Kunst erforschen und bewahren, Ausstellungen zeitgenössischer Künstler veranstalten, eine Bibliothek und eine ständige Galerie eröffnen. Zunächst brachten sie in das ehemalige Militärmuseum Kopien mittelalterlicher Fresken, die während Expeditionen angefertigt worden waren. Dann sicherte Schewardnadse der Gesellschaft das Gebäude selbst – zunächst durch seine Anwesenheit im Souterrain, später durch Briefe. Im Sommer neunzehnhundertachtzehn baten die Künstler den Bildungsminister, ihnen den leeren Ruhmestempel offiziell zu übergeben.

Im Frühjahr neunzehnhundertneunzehn kündigte Schewardnadse hier eine große Ausstellung moderner Malerei und Bildhauerei an. Die Arbeiten wurden direkt in diesem Haus entgegengenommen; Künstler aus anderen Städten konnten sie per Post schicken. Niko Pirosmani war bereits tot, deshalb mussten seine Bilder gesondert gesucht werden. Schewardnadse durchkämmte Keller, Läden und Duchane, in denen sie bei ihren früheren Besitzern geblieben waren. Mit gespendetem Geld konnten etwa zwanzig Werke erworben werden. Manche Besitzer weigerten sich, bekannte Bilder zu verkaufen, selbst als Museumsmitarbeiter dafür kamen.

Am Eröffnungstag betraten mehr als tausend Menschen die Säle. Dort waren Pirosmani, Lado Gudiaschwili, Dawit Kakabadse und andere Künstler vereint, die zuvor niemand zu einer gemeinsamen Geschichte der georgischen Kunst zusammengeführt hatte. Nach dieser Ausstellung gründete die Regierung der Republik eine Nationale Kunstgalerie, und Schewardnadse wurde zu ihrem ersten Direktor ernannt. Die erste staatliche Ausstellung eröffnete hier im Herbst neunzehnhundertzwanzig; aus den damals zusammengetragenen Werken entstand die Museumssammlung, die später die Grundlage eines eigenständigen Kunstmuseums wurde.

Im Jahr zweitausendzwölf erhielt die Nationale Kunstgalerie den Namen Dimitri Schewardnadses. Erhalten geblieben sind die zentrale Fassade des ehemaligen Ruhmestempels und der alte Ausstellungsraum. Im Inneren gibt es eine ständige Ausstellung von Pirosmani, und an dem Gebäude, das der Künstler einst aus dem Souterrain bewachte, steht nun sein Name.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktRustaweli-Theater
Eintrittmit Ticket

Di–So 10:00–18:00, letzter Einlass 30 Minuten vorher; montags und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen; den Eintrittspreis vor dem Besuch prüfen

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Ausstellung von Pirosmani und anderen Künstlern ist nur bei einem gesonderten Besuch zu sehen; prüfen Sie den Zugang ins Innere im Voraus.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie die Allee weiter bis zur Hauptbühne des Dramentheaters mit den Theaterplakaten.

Stopp 4 von 7Weiter: Rustaweli-Theater

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Rustaweli-Allee: Staat und Kultur“ — 7 Stopps, etwa 2,5 km, 1,5–2,5 Stunden.

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