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Worauf achten
- Fünftes Fluttor
- Schwimmender Anleger
- Ausflugsschiffe
- Tamsui-Fluss
Die Geschichte des Ortes
Am Fünften Fluttor liegt am Fluss eine Schwimmplattform vertäut, die heute von Ausflugsschiffen genutzt wird. Als am Ufer noch Fracht umgeschlagen wurde, zogen sich die Ladeplätze in einem Streifen daran entlang, statt an einem einzigen steinernen Anleger zusammenzulaufen. Große Schiffe warteten wegen des flachen Wassers weiter draußen im Flussbett, und die Fracht wurde auf kleinen Booten mit roten Bugspitzen zu ihnen gebracht. Später verlagerten Eisenbahn und Versandung den Warenexport nach Keelung, doch der heutige Anleger bewahrt die Verbindung dieses Uferabschnitts mit dem Flussverkehr.
Der Tee, dessentwegen hier ein Kai entstand, wuchs aus Schulden bei einem Fremden. John Dodd, ein britischer Händler, setzte Geld auf eine Ernte, die es noch nicht gab. Er kam wegen Kampfer in den Norden Taiwans, entschied sich dann aber, mit Tee Geld zu verdienen. Im Jahr achtzehnhundertsechsundsechzig brachte Dodd Oolong-Setzlinge aus Anxi mit und bot sie den örtlichen Landwirten auf Kredit an. Er versprach, ihnen die angebauten Blätter abzukaufen, während sein Komprador Li Chunsheng Darlehen vergab und mit den Bauern verhandelte. Als Komprador bezeichnete man einen Vermittler, der die Geschäfte einer ausländischen Firma mit örtlichen Lieferanten führte; von Li hing ab, ob die Menschen den Versprechen des Fremden glaubten.
Zunächst richtete Dodd in Mangka eine Teefabrik ein. Die dortigen Händler stellten sich gegen die ausländische Firma, und im Jahr achtzehnhundertneunundsechzig verlegte Dodd die Produktion nach Dadaocheng. Hier konnte seine Ware durch Lagerhäuser und lange Handelshäuser zum Wasser gebracht und dann flussabwärts in den seewärtigen Teil des Tamsui-Hafens verschifft werden. Dodd holte Fachleute aus Fujian, kaufte Ausrüstung und begann, den Tee vor dem Verkauf zu reinigen, zu sortieren und zu rösten.
Im selben Jahr transportierte man vom Ufer Dadaochengs die Kisten der ersten großen, direkt für die Vereinigten Staaten bestimmten Lieferung ab. Fast einhundertdreißig Tonnen Oolong wurden auf zwei große Segelschiffe verladen und unter Umgehung der Tee-Vermittler in Xiamen nach New York geschickt. Auf den Kisten stand der Name „Formosa-Oolong“: Die Ware wurde bereits als Tee aus Taiwan verkauft und nicht als namenlose chinesische Sorte.
Die Käufer nahmen ihn so gut auf, dass sich der Preis taiwanischen Tees innerhalb eines Jahres verdoppelte. Dodd gewann einen Markt, die Landwirte einen Käufer für die neue Ernte, und Li Chunsheng wurde durch den Handel reich und stieg vom angestellten Vermittler zu einem der größten Unternehmer Nordtaiwans auf. Auf die erste Lieferung folgten weitere ausländische Firmen und örtliche Teehäuser. In den besten Jahren gab es in Dadaocheng mehr als zweihundert Teeunternehmen, und die Hafenarbeiter ließen die Kisten am Kai nur bis zur Ankunft des nächsten Schiffs stehen.
Große Schiffe lagen allerdings nicht unmittelbar am Ufer. Der Fluss wurde flacher, deshalb musste man sie weiter draußen im Flussbett liegen lassen und die Fracht auf kleinen Booten mit rot gestrichenen Bugspitzen zu ihnen bringen. Der Kai bestand aus einem ganzen Streifen von Ladeplätzen und nicht aus einem einzigen steinernen Anleger. Die alten Güterliegeplätze erstreckten sich weiter nördlich, zwischen dem Dritten Fluttor und der Taipeh-Brücke.
Der heutige Kai am Fünften Fluttor entspricht ungefähr dem auf einer Karte aus dem Jahr neunzehnhunderteins markierten Abfahrtsort kleiner Flussdampfer. Später verlagerten Versandung und Eisenbahn den Teeexport in den Hafen von Keelung. Heute legen am schwimmenden Anleger Ausflugsschiffe ab; die Teekisten von Dodd und Li wurden hauptsächlich weiter nördlich am selben Ufer verladen.
Praktisch vor Ort
Offene Uferpromenade; die Öffnungszeiten des Containermarkts, der Boote und der Lokale bitte jeweils gesondert prüfen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Ufer ist Sonne, Regen und Wind ausgesetzt; bleiben Sie auf den erlaubten Wegen und gehen Sie nicht hinter die Absperrungen am Wasser.
