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Worauf achten
- Der einzige errichtete Gebäudeteil
- Hauptfassade
- Große zentrale Halle
Die Geschichte des Ortes
Hinter der Hauptfassade ist nur ein Teil des großen Entwurfs erhalten geblieben: Der Architekt plante vier Flügel und zwei Innenhöfe, doch die Mittel reichten nicht für den gesamten Komplex. Deshalb ähnelt der Gebäudeteil einem vollendeten Palast, obwohl in seiner Mitte eine riesige Halle eingerichtet ist, die für Volksfeste bestimmt war. Später kamen Besucher hierher, und nun sammelt man in diesen Mauern Gegenstände und Zeugnisse über den Alltag in Schweden und anderen nordischen Ländern. In den Beständen befindet sich auch der erste Gegenstand der Sammlung, ein handgewebter Wollrock aus Dalarna.
Am vierundzwanzigsten Oktober achtzehnhundertachtundachtzig nahm Artur Hazelius, ein ehemaliger Lehrer und Sammler von Gegenständen des Volkslebens, hier eine Schaufel und tat den ersten Spatenstich. Endgültige Pläne für das künftige Museum gab es noch nicht. König Oskar II. hatte der Stiftung Land auf Djurgården unter einer Bedingung überlassen: Der Bau musste innerhalb von fünf Jahren beginnen. Die Frist lief ab, und die symbolische Arbeit mit der Schaufel ermöglichte es, das Grundstück zu behalten.
Artur und seine Frau Sofi hatten sechzehn Jahre zuvor mit der Sammlung begonnen. Er hatte den Lehrerberuf bereits aufgegeben und lebte von seinen Einnahmen als freier Schriftsteller; sie übersetzte aus dem Englischen, und die Eheleute hielten Untermieter. Sofi war Arturs einzige Helferin bei dem neuen Unternehmen. In ihrer Wohnung häuften sich bäuerliche Kopfbedeckungen, Truhen, Kleidung und Werkzeuge. Für den Kauf einer weiteren Rarität ging bisweilen Geld drauf, das für einen neuen Gehrock oder einen Wintermantel zurückgelegt war.
Die erste Ausstellung eröffneten die Eheleute in gemieteten Räumen unter dem Namen „Skandinavisch-ethnographische Sammlung“. Wenige Monate später starb Sofi nach der Geburt eines Sohnes am Kindbettfieber. Artur blieb mit dem Säugling zurück und setzte ihre gemeinsame Arbeit fort. Die Sammlung wuchs, die Räume wurden zu eng, und im Jahr achtzehnhundertachtzig übergab Hazelius die Sammlung der von ihm gegründeten Stiftung für das schwedische Volk. Damals entstand der heutige Name. Die schwedische Inschrift an der Fassade bedeutet „Nordisches Museum“: Die Satzung schrieb vor, die Erinnerung an das Leben der Schweden und der mit ihnen verwandten nordischen Völker zu bewahren.
Der Architekt Isak Gustaf Clason entwarf für die Stiftung eine vierflügelige Festung mit zwei Innenhöfen. Die Spenden reichten nicht für den gesamten Entwurf, und nach der Stockholmer Industrieausstellung veränderten sich die Grundstücksgrenzen. Drei Flügel blieben auf dem Papier. Errichtet wurde ein Gebäudeteil mit einer riesigen Halle, die ursprünglich für Volksfeste bestimmt war. Gerade dieser einzige Gebäudeteil sieht heute wie ein vollendeter Palast aus.
Artur Hazelius starb im Jahr neunzehnhunderteins, als hier noch gearbeitet wurde. Die ersten Besucher betraten das Museum erst sechs Jahre später. Das Gebäude diente von Anfang an als Museum; im Inneren sammelt man weiterhin Gegenstände und Erzählungen über den Alltag in Schweden und anderen nordischen Ländern. In den Beständen befindet sich auch der Gegenstand mit der Nummer eins: ein handgewebter Wollrock, den Artur und Sofi während einer Reise durch Dalarna im Jahr achtzehnhundertzweiundsiebzig kauften.
Praktisch vor Ort
Täglich 10:00–17:00; von September bis Mai mittwochs 10:00–20:00. Einzelne Kinderbereiche und Sonderausstellungen können eigene Öffnungszeiten haben.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Hauptidee der Station lässt sich an der Fassade ablesen, ohne die Ausstellung zu besuchen. Wenn Sie die Sammlungen und die Halle mit Gustav Vasa sehen möchten, nehmen Sie sich für das Museum eigene Zeit und prüfen Sie die Eintrittsbedingungen im Voraus.
