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Volksplatz

Narodni trg — Pjaca

Der letzte Punkt zeigt, wie das politische Zentrum von Split die Palastmauern überschritt und die Verwaltungssprache wechselte.

17 Min.
Der Volksplatz von Split mit den Spitzbögen des Alten Rathauses.
JoJan · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die steinerne Fassade des Alten Rathauses
  • Die drei Bögen der Loggia

Die Geschichte des Ortes

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Hinter dem Eisernen Tor begannen die Bewohner des mittelalterlichen Split bereits im dreizehnten Jahrhundert, Häuser zu bauen. Das neue Viertel entstand rund um die Kirche und den Friedhof des heiligen Laurentius, deshalb nannte man den heutigen Volksplatz zunächst Breite des heiligen Laurentius. Später richteten die Stadträte hier das Rathaus, die Kanzlei, den Palast des von Venedig ernannten Fürsten und das Gefängnis ein. Auf dem Platz verkündete man Beschlüsse, verhandelte Gerichts საქმე und verglich Waren mit den kommunalen Maßen. Split passte bereits nicht mehr in den Diokletianpalast, und die Verwaltung der Stadt, die über dessen Mauern hinausgewachsen war, richtete man am westlichsten Eingang ein.

Im neunzehnten Jahrhundert hieß der Platz Herrenplatz. Zwanzig Jahre lang stand Ante Bajamonti an der Spitze der Gemeinde – ein Arzt, der seine Praxis zugunsten der Stadtpolitik aufgegeben hatte. Er brachte Wasser nach Split, erweiterte den Hafen, führte die Gasbeleuchtung ein und genoss große Unterstützung. Zugleich setzte sich Bajamonti dafür ein, dass Dalmatien von Historischem Kroatien getrennt blieb, und verband die Zukunft Dalmatiens immer stärker mit der italienischen Kultur.

Sein wichtigster Gegner wurde Gajo Bulat, ein Spliter Rechtsanwalt und Leiter der Volkspartei. Bulat lebte von seiner Anwaltspraxis und setzte sich dafür ein, dass die städtischen Einrichtungen, Gerichte und Schulen zur kroatischen Sprache übergingen. Eine gewöhnliche anwaltliche Tätigkeit gab ihm die Möglichkeit, Bajamontis Ruf zu schaden. Bulat vertrat Bischof Josip Juraj Strossmayer, der vierzigtausend Florin in Bajamontis Gesellschaft investiert hatte. Nachdem der Anwalt Zugang zu deren Unterlagen erhalten hatte, entdeckte er falsche Abrechnungen, vernachlässigte Geschäfte und nicht ausgezahlte Dividenden. Er veröffentlichte die Ergebnisse der Prüfung.

Zu Bajamontis Anhängern gehörten unter anderem Mitglieder eines bewaffneten Schützenvereins. Ihr Vereinslokal befand sich ebenfalls hier auf dem Platz, im Prini-Haus. Nachdem Mitglieder des Vereins sogar Soldaten der Stadtgarnison angegriffen hatten, forderte Bulat von der österreichischen Verwaltung die Auflösung des Gemeinderats. Im Jahr eintausendachthundertachtzig löste man den Rat auf, und bis zu den Wahlen wurde die Stadt von einem ernannten Kommissar geleitet.

Bulat bereitete sich weitere zwei Jahre auf die Abstimmung vor. Seine Anhänger gaben die zweisprachige Zeitung „Split“ heraus und verteilten sie an die städtischen Landwirte, die die frühere Verwaltung für verlässliche Wähler Bajamontis gehalten hatte. Bei den Wahlen des Jahres eintausendachthundertzweiundachtzig erhielten die Narodnjaci – Anhänger der kroatisch orientierten Volkspartei – achtundzwanzig Sitze gegenüber acht.

Die erste Sitzung eröffnete der älteste Ratsherr, der Kaufmann Ivan Brajević. Er war der Erste, der im Gemeinderat Kroatisch sprach. Die Ratsherren wählten den Rechtsanwalt Duje Rendić-Miočević zum Stadtoberhaupt und beschlossen, die Sitzungen auf Kroatisch abzuhalten und die Sprache anschließend an den Grundschulen einzuführen. Bajamonti behielt seinen Sitz im Dalmatinischen Landtag, doch seine Partei verlor ihre frühere Bedeutung. Bulat wurde zunächst Stellvertreter des neuen Stadtoberhaupts und leitete ab dem Jahr eintausendachthundertfünfundachtzig selbst die Gemeinde; er vollendete auch den Umbau des Gemeindehauses auf diesem Platz.

Im Jahr eintausendneunhundertzwölf legte der Stadtrat erstmals die Namen von Straßen und Plätzen systematisch fest. Den Herrenplatz nannte man Volksplatz – zum Gedenken an den Sieg der Narodnjaci und den Übergang der Stadtverwaltung zur kroatischen Sprache. Vom früheren kommunalen Komplex auf der Nordseite ist die dreibogige Loggia des Alten Rathauses erhalten geblieben; heute ist darin ein Ausstellungsraum geöffnet. Die Amtsstuben sind von hier verschwunden, doch die offizielle Adresse teilt weiterhin mit, wessen Sieg der Stadtrat im Namen bewahren wollte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort17 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich; Rathaus nach Zeitplan

Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet. Nach dem Sommerfahrplan ist das Alte Rathaus vom 30. März bis 31. Oktober 2026 dienstags bis sonntags von 10:00–20:00 geöffnet, montags und an Feiertagen geschlossen; letzter Einlass 30 Minuten vorher.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie am Rand um den Platz, um zu sehen, wie dicht Einrichtungen, Häuser und Cafés beieinanderstehen. Dies ist kein Museumshof; versperren Sie daher weder Eingänge noch den Betrieb der Lokale.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Hier endet der Spaziergang: Hinter Ihnen bleibt der Palast, vor Ihnen liegt der Platz einer Stadt, die über seine Mauern hinausgewachsen ist.

Stopp 9 von 9Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Diokletianpalast zu Split wurde“ — 9 Stopps, 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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