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Eisernes Tor

Željezna vrata

Anhand der Spuren an den Seitenwänden lässt sich die Abfolge von Wache, städtischem Gericht und Ladenlokalen rekonstruieren.

12 Min.
Das Eiserne Tor vom Volksplatz aus, mit Kirche und späteren Aufbauten.
Dennis G. Jarvis · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Vertikale Nuten des Hubgitters
  • Horizontale Spuren der Steinreihen
  • Grobes Mauerwerk der ehemaligen Läden
  • Innerer und äußerer Bogen

Die Geschichte des Ortes

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Als man den nördlichen und den östlichen Eingang des Palasts verschloss, führte durch diesen westlichen Durchgang die Landstraße vom alten Split zu den Vierteln am Volksplatz. Zwischen seinen Wänden verhandelten die städtischen Richter Rechtsstreitigkeiten, und auf fünf breiten Steinreihen saßen die Streitparteien und Zeugen. Später baute man die Reihen ab, und fast drei Jahrhunderte lang nahmen Geschäfte den Raum am zentralen Stadteingang ein. Horizontale Spuren der Bänke und gröberes Mauerwerk der ehemaligen Geschäfte sind noch immer an den Seitenwänden zu sehen.

Im Inneren des Eisernen Tors erweitert sich der Durchgang zu einem rechteckigen Raum von etwa neun mal zehn Metern. Die römischen Erbauer errichteten hier zwei Torpaare und ließen den Raum dazwischen für die Wache frei: Wer eintrat, war zwischen den äußeren und inneren Torflügeln eingeschlossen. In den Seitensteinen haben sich Nuten für ein Hubgitter erhalten. Ein solches Gitter aus Holz oder Metall wird bereits in einem Dokument aus dem Jahr eintausendfünfhundertdrei erwähnt; damit bringen Forscher den späteren Namen Eisernes Tor in Verbindung.

Im Mittelalter verschloss man den nördlichen und den östlichen Eingang zum Palast. Der westliche Durchgang wurde zur wichtigsten Landverbindung zwischen dem alten Kern von Split und den Vierteln, die auf der Seite des Volksplatzes entstanden waren. Die Menschen gingen durch die ehemalige römische Torschleuse, und die städtischen Richter hielten ihre Sitzungen direkt darin ab. Entlang der Nord- und der Südwand errichtete man jeweils fünf breite Steinreihen. Auf ihnen saßen Richter, Prozessparteien und Zeugen; hier verkündete man Entscheidungen, schloss Verträge und stellte beglaubigte Schriftstücke aus. Der Verteidigungshof des Kaiserpalasts wurde zu einem öffentlichen Gerichtssaal.

In der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts baute man die Steinreihen ab. Das Gericht zog von hier fort, der Durchgang stand leer. Im Jahr eintausendsechshundertsiebenundsechzig baten Kapitän Petar Tartaglia, die Brüder Frane und Ivan Cavalli sowie Domenik Gatina um die Erlaubnis, an einer der Wände einen Laden zu errichten. Alle vier gehörten wohlhabenden Familien an; ihrer Stellung nach zu urteilen, interessierte sie der Ort am wichtigsten städtischen Durchgang als Immobilie, nicht als Ladentheke für ihren eigenen Handel. Sie erhielten die Erlaubnis. Nach dem ersten Bau entstanden zwischen den Toren weitere Geschäfte, und der ehemalige Gerichtssaal wurde für fast drei Jahrhunderte zu einem Handelskorridor.

Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete der dalmatinische Restaurator Cvito Fisković die Freilegung des Palasts. Er ordnete an, die Geschäfte zu entfernen, und bemerkte an den freigelegten römischen Wänden horizontale Spuren der verschwundenen Reihen. Der Stein unter freiem Himmel verwitterte dort anders, wo früher Stufen an ihn grenzten. Archivaufzeichnungen bestätigten Fiskovićs Vermutung über das Gericht, und anhand der Spuren ließen sich die Maße der Steinbänke rekonstruieren.

Das Gitter selbst, die Gerichtsreihen und die Geschäfte sind hier nicht mehr vorhanden. Ihre Abfolge ist an den beiden Seitenwänden erhalten: Die Nuten des Verschlusses verlaufen vertikal, die Spuren der Gerichtsstufen horizontal, und gröberes Mauerwerk zeigt die Stellen der ehemaligen Geschäfte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktVolksplatz
Eintrittfrei zugänglich

Rund um die Uhr als genutzter Durchgang zwischen dem Palast und dem Volksplatz.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Tor zunächst von der Palastseite aus, gehen Sie dann hinaus und drehen Sie sich um. Die Öffnung ist schmal und belebt; wählen Sie deshalb zum Anhalten den Raum an der Seite.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie durch den westlichen Bogen auf den Volksplatz.

Stopp 8 von 9Weiter: Volksplatz

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Diokletianpalast zu Split wurde“ — 9 Stopps, 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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