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Jupitertempel (Baptisterium des heiligen Johannes)

Jupiterov hram

Das Taufbecken und die Statue zeigen, wie Gegenstände aus verschiedenen Jahrhunderten um die neue Bestimmung eines antiken Gebäudes zusammengeführt wurden.

14 Min.
Geschnitztes Portal des ehemaligen Jupitertempels mit einem steinernen Kassettgewölbe im Inneren.
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Worauf achten

  • Kreuzförmiges steinernes Taufbecken
  • Platten mit Schnitzwerk
  • Relief mit einem Herrscher auf dem Thron
  • Bronzestatue Johannes des Täufers

Die Geschichte des Ortes

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Die Bezeichnung „Jupitertempel“ klingt sicherer, als es die Quellen erlauben. Dieser rechteckige Tempel im westlichen Teil des Palastheiligtums wurde auch Äskulap und dem doppelgesichtigen Janus zugeschrieben. Diokletian trug den Ehrennamen Iovius, der ihn mit Jupiter verband, doch welchem Gott gerade dieses Gebäude diente, können Historiker bislang nicht bestimmen.

Über die christliche Nutzung besteht größere Klarheit. Als das ehemalige Mausoleum gegenüber zur Kathedrale des heiligen Domnius wurde, machte dessen Gemeinde den benachbarten heidnischen Tempel zu einem eigenen Baptisterium. Das Baptisterium wurde Johannes dem Täufer geweiht – dem Prediger, der Jesus nach den Evangelien im Jordan taufte. Hier trat ein Mensch durch die Taufe in die christliche Gemeinde ein.

Das steinerne Taufbecken erhielt seine heutige Gestalt etwa um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts. Im Dom baute man damals neue geschnitzte Sitze für die Geistlichen ein. Ihretwegen baute man höchstwahrscheinlich die Altarschranke aus dem elften Jahrhundert ab – eine steinerne Trennwand, die die Priester am Altar von den Gemeindemitgliedern schied. Die alten Marmorplatten warf man nicht weg. Die Baumeister trugen sie über das Peristyl und setzten im Baptisterium an der Stelle eines früheren Taufbeckens ein kreuzförmiges Becken zusammen.

In seine Wände wurden zwölf Platten eingefügt; auf sechs ist Schnitzwerk erhalten. Eine davon ist für sichere Beschriftungen besonders unerquicklich: Auf einem Thron sitzt ein Herrscher, neben ihm steht ein Mensch, ein weiterer liegt vor ihnen ausgestreckt. Den Herrscher bezeichnet man gewöhnlich als Petar Krešimir IV. oder Dmitar Zvonimir – kroatische Könige des elften Jahrhunderts. Keine der beiden Zuschreibungen ließ sich belegen; sogar darüber wird gestritten, aus welcher Kirche die Platte stammte. Sicher ist etwas anderes: Das Relief hatte bereits als Teil einer Altarschranke gedient, dann verfügten die Geistlichen seine Wiederverwendung, und die Szene mit dem König blieb in der Wand des Taufbeckens erhalten.

Sieben Jahrhunderte später kam zu demselben Taufbecken noch eine weitere menschliche Gestalt hinzu. Im Jahr eintausendneunhundertdreiundfünfzig bat der Erzbischof von Split, Frane Franić, Ivan Meštrović, für das Baptisterium eine Statue Johannes des Täufers zu schaffen. Der Bildhauer lebte damals im amerikanischen Syracuse, New York, und verdiente seinen Lebensunterhalt als Lehrer. Nach der Haft während der Kriegsjahre und seiner Ausreise aus dem Land kehrte er mehr als zehn Jahre lang nicht in seine Heimat zurück, sandte aber weiterhin Werke nach Split.

Meštrović modellierte die Statue eigens für diesen engen Innenraum. Er stellte Johannes abgemagert mit eingefallenen Augen dar und gab ihm ein flaches Gefäß für die Taufe durch Übergießen in die Hand. Die Bronze wurde im Jahr eintausendneunhundertneunundfünfzig gegossen und ein Jahr später hier aufgestellt.

Nun steht Meštrovićs Johannes dem kreuzförmigen Taufbecken gegenüber. In seiner Hand hält er ein Gefäß für Wasser, und in der Steinwand vor ihm sitzt noch immer ein namenloser König, dessen Platte mittelalterliche Baumeister von der Altarschranke abgenommen und dem Baptisterium überlassen hatten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktVestibül
Eintrittmit Ticket

Der Zugang hängt vom saisonalen Fahrplan und den Eintrittskarten des Kathedralkomplexes ab; erkundigen Sie sich am Tag Ihres Besuchs an der Kasse am Peristyl.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Raum ist eng; lassen Sie daher Herauskommende passieren und versperren Sie den Eingang nicht. Wenn Sie nicht hineingehen können, sind Portal und Sphinx von der Straße aus gut zu sehen; der Zugang kann in einer gesonderten Eintrittskarte für den Kathedralkomplex enthalten sein.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zum Prothyron zurück und steigen Sie in die runde Rotunde hinauf.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Diokletianpalast zu Split wurde“ — 9 Stopps, 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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