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Worauf achten
- Achteckiger Baukörper
- Rote Granitsäulen
- Römisches Gesims mit Medaillons
- Altar an der Nordwand
Die Geschichte des Ortes
Der achteckige Baukörper der Kathedrale diente einst als Grabstätte eines römischen Herrschers in dessen Palast. Unter der Kuppel sind rote Granitsäulen und ein Gesims mit runden Medaillons erhalten, in denen man Darstellungen des Herrschers und seiner Frau erkennt. In der Mitte steht kein Porphyrsarkophag mehr, und an der Nordwand befindet sich ein Altar mit Überresten, die als Reliquien des Schutzpatrons der Stadt verehrt werden. Einmal im Jahr trägt man das Reliquiar von hier in einer Prozession durch die Straßen.
Im siebten Jahrhundert richteten Siedler aus dem zerstörten Salona diesen achteckigen Grabbau als Kathedrale ein – als Hauptkirche ihres Bischofs. Aus dem Raum entfernte man die Ausstattungsstücke des Kaiserkults, in der Mitte verschwand Diokletians Porphyrsarkophag, und in den Nischen erschienen Altäre. Die Kirche wurde Mariä Himmelfahrt geweiht, doch die Einwohner von Split nennen sie die Kathedrale des heiligen Domnius.
Domnius war Bischof von Salona, der römischen Hauptstadt der Provinz Dalmatia unweit von hier. Er stand der christlichen Gemeinde genau zu der Zeit vor, als Diokletian und seine Mitkaiser beschlossen, sie zu vernichten. Die Erlasse verlangten, Kirchen zu zerstören, heilige Bücher zu verbrennen, Geistliche einzukerkern und Christen zu zwingen, den römischen Göttern Opfer darzubringen. Für den Bischof hätte die Erfüllung dieser Forderung bedeutet, auf das zu verzichten, wofür seine Gemeinde ihn unterhielt und als ihr Oberhaupt anerkannte.
Am zehnten April des Jahres dreihundertvier ordnete der Statthalter von Dalmatia, Marcus Aurelius Iulius, die Hinrichtung des Domnius im Amphitheater von Salona an. Seine Existenz wird nicht erst durch eine spätere Heiligenvita belegt: Archäologen fanden eine Grabinschrift mit dem Namen Domnius, der Amtsbezeichnung Bischof, dem Wort „Märtyrer“ und dem Todestag. Es gibt keine Belege dafür, dass Diokletian den Fall des Domnius persönlich verhandelte. Der Kaiser erließ die Edikte, der örtliche Statthalter sprach das Urteil.
Einige Jahrhunderte später suchten die Siedler aus Salona für ihre Bischofskirche einen Ort innerhalb der geschützten Mauern des Palastes. Sie nahmen das Mausoleum des Mannes ein, unter dem ihr früherer Bischof gestorben war. Eine mittelalterliche Chronik schreibt diese Entscheidung Johannes von Ravenna zu, dem ersten Erzbischof von Split: Angeblich reinigte er die Grabstätte von heidnischen Darstellungen und ließ die Überreste des Domnius aus den Ruinen von Salona hierher bringen. Die Chronik wurde ungefähr sechshundert Jahre nach den Ereignissen niedergeschrieben, und moderne Historiker bezweifeln sogar, dass ihr Johannes eine einzelne Person war und nicht eine zusammengesetzte Gestalt aus mehreren Bischöfen.
Auch über die Überreste besteht keine völlige Klarheit. Nach dem Untergang Salonas schickte Papst Johannes IV. Abt Martin, um die Reliquien dalmatinischer Märtyrer nach Rom zu überführen; Domnius ist unter ihnen auf einem Mosaik im Lateranbaptisterium dargestellt. Die Zuordnung der in Split verehrten Knochen lässt sich daher nicht beweisen. Doch bereits im zehnten Jahrhundert nennt eine schriftliche Quelle das ehemalige Mausoleum die Kirche des Domnius und berichtet, dass die Stadtbewohner seine Reliquien hier vermuteten. So setzte sich der Name des hingerichteten Bischofs für die Kathedrale und für die Stadt selbst fest: Domnius wurde zum Schutzpatron von Split.
Im Inneren stehen noch immer die roten Granitsäulen des Mausoleums, und am römischen Gesims sind Medaillons erhalten, in denen man Porträts Diokletians und seiner Frau Prisca sieht. Der kaiserliche Sarkophag in der Mitte fehlt. An der Nordwand steht ein Altar mit Überresten, die als Reliquien des Domnius verehrt werden; am siebten Mai trägt man das Reliquiar von hier in einer Stadtprozession hinaus.
Praktisch vor Ort
Touristische Öffnungszeiten und Ticketkombinationen sind saisonabhängig und werden nicht verlässlich in einem einzigen offiziellen Zeitplan veröffentlicht; informieren Sie sich an der Kasse am Peristyl. Besichtigungen werden während Gottesdiensten ausgesetzt.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Dies ist eine aktive Kirche: Beachten Sie die Kleidervorschriften, schalten Sie den Ton Ihres Telefons aus und besichtigen Sie den Innenraum nicht während eines Gottesdienstes. Der Eintritt in den Komplex und der Aufstieg auf den Glockenturm können getrennt geregelt sein.
