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Plaza de Santa Cruz

Plaza de Santa Cruz

Diese Station zeigt, wie der Platz nach dem Abriss der Kirche die Erinnerung an sie bewahrte, ohne den genauen Ort der Hauptgrabstätte zu kennen.

15 Min.
Ein schmiedeeisernes Kreuz und Orangenbäume auf der stillen Plaza de Santa Cruz.
Gpedro · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Das schmiedeeiserne Kreuz
  • Vier eiserne Schlangen am Sockel
  • Gedenktafel an der Westseite
  • Der Garten um das Kreuz

Die Geschichte des Ortes

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Der Platz ist als Garten angelegt: Zwischen dem Grün steht ein eisernes Kreuz mit vier Schlangen am Sockel, und an der Westseite ist eine Gedenktafel angebracht. Vor der christlichen Pfarrei stand auf diesem Grundstück eine Synagoge des jüdischen Viertels. Nach dem Pogrom richtete der Stadtrat hier die Pfarrei des Heiligen Kreuzes ein; ihr Name ging anschließend auf den Platz und das gesamte Viertel über.

Das schmiedeeiserne Kreuz mitten im Garten gehörte nicht zu der Kirche, die hier stand. Die Stadtverwaltung brachte es zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hierher. Der Platz selbst entstand, weil die Kirche abgetragen wurde und man sie anschließend nicht wiederaufbauen konnte.

Bis zum Jahr eintausenddreihunderteinundneunzig stand auf diesem Grundstück eine Synagoge des jüdischen Viertels. Nach dem Pogrom, bei dem einige Bewohner getötet, andere gewaltsam getauft oder zur Flucht gezwungen wurden, richtete der Stadtrat hier die christliche Parroquia de Santa Cruz ein – die Pfarrei des Heiligen Kreuzes. Der Name ging von der Kirche auf den Pfarrbezirk und dann auf das Viertel über.

Einer der Gemeindemitglieder war Bartolomé Esteban Murillo, der in der Nähe wohnte. Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit Malereien für Kirchen und Bruderschaften, verweilte jedoch in seiner eigenen Pfarrkirche lange vor einem fremden Gemälde – Die Kreuzabnahme von Pedro de Campaña. Antonio Ponz hielt später die Erzählung fest, wie ein Messdiener den Künstler fragte, worauf er vor dem Bild warte. Murillo soll geantwortet haben: Wann wird Christus endlich vom Kreuz abgenommen? Dies ist eine von Ponz überlieferte Geschichte, doch der Bestattungsort ist durch Dokumente belegt: Der Künstler, der im Jahr eintausendsechshundertzweiundachtzig starb, wurde in einer Seitenkapelle gegenüber dem Gemälde beigesetzt.

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts wies die Kirche Risse auf und benötigte eine umfassende Renovierung. Im Jahr eintausendachthundertzehn besetzte Napoleons Armee Sevilla. Die Verwaltung von José Bonaparte beschloss, inmitten der engen Straßen einen offenen Raum zu schaffen: Die Pfarrei wurde vertrieben, und man begann, die Kirche abzutragen.

Nach dem Abzug der Franzosen blieben Mauern und Steinhaufen zurück. Im Jahr eintausendachthundertdreizehn baten die Einwohner darum, die Ruinen endgültig zu beseitigen, während das Domkapitel von Sevilla versuchte, die Kirche zurückzugewinnen. Es schickte einen Entwurf für ein neues Gebäude nach Madrid. Der erste Entwurf wurde abgelehnt, der überarbeitete genehmigt, doch der Bau begann nie. Noch im Jahr eintausendachthundertdreißig lagen auf der künftigen Grünanlage Mauerreste. Die Pfarrei ließ sich in einer anderen Kirche nieder, hier wurde der Platz geräumt, und der genaue Ort von Murillos Grab ging verloren.

Das Kreuz in der Mitte fertigte der Schmied Sebastián Conde im Jahr eintausendsechshundertzweiundneunzig für die Kreuzung von Calle Sierpes und Calle Rioja an. Vier eiserne Schlangen am Sockel erinnern an seine erste Adresse. Als das Kreuz den Straßenverkehr behinderte, wurde es abgenommen, in ein Museum gebracht und später von der Stadtverwaltung hier aufgestellt.

An der Westseite des Platzes brachte die Akademie der Schönen Künste im Jahr eintausendachthundertachtundfünfzig eine Gedenktafel zur Erinnerung an Murillos Bestattung an. Sie kennzeichnet den Bereich der verschwundenen Kirche; wo sich sein Grab genau unter dem heutigen Platz befand, ist unbekannt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktIglesia de Santa María la Blanca
Eintrittvon außen

Visit Sevilla nennt einen öffentlichen Platz mit Zugang 24/7; Einschränkungen sind nur wegen Veranstaltungen, Arbeiten oder Besucherlenkung möglich.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Kirche und die Bestattungen befinden sich unter dem heutigen Platz und sind von außen nicht durch Umrisse gekennzeichnet; halten Sie die Tafel nicht für den genauen Ort des Grabes.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie über die Calle Santa Teresa und die Calle Jiménez de Enciso zur weißen Kirchenfassade.

Stopp 4 von 7Weiter: Iglesia de Santa María la Blanca

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barrio de Santa Cruz und das ehemalige jüdische Viertel von Sevilla“ — 7 Stopps, etwa 2,4 km, 2–3 Stunden.

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