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Museo Nacional de Bellas Artes

Museo Nacional de Bellas Artes

Das Museumsplakat wird zum Dokument einer Ausstellung, die warten musste.

25 Min.
Hauptfassade des Museo Nacional de Bellas Artes mit Glaskuppel.
Carlos Figueroa Rojas · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Französische Fassade
  • Haupteingang
  • Ausstellungssäle

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der französischen Fassade befindet sich seit tausendneunhundertzehn die staatliche Sammlung chilenischer und ausländischer Kunst. Doch eine der wichtigsten Ausstellungen des Museo Nacional de Bellas Artes existierte zweiundvierzig Jahre lang nur in Kisten, Dokumenten und den Erinnerungen ihrer Organisatoren.

Im September neunzehnhundertdreiundsiebzig bereitete sich der Museumsdirektor Nemesio Antúnez darauf vor, Werke von José Clemente Orozco, Diego Rivera und David Alfaro Siqueiros zu empfangen. Antúnez verdiente selbst seinen Lebensunterhalt als Maler und Grafiker und setzte sich dafür ein, dass das Museum zeitgenössische lateinamerikanische Kunst zeigte. Unter ihm fanden in den Sälen Konzerte, Filmvorführungen und Ausstellungen junger Künstler statt. Die mexikanische Sammlung sollte das wichtigste internationale Ereignis dieses Programms werden.

Mit der Hängung wurde Fernando Gamboa betraut, ein mexikanischer Fachmann, dessen Beruf es war, Werke auszuwählen und daraus staatliche Ausstellungen im Ausland zusammenzustellen. In drei Tagen verteilte er einhundertneunundsechzig Arbeiten auf diese Säle: einhundertachtundzwanzig Werke von Orozco, vierunddreißig von Siqueiros und sieben von Rivera. Dafür nahm man einen Teil der europäischen Sammlung des Museums ab. Die Eröffnung wurde auf den dreizehnten September angesetzt.

Am elften September kam es zum Militärputsch. Gamboa versuchte, zu der bereits eingerichteten Ausstellung zu gelangen, doch ein bewaffneter Carabinero ließ ihn nicht aus dem Hotel. Einige Tage später wurden vierzig Schüsse aus Panzerwaffen auf den Palast abgegeben. Die Geschosse beschädigten zwei Gemälde aus der chilenischen Sammlung. Die mexikanischen Arbeiten hatte man bis dahin von den Wänden genommen und in siebenundzwanzig Kisten verpackt.

Antúnez rief den Künstler und Fotografen Sergio Berta, damit er die Einschusslöcher und die beschädigten Leinwände dokumentierte. Die fertigen Aufnahmen erlebte der Direktor nicht mehr: Er trat zurück und ging nach Europa, wo er in London Malerei lehrte. Gamboa erreichte gemeinsam mit Antúnez die Ausfuhr der Sammlung. Die Kisten wurden mit demselben Flugzeug nach Mexiko geschickt, mit dem die Angehörigen des getöteten Präsidenten Salvador Allende das Land verließen. Alle Werke kehrten zu ihren Eigentümern zurück.

Im Jahr neunzehnhundertneunzig übernahm Antúnez erneut die Leitung dieses Museums. Die Ausstellung von Orozco, Rivera und Siqueiros erlebte er nicht mehr. Sie wurde hier im Jahr zweitausendfünfzehn eröffnet: Sechsundsiebzig Arbeiten hängte man in den Sälen auf, die Gamboa zweiundvierzig Jahre zuvor vorbereitet hatte. Die Ausstellung erhielt den Namen „La exposición pendiente“.

Die Gemälde kehrten anschließend nach Mexiko zurück. In der Bibliothek des Museo Nacional de Bellas Artes blieb ein Katalog, der für die nicht zustande gekommene Eröffnung im Jahr neunzehnhundertdreiundsiebzig gedruckt worden war. Auf seinen Seiten ist die Vernissage noch immer auf den dreizehnten September angesetzt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktParque Forestal
Eintrittfrei zugänglich

Dienstag–Sonntag 10:00–18:30; letzter Einlass 18:20. Der Eintritt ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Montags und an den vom Museum angegebenen gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fassade und die Außenskulptur können Sie ohne Eintritt betrachten. Wegen der Kuppel lohnt sich ein Blick in den zentralen Saal, wenn das Museum geöffnet ist; die Ausstellung sollten Sie als eigene Entscheidung behandeln.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Museumsfassade zur nächstgelegenen Allee zwischen den Platanen.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Cerro Santa Lucía, Barrio Lastarria und Museo Nacional de Bellas Artes: Stadt für die Öffentlichkeit“ — 8 Stopps, etwa 2,8 km, 2 Std. 45 Min. – 3 Std..

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