Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Drei Stützfiguren
- Silberfarbener Zug von Bay Area Rapid Transit (BART)
- Menge gesichtsloser Fahrgäste
- Stationstreppe
Die Geschichte des Ortes
Die Straßentreppe führt unter die Erde zur Station der städtischen Bahn, doch hinter ihr ist ein niedrig bebauter Block des Mission District erhalten geblieben. Für den neuen Verkehrsknoten wollte man hier hohe Bürohäuser, Garagen und über der Straße angelegte Übergänge errichten; einen Teil der Häuser und Läden hatte man bereits entfernt, doch die Bewohner hielten den weiteren Umbau auf. Deshalb stehen neben dem Beton der Gleise kleine Geschäfte und Wohnhäuser, und an der Wand über dem Abgang sind drei riesige Figuren zu erkennen, die die Form der Stützen wiederholen. Die heutige Leuchtkraft dieses Murals ist das Ergebnis einer späteren Restaurierung, bei der der Urheber zur Wand zurückkehrte und die Konturen neu nachzog.
Die nordöstliche Ecke der Kreuzung dient zugleich als Zugang zur U-Bahn und als städtischer Platz. Hier steigen Menschen in Busse um, handeln, verabreden sich und veranstalten öffentliche Ereignisse. Über der Treppe halten drei riesige Figuren einen silberfarbenen Zug von Bay Area Rapid Transit (BART) in ihren Händen. Ihre Körper ähneln Betonstützen.
Bei der Planung der Station war ein solches Mural nicht vorgesehen. Im Jahr neunzehnhundertsechsundsechzig schlugen die Architekten vor, die künftigen Eingänge mit mindestens dreizehn Stockwerke hohen Häusern, Büros, Garagen, über der Straße angelegten Übergängen und Gewerbeflächen zu umgeben. Für die Station selbst riss man einen Teil der Häuser und Geschäfte ab. Die Bewohner des Mission District erreichten, dass auf die übrige Umgestaltung verzichtet wurde, und nach der Eröffnung der U-Bahn im Jahr neunzehnhundertdreiundsiebzig blieb hinter den Treppen ein Block kleiner Geschäfte und Wohnhäuser erhalten.
Michael Ríos, ein junger Künstler, der im Mission District arbeitete, wollte die neue städtische Wand mit einem Bild gestalten, das von Menschen aus dem Viertel selbst geschaffen wurde. Auf ihrem Schulweg gingen die örtlichen Kinder an Zigaretten- und Alkoholwerbung vorbei; Ríos nannte seine ersten Murals einen Kampf gegen Werbetafeln. Eines Tages fuhr er an den erhöhten Gleisen von Bay Area Rapid Transit (BART) vorbei und sah in den Betonstützen menschliche Figuren. So entstand die Skizze von Menschen, auf denen der Zug ruht.
Im Jahr neunzehnhundertvierundsiebzig brachte Ríos den Entwurf zur San Francisco Arts Commission. Das National Endowment for the Arts stellte für die Arbeit siebentausendfünfhundert Dollar bereit. Zusammen mit den Künstlern Anthony „Tony“ Machado und Richard Montez übertrug Ríos die Komposition auf die Wand. Sie vollendeten sie im Jahr neunzehnhundertfünfundsiebzig.
Oben malten die Künstler einen Zug von Bay Area Rapid Transit (BART), unten eine Menge gesichtsloser Fahrgäste, und dazwischen setzten sie die Menschen-Stützen. Ríos erklärte das Bild wörtlich: Die Züge entstanden durch die Arbeit der Bewohner und die von ihnen gezahlten Steuern, doch der Bau ließ die Grundstückspreise steigen, schloss Geschäfte und zwang einen Teil der Familien fortzuziehen. Deshalb tragen menschliche Hände die Last auf dem Mural.
Das Mural wurde zu einer der frühen großen Arbeiten lateinamerikanischer Künstler des Mission District. Carlos „Kookie“ Gonzalez sah es als Teenager, als er von hier aus mit dem Zug fuhr; Suaro Cervantes ging auf dem Weg zur Schule unter ihm hindurch. Beide wurden erwachsen, wurden Muralisten und stiegen im Jahr neunzehnhundertdreiundzwanzig bereits als Assistenten von Ríos auf das Gerüst. Der sechsundsiebzigjährige Urheber reinigte die Wand selbst und zog die Konturen neu nach. Richard Montez kam zur Eröffnung der restaurierten Arbeit, doch Tony Machado erlebte sie nicht mehr.
Die heutigen leuchtenden Farben entstanden bei jener Restaurierung. Die Figuren, die den Zug über der Stationstreppe halten, blieben aus dem ursprünglichen Entwurf des Jahres neunzehnhundertvierundsiebzig erhalten.
Praktisch vor Ort
Offener städtischer Platz. Die Station ist in der Regel nach dem allgemeinen Fahrplan der Züge geöffnet: werktags von 05:00 bis Mitternacht, Samstag von 06:00 bis Mitternacht, Sonntag von 08:00 bis Mitternacht; prüfen Sie vor der Fahrt aktuelle Änderungen.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.An der Kreuzung und an den Eingängen zum Verkehrsmittel sind ständig Menschen unterwegs. Hören Sie sich die Erzählung abseits des Stroms an; betrachten Sie die Keramik nur, wenn die Station regulär zugänglich ist.
