Stopp 8 von 8

Schah-i Sinda

Шоҳи Зинда

Das Finale erklärt, warum der Weg zwischen den Mausoleen an einem verschlossenen unterirdischen Raum endet.

45 Min.
Blaue und türkisfarbene Fassaden der Mausoleen von Schah-i Sinda
Bgag (Bernard Gagnon) · CC0 1.0 Universal; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Schmaler Durchgang zwischen den Mausoleen
  • Türkisfarbene Fassaden
  • Geschnitztes Holzgitter
  • Mit Fliesen verkleideter Grabstein

Die Geschichte des Ortes

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Am Ende des schmalen Durchgangs steht hinter einem geschnitzten Holzgitter der mit Fliesen verkleidete Grabstein von Qutham ibn Abbas. Hier nennt man ihn Schah-i Sinda – auf Persisch „Lebendiger König“. Zunächst bezog sich dieser Name auf Qutham, dann ging er auf die gesamte Nekropole über.

Qutham war ein Cousin des Propheten Muhammad. Im siebten Jahrhundert kam er mit einem arabisch-muslimischen Heer nach Samarkand und beteiligte sich an der Verbreitung des Islam. Die Quellen sind sich sogar über den Ort seines Todes uneinig: Einige nennen Samarkand, andere Merw. Es gibt keinen Beweis dafür, dass sein Körper genau unter diesem Heiligtum begraben wurde.

Die örtliche Überlieferung erzählt einen anderen Ausgang. Der besiegte Herrscher von Samarkand, Zabur Shah, wollte die Stadt zurückgewinnen. Qutham, der von den Eroberern zum Herrscher ernannt worden war, sollte die Stadt halten und die neue muslimische Gemeinschaft schützen. Zabur Shah beschloss, während des Festgebets zum Kurban Bayram anzugreifen: Die Menschen würden sich versammeln und ihre Waffen zurücklassen.

Als Hauptziel bestimmte er Qutham. Solange Qutham in der Nähe kämpfte, konnte niemand an ihn herankommen. Da befahl Zabur Shah, aus der Ferne zu schießen. Der Überlieferung nach bat Qutham Gott um Hilfe, und vor ihm erschien al-Chidr – ein ewig lebender Frommer, der in der muslimischen Tradition mit der Rettung von Reisenden verbunden ist. Al-Chidr wies auf einen Brunnen, der sich in der Erde geöffnet hatte. Qutham stieg hinab.

Zabur Shah ließ den Brunnen mit Steinen und Müll zuschütten. Die Überlieferung fügt hinzu, dass ein Engel alles zurückwarf, was hinabfiel. Die Krieger fanden den Körper dennoch nicht. Qutham soll unter der Erde lebend geblieben sein und vor dem Ende der Zeiten von dort herauskommen. Daher der Name: „Lebendiger König“.

Diese Überlieferung entstand deutlich später als der Feldzug selbst. Doch bereits im elften Jahrhundert bestand an diesem Hang ein Heiligtum für Qutham. Danach begannen vornehme Familien aus Samarkand, ihre Grabstätten daneben anzulegen: Es galt als wichtig, so nahe wie möglich beim Heiligen zu liegen. Im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert errichtete man entlang des Weges zu seinem Heiligtum Dutzende Mausoleen für Frauen und Männer aus dem Umfeld der Timuriden. Archäologen entdeckten Spuren von etwa vierzig Gräbern, obwohl nicht alle erhalten geblieben sind.

Deshalb führt die schmale Straße zwischen den türkisfarbenen Fassaden zum Raum von Qutham. Er ist bis heute ein Pilgerort: Am Gitter werden Gebete gesprochen. Dahinter ist der Grabstein zu sehen, doch die unterirdische Kammer bleibt unzugänglich. Genau dorthin setzte die samarkandische Überlieferung den Menschen, dessen Name nun die gesamte Nekropole trägt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort45 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Ticket

Zwei aktuelle unabhängige Reiseführer geben einen täglichen Betrieb von etwa 07:00–19:00 an, unterscheiden sich jedoch beim Eintrittspreis – 40 000 und 50 000 Som.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie langsam, berühren Sie die Verkleidung nicht und betrachten Sie die Anlage nicht nur als Fotokulisse: Sie ist eine Nekropole und ein Ort der Verehrung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am geschnitzten Gitter, wo die samarkandische Überlieferung Qutham lebend unter der Erde zurücklässt.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Samarkand der Herrscher, Gelehrten und Heiligen“ — 8 Stopps, etwa 4 km, 4–4,5 Stunden.

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