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Die vier Elemente an der großen Schale

Großes Parterre

Dieser Punkt zeigt, wie ein höfischer Auftrag Mythologie in eine öffentliche Bewährungsprobe für einen Meister verwandelte.

15 Min.
Gärten des Schlosses Mirabell
Ikiwaner / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Achteckige Schale
  • Vier Marmorgruppen
  • Muschel und Anker auf den Sockeln
  • Flammen und Vögel auf den Sockeln

Die Geschichte des Ortes

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Acht Marmorfiguren um die große achteckige Schale sind zu vier Gruppen zusammengefasst. Die Erde vertreten Hades, der Herrscher der Unterwelt, und die von ihm entführte Persephone. Das Wasser vertreten der trojanische Prinz Paris, der Helena, die Frau des spartanischen Königs, über das Meer fortführt. Das Feuer vertreten der trojanische Krieger Aeneas mit seinem betagten Vater Anchises auf den Schultern: Er trägt ihn aus der brennenden Stadt. Die Luft vertreten Herakles und der Riese Antäus. Antäus erhielt Kraft, solange er die Erde berührte; Herakles hob ihn hoch und erwürgte ihn. Es sind antike Mythen, und die Elemente sind auf den steinernen Sockeln zusätzlich durch Pflanzen, eine Muschel, einen Fisch, einen Anker, Flammen und Vögel dargestellt.

Die Gruppen schuf der Paduaner Ottavio Mosto. Er verdiente sein Geld mit Stuckdekoration und begann gerade erst, zur monumentalen Bildhauerei überzugehen, als der Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, der Herrscher des damaligen Salzburg, sich dem Garten seiner Sommerresidenz widmete. Im Januar eintausendsechshundertneunzig bestellte die Hofbehörde bei Mosto vier Statuen der Jahreszeiten – für je zweihundert Gulden. In den Vertrag nahm man eine Bedingung auf: Wenn die ersten beiden dem Auftraggeber nicht gefielen, mussten die übrigen nicht angefertigt werden. Für den Meister hätte das den Verlust der Hälfte der Arbeit und der Hälfte des Einkommens bedeutet.

Dem nächsten Vertrag nach zu urteilen, bestand er die Bewährungsprobe. Bereits am vierzehnten Juli beauftragte man Mosto mit einer wesentlich teureren Arbeit für das Zentrum des Gartens: vier mehrfigurige Kompositionen zu je fünfhundert Gulden. Der Auftraggeber stellte eiserne Werkzeuge und für jede Gruppe zwei Helfer für vierzehn Tage bereit. So erhielt der ehemalige Meister der Stuckdekoration einen Auftrag über zweitausend Gulden und meißelte vier Szenen, in denen ein Mensch einen anderen trägt, entführt, rettet oder tötet. Sie stehen noch immer an ihren ursprünglichen Plätzen rund um die Schale.

Mehr als zwei Jahrhunderte später fanden die Einwohner für diesen Figurenkreis eine neue Verwendung. Eine elektrische Beleuchtung des Brunnens war schon eintausendneunhundertacht geplant, wurde aber erst eintausendneunhundertdreißig auf Initiative des Salzburger Verschönerungsvereins installiert. Der Verein zog ein örtliches Elektrizitätsunternehmen hinzu und veranstaltete an der beleuchteten Schale Abendkonzerte. Zu sechs Aufführungen kamen zweiundzwanzigtausend Menschen; ein Abend zog viertausend an. Der Besucherandrang ermöglichte es, die Anlage noch im selben Jahr vollständig zu finanzieren.

Nun veranstaltet die Stadt hier von Anfang Mai bis Ende August wieder Konzerte. Mittwochs spielen Orchester gegenüber den Vier Elementen, und elektrisches Licht hebt die Wasserstrahlen, die Schale und eben jene Gruppen Mostos hervor. Der Eintritt ist frei; bei schlechtem Wetter wird die Aufführung abgesagt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPegasus, der durch Salzburg wanderte
Eintrittvon außen

Offener Teil des Mirabellgartens; tagsüber zugänglich, im Winter sind Teilschließungen und eine saisonale Abschaltung der Brunnen möglich.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie einmal um die Schale herum: Die Details der Elemente verteilen sich auf vier einzelne Gruppen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie das Hauptparterre hinter sich und suchen Sie die runde Schale mit Pegasus.

Stopp 2 von 8Weiter: Pegasus, der durch Salzburg wanderte

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mirabell und das barocke rechte Ufer“ — 8 Stopps, etwa 0,8 km, 1-2 Stunden.

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