Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Freistehender Turm
- Übergang zum Turm
- Hang der Oberstadt
- Blick auf Comércio
Die Geschichte des Ortes
Im Inneren des Hangs ist der Schacht des ersten Elevador Lacerda erhalten: Ein Tunnel wurde senkrecht für die Kabinen durchbrochen, ein weiterer zum unteren Eingang geführt. Der freistehende Turm über Comércio mit seinem Übergang entstand später, und von außen ist nur ein Teil der Anlage sichtbar, die in den Stein hineinführt. Der obere Ausgang führte zur Praça do Palácio, wo die Fahrgäste auf die Straßenbahn umstiegen.
Comércio unten erhielt seinen Namen vom Handel. Hier, an den Kaianlagen, wurden Schiffe entladen und Lagerhäuser unterhalten; oben befanden sich Einrichtungen, Kirchen und Wohnviertel. Diese Aufteilung war bereits bei der Gründung von Salvador da Bahia angelegt worden. Menschen stiegen über steile Straßen und Treppen hinauf, Waren wurden mit Winden hochgezogen. Im neunzehnten Jahrhundert waren zwischen dem Hafen und der Oberstadt bereits Tausende von Fahrgästen unterwegs, doch einen bequemen direkten Weg gab es für sie nicht.
Antônio de Lacerda leitete das Transportunternehmen seiner Familie und setzte sich dafür ein, dass dessen Pferdestraßenbahnen oben eine Verbindung zum Hafen erhielten. Er studierte Ingenieurwesen in den Vereinigten Staaten, schloss das Studium nicht ab und kehrte zurück, um die Familienunternehmen zu führen. Den technischen Teil des Vorhabens entwickelte er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Augusto Frederico de Lacerda, einem ausgebildeten Ingenieur.
Die Stadt gab bei ihnen keinen Aufzug in Auftrag. Lacerda beschaffte das Geld selbst: Er gewann etwa zwanzig Unternehmer, und sein Vater, der Kaufmann Antônio Francisco de Lacerda, überließ seinem Sohn vorab einen Teil des Erbes. Das Familienvermögen entstand unter anderem aus dem Handel mit versklavten Menschen: Lacerdas Vater vermittelte ihren Verkauf und nahm im Jahr eintausendachthundertneununddreißig an einer damals bereits verbotenen transatlantischen Expedition teil. Dasselbe Familienunternehmen wurde zur wichtigsten Finanzierungsquelle für den Bau.
Im Jahr eintausendachthundertneunundsechzig begannen Arbeiter, den Hang zu durchbrechen. Ein Tunnel führte senkrecht durch den Fels für die Kabinen, ein anderer waagerecht zum unteren Eingang. Vier Jahre später wurde der Elevador Lacerda eröffnet, benannt nach einer Kirche in der Unterstadt. Ein Fahrgast konnte nahe dem Hafen einsteigen, zur Praça do Palácio hinauffahren und auf eine Straßenbahn von Lacerda umsteigen. Genau für diese Verbindung errichtete man den Aufzug hier, über Comércio.
Es gab viele Fahrgäste, doch der kostspielige Bau rentierte sich nicht. Vier Jahre nach der Eröffnung deckten die Einnahmen die Investitionen noch immer nicht, und die Unternehmensgruppe der Familie Lacerda ging bankrott. Antônio starb im Jahr eintausendachthundertfünfundachtzig. Seinen Namen sah er nie am Aufzug: Erst im Jahr eintausendachthundertsechsundneunzig schlug das Geographische und Historische Institut von Bahia vor, das Bauwerk nach ihm zu benennen.
Der freistehende Turm über Comércio und der Übergang zu ihm wurden im Jahr eintausendneunhundertdreißig angebaut. Der Schacht des ersten Elevador Lacerda blieb im Fels; sein Familienname steht auf dem Bauwerk, das das Familienunternehmen ruinierte und seinen Schöpfer überlebte.
Praktisch vor Ort
Kostenlos. Montag–Freitag 06:30–21:30; Samstag, Sonntag und Feiertage 07:00–21:30.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Aufzug dient dem Stadtverkehr und ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit; halten Sie keine Fahrgäste auf und betrachten Sie das Panorama von einem sicheren Aussichtspunkt aus.
