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Sankt Petersburger Moschee

Санкт-Петербургская соборная мечеть

Hier werden jahrelanger Schriftwechsel und Spendensammlung die sichtbaren Ausmaße von Kuppel und Minaretten annehmen.

20 Min.
Sankt Petersburger Moschee mit türkisfarbener Kuppel und zwei Minaretten.
Alex 'Florstein' Fedorov · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Türkisfarbene Kuppel
  • Zwei Minarette
  • Fassade von der Seite des Kronwerkski-Prospekts

Die Geschichte des Ortes

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Die türkisfarbene Kuppel und zwei Minarette über dem Kronwerkski-Prospekt kennzeichnen die wichtigste Moschee der Stadt. Die Bezeichnung „Kathedralmoschee“ verweist auf ihre Funktion: Hier versammelt sich die Gemeinde vor allem zum gemeinsamen Freitagsgebet. Das Grundstück bei der Peter-und-Paul-Festung lag zugleich im Blickfeld mehrerer christlicher Heiligtümer, und diese Offenheit rief einst Einwände hervor. An Freitagen und Feiertagen kommen weiterhin Muslime aus ganz Sankt Petersburg hierher.

Vor dem Bau dieser Moschee war die Wohnung von Ataulla Bajazitow an der Moika zugleich der Wohnsitz des Vorstehers und ein städtischer Gebetsraum. Bajazitow war ein Achun – der ranghöchste muslimische Geistliche Sankt Petersburgs – und setzte sich für ein eigenes Gebäude für das gemeinsame Gebet ein. Neben seinem Dienst in der Gemeinde unterrichtete er turksprachige Sprachen und muslimisches Recht. Die Gemeindemitglieder kamen zum Beten dorthin, wo er lebte.

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts lebten in Sankt Petersburg etwa siebentausend Muslime. Die Bezeichnung „Kathedralmoschee“ im Namen bedeutet die wichtigste gemeinsame Moschee der Stadt, die vor allem für das Freitagsgebet bestimmt ist. Bajazitow beantragte bereits im Jahr eintausendachthunderteinundachtzig gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde erstmals die Genehmigung für ihren Bau. Das Gesuch wurde abgelehnt. Das Sammeln von Spenden und der Schriftwechsel mit Beamten zogen sich über Jahrzehnte hin.

Zum entscheidenden Verbündeten wurde Abdul Ahat Khan, der Emir von Buchara: der Herrscher eines vom Russischen Kaiserreich abhängigen Staates, der den Muslimen der Hauptstadt eine dauerhafte Moschee sichern wollte. Im Jahr eintausendneunhundertvier brachte er die Frage bei einem Treffen mit Nikolaus dem Zweiten zur Sprache und erhielt die Zustimmung zum Kauf von Land. Die Spende des Emirs ermöglichte es dem Komitee, Grundstücke am Kronwerkski-Prospekt zu erwerben.

Der Ort wurde beinahe zum Grund für eine neue Ablehnung. Mitglieder der Kaiserlichen Akademie der Künste und des technischen Komitees wandten ein, dass eine große Moschee auf einem offenen Grundstück neben der Peter-und-Paul-Kathedrale, der Dreifaltigkeitskirche und dem Häuschen Peters des Ersten sichtbar sein würde. Der Emir erwiderte, die Nähe christlicher Heiligtümer hindere ein muslimisches Gotteshaus nicht. Im Sommer eintausendneunhundertneun führte Bajazitow eine Delegation zum Vorsitzenden des Ministerrats, Pjotr Stolypin, von dem das Schicksal des Projekts abhing. Stolypin weigerte sich, die bereits vom Kaiser erteilte Genehmigung aufzuheben.

Im Februar eintausendneunhundertzehn nahm der schwer kranke Bajazitow an der Grundsteinlegung der Moschee teil und sprach ein Gebet. Den ersten Gottesdienst erlebte er nicht mehr: Er starb im Frühjahr des folgenden Jahres. Auch Abdul Ahat Khan erlebte die Eröffnung nicht – er starb bereits früher, im Dezember eintausendneunhundertzehn.

Das erste feierliche Gebet wurde im Februar eintausendneunhundertdreizehn in dem unvollendeten Gebäude abgehalten. Es wurde von Muhammad-Safa Bajazitow geleitet, dem Sohn des verstorbenen Achuns. Unter den Anwesenden war Mir Alim Khan, der Sohn des verstorbenen Emirs. Die Väter hatten das Grundstück und den Baubeginn erreicht; die Söhne trafen sich hier beim ersten Gebet.

Die türkisfarbene Kuppel und die zwei Minarette erheben sich auf eben jenem Grundstück, das die Beamten neben der Peter-und-Paul-Festung für zu auffällig hielten. Heute versammeln sich die Muslime Sankt Petersburgs hier zum Freitags- und Feiertagsgebet und nicht in der Wohnung des Vorstehers an der Moika.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktÖsterreichischer Platz
Eintrittvon außen; innen nach vorheriger Anmeldung

Es gibt keine allgemeine touristische Regelung für freien Eintritt; Führungen werden nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durchgeführt.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Moschee vor allem von außen. Es ist ein aktives Gotteshaus; betreten Sie es daher nicht wie ein gewöhnliches Museum und beachten Sie die Regeln der Gemeinde.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum Kamennoostrowski-Prospekt und weiter hinauf bis zur achteckigen Kreuzung.

Stopp 6 von 8Weiter: Österreichischer Platz

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Petrograder Seite: Festung, Revolution und Privatleben“ — 8 Stopps, 4,4 km, 3 Std. 30 Min.; mit ausführlichem Besuch von drei Museen – bis zu 5 Std. 30 Min..

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