Stopp 7 von 7

Meeresterrasse von Monplaisir

Морская терраса

Die letzte Station erklärt, wodurch der verminte Palast den Besuchern zurückgegeben werden konnte.

20 Min.
Meeresterrasse von Peterhof mit weißer Balustrade am Finnischen Meerbusen.
Игорь Гордеев · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Gemustertes Ziegelpflaster
  • Weiße Balustrade
  • Steinbefestigung der Aufschüttung
  • Streifen des Finnischen Meerbusens

Die Geschichte des Ortes

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Vor der Nordfassade von Schloss Monplaisir liegt eine künstliche Aufschüttung, die mit Findlingen und Ziegeln befestigt ist. Pjotr I. wählte diesen Abschnitt am Rand des Finnischen Meerbusens selbst aus: Den kleinen Palast konnte man vom Wasser aus erreichen, und vom Seekabinett aus ließen sich die Schiffe auf dem Weg zwischen Sankt Petersburg und Kronstadt beobachten. Zu Beginn der siebzehnhundertzwanziger Jahre legten die Bauleute die Terrasse in einem Muster aus mehrfarbigem holländischem Klinker aus – besonders widerstandsfähigem gebranntem Ziegel. Maritim war hier nicht nur der Ausblick, sondern auch der Zugang zur Residenz.

Im Januar neunzehnhundertvierundvierzig kehrte die dreiunddreißigjährige Marina Tichomirowa, Kustodin der Peterhofer Museen, hierher zurück. Während der Blockade war sie für die ausgelagerten Museumswerte zuständig gewesen, die in den Kellern der Isaakskathedrale gelagert wurden. Nun musste sie feststellen, was an seinem früheren Platz geblieben war und was noch gerettet werden konnte.

Die Terrasse erkannte sie nicht sofort wieder. Die deutschen Soldaten, die diesen Küstenabschnitt hielten, nutzten ihre offene Lage zur Verteidigung von der Bucht her. Sie stellten hier ein schweres Maschinengewehr in einem Betonnest auf, platzierten weiter westlich Artilleriegeschütze, durchbrachen die Balustrade und verwandelten den Mittelteil des Palasts in einen dauerhaften Feuerstützpunkt. Schützengräben und Unterstände reichten bis in den Monplaisir-Garten. An dem ihn umgebenden Stacheldraht hing ein weißes Schild mit einer deutschen Minenwarnung.

Vor ihrem Rückzug verminten die Soldaten Schloss Monplaisir mit Sprengladungen mit Zeitzündern. Pioniere der Roten Armee fanden sie im Inneren des Palasts und entschärften sie. Wären sie zu spät gekommen, wären vom Gebäude hinter der Terrasse nur Mauern übrig geblieben, bei denen es nicht mehr um Wiederaufbau, sondern um die Beseitigung der Trümmer gegangen wäre.

Tichomirowa begann fast unmittelbar nach ihrer Rückkehr, die Schäden zu dokumentieren. Am ersten Februar schickte sie nach Leningrad ein Verzeichnis der dringendsten Arbeiten in Peterhof; in einem Brief an ihre Mutter gestand sie, achtzehn bis zwanzig Stunden täglich zu arbeiten, obwohl es in der befreiten Stadt kein einziges bewohnbares Haus gab. Die von den Kustoden erstellten Verzeichnisse, Vorkriegsaufmaße und erhaltenen Fragmente wurden zur Grundlage für die Wiederherstellung von Schloss Monplaisir. Der Palast wurde am vierzehnten Mai neunzehnhunderteinundsechzig für Besucher geöffnet.

Das Betonnest für das Maschinengewehr gibt es auf der Terrasse nicht mehr. Die weiße Balustrade bauten Restauratoren im Jahr neunzehnhundertsechsundfünfzig neu auf, und das gemusterte Pflaster stellten sie vierzehn Jahre später anhand erhaltener Klinkermuster wieder her. Unter dem heutigen geometrischen Muster liegt keine frühere militärische Stellung; ihren Platz markieren wiederhergestellte Ziegel und der erneut offene Streifen des Meerbusens.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Eintrittskarte für den Unteren Park

Während der Öffnungszeiten des Unteren Parks 09:00–20:00 zugänglich; Einlass in den Park bis 19:45.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Es lohnt sich, hier stehen zu bleiben und die Augen nach den dicht gedrängten Kaskaden an den leeren Horizont zu gewöhnen. Auf der Terrasse kann es windig sein; bleiben Sie in den erlaubten Bereichen und steigen Sie nicht auf die Balustrade.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am Meerbusen, wo der Zugang vom Meer zum Palast wieder eine offene Terrasse ist.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Peterhof: Wasser und Macht vom Oberen Garten bis zum Meerbusen“ — 7 Stopps, etwa 1,6 km, 3,5–4 Stunden.

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