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Place du Vieux-Marché

Place du Vieux-Marché — emplacement du bûcher

Hier endete das kirchliche Verfahren, und eine gesonderte Entscheidung des Stadtgerichts erging nicht.

15 Min.
Tafel, die den Ort von Jeanne d’Arcs Scheiterhaufen auf der Place du Vieux-Marché kennzeichnet.
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Worauf achten

  • Das große Kreuz
  • Die steinernen Fundamente der Église Saint-Sauveur
  • Place du Vieux-Marché

Die Geschichte des Ortes

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Vieux-Marché bedeutet „Alter Markt“. Im Jahr vierzehnhunderteinunddreißig war der Platz kleiner als heute: Hier standen eine Markthalle, zwei Kirchen und ein Pranger. Hier vollzog man gewöhnlich auch öffentliche Hinrichtungen. Deshalb brachten die Organisatoren des Prozesses Jeanne d’Arc am Morgen des dreißigsten Mai hierher, zu den bereits vorbereiteten Gerüsten und dem Brennholz.

Nachdem sie wieder Männerkleidung angelegt hatte, erklärten die kirchlichen Richter Jeanne für in ihre frühere Häresie zurückgefallen. Auf der Place du Vieux-Marché hielt der Theologe Nicolas Midi die letzte Predigt, und Pierre Cauchon verlas die Entscheidung: Die Kirche stieß die Verurteilte aus und übergab sie dem weltlichen Gericht. Nach dem üblichen Verfahren hätte nun der Stadtrichter ein eigenes Urteil fällen müssen.

Ein solches Urteil erging nicht. Guillaume Manchon, der Hauptschreiber des Prozesses, sagte später aus, der Bailli von Rouen – der königliche Richter der Stadt – habe lediglich mit der Hand gewinkt und befohlen: „Führt sie weg, führt sie weg.“ Die englischen Soldaten führten Jeanne sofort zum Scheiterhaufen. Zwei Worte ersetzten das Verfahren, das hätte entscheiden sollen, was das weltliche Gericht mit der ihm übergebenen Gefangenen tun würde.

In der Nähe blieb Jean Massieu, ein kirchlicher Bediensteter, der Jeanne während des Prozesses aus dem Gefängnis zu den Verhören geführt hatte. Sie bat ihn um ein Kreuz. Ein englischer Soldat fertigte aus einem Stock ein kleines Kreuz; Jeanne küsste es und drückte es an ihre Brust. Dann brachte man aus der benachbarten Pfarrkirche Église Saint-Sauveur ein großes Prozessionskreuz. Der Dominikaner Martin Ladvenu, der Jeanne bis zum Scheiterhaufen begleitete, hielt es hoch, als der königliche Henker Geoffroy Thérage das Brennholz von unten anzündete.

Thérage verdiente seinen Lebensunterhalt mit der Vollstreckung gerichtlicher Strafen. Nach Jeannes Tod befahlen ihm die Soldaten, das Feuer auseinanderzuharken, damit die Versammelten den Körper sehen konnten: Die Veranstalter der Hinrichtung fürchteten Gerüchte, die Gefangene habe sich erneut verbergen können. Danach erhielt der Henker den Befehl, die Asche und die verbliebenen Knochen einzusammeln und in die Seine zu werfen. Es blieb kein Grab zurück, zu dem Jeannes Anhänger hätten kommen können.

Noch am selben Tag kam Thérage in das Dominikanerkloster zu Ladvenu und Isambart de la Pierre. Nach Isambarts späterem Zeugnis sagte der Henker, er fürchte die ewige Verdammnis dafür, eine Heilige verbrannt zu haben. Für einen Menschen, der Todesurteile beruflich vollstreckte, begannen die Folgen dieser Hinrichtung unmittelbar nach Abschluss der Arbeit.

Das große Kreuz auf dem Platz markiert den Ort des Scheiterhaufens, doch darunter liegen keine Überreste. Die steinernen Fundamente in der Mitte der Place du Vieux-Marché gehören zur verschwundenen Église Saint-Sauveur – genau jener Kirche, aus der man das Kreuz brachte, das Jeanne vor sich gehalten haben wollte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktÉglise Saint-Vincent–Sainte-Jeanne-d’Arc
Eintrittvon außen

Der offene Stadtplatz ist ohne Eintrittskarte zugänglich; Kirche, Markt und Einrichtungen haben eigene Öffnungszeiten.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Suchen Sie einen ruhigen Rand des Platzes und hören Sie zu, wobei Sie sich vor Augen halten, dass der mittelalterliche Ort enger und dichter bebaut war als der heutige.

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Wie weiter?

Überqueren Sie den Platz vom Kreuz zum geschwungenen Dach der modernen Kirche.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Der Prozess gegen Jeanne d’Arc und das alte Rouen“ — 8 Stopps, etwa 2,8 km, 2 Std. 45 Min. ohne vollständiges Historial; etwa 4 Std. mit der Multimediatour.

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