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Metropolitengarten

Митрополичий сад Ростовского кремля

Nach der steinernen Restaurierung führt die Route zu einer Rekonstruktion, in der die Forschenden dem späteren Teich ehrlich seinen Platz lassen.

15 Min.
Der südwestliche Turm am grünen Metropolitengarten des Rostower Kremls.
Ludvig14 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Apfelbäume, Birnbäume und Kirschbäume
  • Kreuzförmige Alleen
  • Teich
  • Bänke mit festen Rückenlehnen

Die Geschichte des Ortes

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In den neunzehnhundertneunziger Jahren wucherte hier Unkraut, und das Museum lagerte auf den Wegen Baumaterialien. Der Metropolitengarten bestand in Dokumenten und in der Erinnerung Rostows fort, doch vor Ort blieben ein verwahrlostes Gelände, ein alter Zaun und ein späterer Teich.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenundneunzig bereitete Aleksandr Melnik, Leiter der Architekturabteilung des Museums, ein Projekt vor, das dem Garten sein Aussehen vom Ende des siebzehnten Jahrhunderts zurückgeben sollte. Seine Aufgabe bestand darin, historische Zeugnisse von bequemen Vermutungen zu unterscheiden. Ein vollständiger Plan des Gartens ist nicht erhalten, und ein Fehler hätte die Museumsrekonstruktion in eine moderne Fantasie verwandelt.

Eine verlässliche Grundlage bot ein Inventar aus dem Jahr siebzehnhunderteins. Darin sind die Maße angegeben: fünfundfünfzig mal dreißig Saschen; eine Saschen maß etwas mehr als zwei Meter. Aufgeführt sind Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume und andere Obstbäume. Auch der Name des Gartens ist wörtlich zu verstehen: Er wurde unter Metropolit Jona Sysojewitsch angelegt, dem Oberhaupt der Eparchie Rostow und Hausherrn dieser Residenz. Im großen Personalbestand des Metropolitenhofs diente ein eigener Gärtner.

Bei den Bäumen war alles vergleichsweise klar. Schwieriger war es, die Wege wiederherzustellen. Auf einem Plan aus dem achtzehnten Jahrhundert fand Melnik eine gerade Allee, die quer durch den Garten verlief. Die zweite führte er von den verlorengegangenen Klosterzellen zur steinernen Gartenkammer. Diese Entscheidung wurde durch einen Garten im Dorf Demjany gestützt: Ende des siebzehnten Jahrhunderts gehörte er demselben Rostower Metropoliten, Ioasaf, und dort sind zwei breite Alleen verzeichnet, die sich kreuzförmig schnitten. Melnik gab diese Analogie nicht als wiedergefundenen Plan aus, hielt sie jedoch für eine ausreichende Grundlage für das Projekt.

In den Jahren neunzehnhundertneunundneunzig und zweitausend pflanzte das Museum hier Apfelbäume, Birnbäume und Kirschbäume und legte zwei kreuzförmige Alleen an. Doch die geplante Freilichtausstellung kam weitere zehn Jahre lang nicht zustande. Der Garten wurde durch einen Holzzaun abgetrennt, Besucher durften nicht hinein, und auf den neuen Wegen lagerte man weiterhin Materialien.

Erst im Jahr zweitausendzehn öffnete das Museum den Garten für Spaziergänge. Damals beschäftigte sich Melnik gemeinsam mit Olga Dolotzewa, einer Mitarbeiterin der Architekturabteilung, mit den Bänken. Als Vorbild dienten Möbel aus dem siebzehnten Jahrhundert aus Ferapontowo, doch die Forschenden kopierten sie nicht wörtlich: Sie machten die Sitze kürzer und ersetzten die umklappbare Rückenlehne durch eine feste, damit sie bequem zu benutzen waren. Das Projekt wurde im Jahr zweitausendelf abgeschlossen; die danach hergestellten Bänke stellte man später auch in anderen Teilen des Kremls auf.

Heute pflegen die Gärtner des Museums die Obstbäume, und das Buschwerk im nördlichen Teil markiert den Umriss des verschwundenen Klostertrakts. Die Alleen folgen der wissenschaftlichen Rekonstruktion der alten Anlage. Der Teich gehört nicht zum Garten Jonas: Auf Plänen aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert ist er nicht vorhanden. Melnik stellte fest, dass er wahrscheinlich erst im zwanzigsten Jahrhundert entstand, und ließ ihn bewusst an seinem Platz.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktDas Ufer des Nerosees bei der Podosjorka
Eintrittmit Eintrittskarte für das Gelände

Im Besuch des Geländes inbegriffen: So—Do 09:00—20:00, Fr—Sa 09:00—21:00. Der Ausstellungsbetrieb des Gartens kann von der Jahreszeit und den Arbeiten abhängen.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bleiben Sie auf den Wegen und pflücken Sie keine Früchte: Vor Ihnen liegt eine Museumsrekonstruktion, die ständige Pflege erfordert. Bei feuchtem Wetter wird der Boden zwischen den Pflanzungen schnell matschig.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Garten und gehen Sie hinunter zur sichtbaren Linie des Seeufers.

Stopp 7 von 9Weiter: Das Ufer des Nerosees bei der Podosjorka

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Rostow: vom Marktplatz über den Rostower Kreml zum Nerosee“ — 9 Stopps, 4,2 km, 4 Std. 30 Min..

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