Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bogenförmige Durchfahrt
- Auferstehungsfresko an der Fassade
- Grüne Fliesen
- Wiederhergestellte Türbögen
Die Geschichte des Ortes
Um das Jahr tausendsechshundertsiebzig richtete Metropolit Iona Sysojewitsch, das Oberhaupt der Eparchie Rostow und Jaroslawl, hier den feierlichen Eingang zu seiner Residenz ein. Die Tore stellte man gegenüber der südlichen Vorhalle der Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf: Auf diesem Weg gelangte der Metropolit vom Bischofshof zur Hauptkirche der Eparchie. Über der Durchfahrt errichtete Iona eine Kirche, die der Auferstehung von Iisus Christos nach der Kreuzigung und der Grablegung geweiht war. Von der Auferstehungskirche über dem Heiligen Tor erhielten die Tore ihren Namen. Das Ereignis ist auf dem Fassadenfresko in der für das siebzehnte Jahrhundert üblichen Weise dargestellt: Iisus Christos steigt in die Hölle hinab und führt Menschen von dort heraus.
Im Jahr tausendsiebenhundertachtundachtzig wurde das Oberhaupt der Eparchie von Rostow nach Jaroslawl versetzt. Die Gottesdienste in den Hauskirchen des Kremls hörten auf, die Residenz stand leer, und die Gebäude begannen zu verfallen. Zu Beginn der achtziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts stand die Auferstehungskirche über dem Heiligen Tor kurz vor dem Einsturz. Der zur Kathedrale gerichtete Torbogen war bis zur Galerie über seine ganze Höhe gerissen. Bei einer früheren Reparatur hatte man einen bemalten Holzbogen darunter aufgestellt. Er verdeckte den Riss, stützte aber nichts.
Vater und Sohn Aleksandr und Ivan Wachromejew nahmen sich der Rettung dieses Eingangs an. Die Familie besaß Mühlen und handelte mit Mehl; Ivan sammelte alte Handschriften und gehörte der örtlichen Restaurierungskommission an. Im Frühjahr tausendachthundertneunzig übernahmen die Wachromejews sämtliche Kosten. Ivan Schljakow, Mitglied derselben Kommission, fertigte den Entwurf an, und die Moskauer Archäologische Gesellschaft genehmigte ihn unverändert. Die Arbeiten kosteten die Familie siebentausendzweihundert Rubel.
Maurer setzten die eingestürzten Gewölbe nach den erhaltenen Umrissen neu auf, nahmen die baufälligen Mauern stellenweise bis auf die Fundamente ab und führten das Mauerwerk erneut hoch. Aus dem Untergeschoss entfernte man die Eiskeller und trocknete die Räume. Umgestaltete Türbögen stellte man nach erhaltenen Fragmenten aus dem siebzehnten Jahrhundert wieder her, zugemauerte Fenster öffnete man. Alte Fliesen reinigte man, und für zerbrochene bestellte man Kopien in Fabriken in Rostow und Rybinsk – für je fünfzig Kopeken.
Bis August waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Archäologische Gesellschaft dankte den Stiftern und der Kommission offiziell für die präzise Ausführung des Entwurfs. An der heutigen Nordfassade stehen alte grüne Fliesen neben Kopien aus dem Jahr tausendachthundertneunzig, und die Umrisse der Durchgänge folgen den Vorbildern, die die Restauratoren im erhaltenen Mauerwerk fanden.
Praktisch vor Ort
Sommerregelung zum Zeitpunkt der Überprüfung: Gelände So–Do 09:00—20:00, Fr–Sa 09:00—21:00; Ausstellungen 10:00—17:30. Kirche und Wehrgänge sind saisonal ab Anfang Mai geöffnet.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Vergleichen Sie die Tore mit einem echten Verteidigungsdurchgang, ohne mitten im Verkehr stehen zu bleiben. Die Malereien sind nur bei Zugang zur Kirche über dem Tor und zu den Wehrgängen zu sehen.
