Stopp 3 von 8

Paramonow-Lagerhäuser

Парамоновы склады

Der Hang, die Quellen und die Verladeöffnungen werden den Weg des Getreides von der Stadtstraße zur Barke nachvollziehbar machen.

20 Min.
Rotziegelne Bauten mit Bögen der Paramonow-Lagerhäuser an der Böschung beim Don.
Vyacheslav Argenberg · CC BY 4.0; cropped/resized for app
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Runde Öffnungen in den unteren Fassaden
  • Ziegelmauern der Lagerhäuser
  • Quellwasser in den Ruinen

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Diese Reihe von Ziegelruinen nennt man Paramonow-Lagerhäuser, obwohl auf alten Stadtplänen ein anderer Name steht: „Maximows Speicher“.

Anfang der achtziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts kauften die Brüder Pjotr und Wladimir Maximow, Getreidehändler, hier ein Grundstück mit zwei steinernen Speichern und erweiterten die Lagerwirtschaft. Pjotr Maximow ist bereits durch das Haus bekannt, das städtische Einrichtungen gemietet hatten; am Don trat er in einer anderen Rolle auf. Das Geld der Brüder lag hier in Form von Getreide: Bis ein Schiff eintraf, musste die Partie vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Die Aufgabe wirkte riskant. Aus der Böschung traten starke Quellen aus, und der neue Bau sollte direkt über ihnen errichtet werden. Der Stadtarchitekt Wiktor Jakunin musste das Getreide trocken halten und zugleich dem Wasser den Weg zum Don nicht versperren. Vor dem Bau legte man entlang der Böschung Entwässerungskanäle an und richtete an der oberen Mauer eine begehbare Galerie zur Belüftung ein. Im Protokollbuch der Stadtduma wurde vermerkt, dass eine Rohrleitung um die „Magazine“ einen starken Luftzug erzeugt und die Wände gut trocknet. Als Magazine bezeichnete man damals Lagerräume.

Die Temperatur des Quellwassers lag das ganze Jahr über bei etwa neun Grad. Es kühlte die Luft an der Galerie, und diese strömte an den Wänden entlang. Die feuchte Böschung war kein Hindernis für die Lagerung von Getreide mehr und ging in die Konstruktion der Speicher ein.

Die Höhe des Ufers vereinfachte auch das Verladen. Von der oberen Seite aus gelangte das Getreide in den zweiten Stock. In die untere Fassade setzte man runde Öffnungen: An ihnen befestigte man Segeltuchschläuche, durch die das Getreide nach unten auf das Niveau der Uferstraße rieselte. Von dort wurde es auf Barken geladen und ins Ausland verschickt. Die Kaufleute sparten sich das Tragen der schweren Ware zwischen der Straße oben und dem Anleger unten – die Hälfte dieses Weges legte das Getreide unter seinem eigenen Gewicht zurück.

Elpidifor Paramonow kam erst später zu den Eigentümern hinzu. Er war ein bedeutender Getreideindustrieller und Reeder, der sich konsequent von Zwischenhändlern löste: Er kaufte eine Mühle, schaffte eigene Schiffe an und führte verarbeitetes Getreide selbst aus. Nach dem Tod der Brüder Maximow erwarb er eines der hiesigen Lagerhäuser. Sein Familienunternehmen lagerte dort bis zum Jahr neunzehnhundertsiebzehn Getreide und unterhielt Büroräume. Ein anderer Bau fiel einem anderen Kaufmann zu, ein dritter blieb bei den Erben der Maximows, und benachbarte Gebäude gehörten Handels- und Dampfschifffahrtsgesellschaften.

Der Volksmund der Stadt schrieb die ganze Reihe dem berühmtesten Rostower Getreidehändler zu. Der Name der Maximows blieb auf den Plänen, der Name Paramonows in der Bezeichnung, die bis heute verwendet wird.

Das heutige Wasser in den Ruinen zeugt bereits von einer Beschädigung des früheren Systems. Anfang der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts stürzte in der Nähe die Böschung ein, die wasserführenden Schichten verschoben sich, ein Teil der Belüftungsgalerie brach zusammen, und die Quellen flossen direkt in die Räume. An den erhaltenen Ziegelfassaden sind die runden Öffnungen geblieben. Einst begann hier der letzte Abschnitt des Weges des Getreides: durch einen Segeltuchschlauch hinab, zu einer Barke auf dem Don.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktBogaty Kolodes
Eintrittnur von außen

Gefährdeter Komplex ohne touristischen Zugang; Besichtigung nur vom öffentlich zugänglichen Raum hinter den bestehenden Absperrungen aus.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betreten Sie die gefährdeten Bauten nicht und überqueren Sie die Absperrungen nicht; betrachten Sie den Komplex nur von offenen, sicheren Bereichen aus.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Lagerhäuser hinter sich und gehen Sie am Don entlang bis zum Fuß des Bogatjanowski-Spusk.

Stopp 3 von 8Weiter: Bogaty Kolodes

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kaufmännisches Rostow und das alte Nachitschewan am Don“ — 8 Stopps, 7,1 km, 4 Std. 30 Min..

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt