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Esplanade

Esplanāde

Eine Industrieausstellung hilft zu verstehen, wie die Stadt die Erlaubnis erhielt, die Ränder des militärischen Exerzierplatzes zu begrünen.

15 Min.
Esplanade, Rainis-Denkmal, Riga
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Worauf achten

  • Offene Rasenfläche
  • Gerade Parkwege
  • Kathedrale inmitten des Parks

Die Geschichte des Ortes

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Der Name „Esplanade“ stammt von einem militärischen Feld. So nannte man einen freien Streifen an den Festungsanlagen: Er durfte nicht bebaut werden, damit die Garnison genug Platz für Übungen hatte und sich ein herannahender Feind schon von Weitem erkennen ließ. Als die Rigaer Wälle Mitte des neunzehnten Jahrhunderts abgetragen wurden, entstanden ringsum Boulevards, Häuser und Gärten, doch diese sandige Fläche blieb beim Militär. Die Übungen wirbelten Staub auf, und die benachbarten Straßen wurden gesperrt. Die Rigaer beschwerten sich, doch eine Kommission aus ranghohen Offizieren bestand noch im Jahr neunzehnhundert darauf: Die Garnison habe keinen anderen geeigneten Exerzierplatz im Zentrum.

Eine Lösung fanden die Organisatoren des siebenhundertjährigen Jubiläums von Riga. Ein Jahr vor der Kommission unterstützten einhundertfünfzig Fabrikanten, Werkstattbesitzer und Handwerker den Vorschlag des Ingenieurs Florian von Wiganowsky, hier eine große Industrieausstellung zu veranstalten. Diese Menschen lebten von Aufträgen für Öfen, Möbel, Maschinen, Stoffe und Geschirr; das Jubiläum bot die Möglichkeit, ihre Waren den Käufern zu zeigen und sie mit der Arbeit der Konkurrenz zu vergleichen. Die Organisatoren prüften mehrere Plätze am Stadtrand, doch dort störten die schlechte Verkehrsanbindung und die Enge. Der militärische Exerzierplatz war eben, leer und aus verschiedenen Stadtteilen erreichbar.

Der Architekt und Direktor der Handwerksschule Max Scherwinsky gewann den Wettbewerb um den Plan der Ausstellung. Um die Kathedrale wurden einundzwanzig gemeinsame Ausstellungsgebäude und sechsundzwanzig private Pavillons errichtet. Der städtische Obergärtner Georg Kuphaldt legte Wege, Rasenflächen und Pflanzungen an. Im Sommer neunzehnhunderteins stand auf dem früheren Exerzierplatz drei Monate lang eine hölzerne Stadt im damals neuen Jugendstil. Siebenhundertfünfundsiebzig Teilnehmer brachten Spitze, Zigarren, Kachelöfen, Möbel, Dampfmaschinen, Straßenbahnwagen und ein Automobil hierher.

Vor der Eröffnung besichtigte der Kriegsminister Alexei Kuropatkin die Ausstellung. Sein Ministerium hatte darauf gedrängt, die Fläche für das Militär zu erhalten, doch nun sah der Minister einen bereits fertigen öffentlichen Raum, der sich um die vorübergehenden Pavillons und Kuphaldts Garten gruppierte. Nach der Ausstellung, am zehnten Januar neunzehnhundertzwei, erlaubte das Kriegsministerium der Stadt, die Ränder der Esplanade zu begrünen und hier öffentliche Gebäude zu errichten. Die Pavillons wurden abgebaut, und die städtischen Gärtner gestalteten weiterhin einen regelmäßigen Park.

Auf der Esplanade selbst ist von den siebenundvierzig Ausstellungsbauten nichts geblieben. Erhalten blieb die offene Fläche, deretwegen das Militär hier einst den Bau von Gebäuden verboten hatte. Heute finden auf dem ehemaligen Exerzierplatz städtische Märkte und Feste statt, und die militärische Bestimmung hat sich nur im Namen des Parks erhalten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktKronvalda-Park
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum; informieren Sie sich im städtischen Veranstaltungskalender über Veranstaltungen und vorübergehende Absperrungen.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein großes offenes Gelände ohne einen einzigen Aussichtspunkt. Hören Sie die Erzählung beim langsamen Gehen und bleiben Sie nicht auf Fahrradwegen und belebten Wegen stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Park durch die nordwestliche Ecke, überqueren Sie die Krišjāņa Valdemāra iela und suchen Sie nach dem Stein mit den eingemeißelten Hüten.

Stopp 7 von 8Weiter: Kronvalda-Park

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Boulevardring: Wie Riga zur Hauptstadt wurde“ — 8 Stopps, 2,6 km, 2-3 Std..

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