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Freiheitsdenkmal

Brīvības piemineklis

Die öffentliche Niederlegung von Blumen wird zeigen, wie das Denkmal wieder zu einem Ort offenen zivilgesellschaftlichen Handelns wurde.

15 Min.
Freiheitsdenkmal in Riga
Iikka Kivi · Public domain; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Frauenfigur der Freiheit
  • Drei vergoldete Sterne
  • Die Inschrift „Vaterland und Freiheit“
  • Die Ehrenwache

Die Geschichte des Ortes

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Auf der Spitze des Denkmals hält die Freiheit drei goldene Sterne über ihrem Kopf: So verband der Bildhauer Kārlis Zāle die drei historischen Teile des Landes. Das Denkmal wurde zum Gedenken an die für die Unabhängigkeit Lettlands Gefallenen errichtet, und die Einwohner Rigas sammelten das Geld für den Bau. Früher stand an dieser Stelle der Sockel von Kaiser Peter dem Ersten. Nun versieht die Ehrenwache wieder ihren Dienst am Fuß des Denkmals, und auch offizielle Delegationen kommen hierher.

Am vierzehnten Juni neunzehnhundertsiebenundachtzig traten die neunzehnjährige Eva Biteniece und Rolands Silaraups an diese Stufen. Sie vertraten die Menschenrechtsgruppe Helsinki-86. Rolands war an der Vorbereitung des Marsches beteiligt und setzte sich dafür ein, dass der Gedenktag offen begangen wird. Eva sollte Blumen niederlegen. Sie trafen sich erst am Morgen vor der Aktion zum ersten Mal.

Gerade dieses Denkmal wählten sie wegen der Inschrift an seinem Sockel: „Vaterland und Freiheit“. Der Bildhauer Kārlis Zāle schuf die Frauenfigur oben als Allegorie der Freiheit. Die drei vergoldeten Sterne in ihren Händen stehen für die Einheit der historischen Regionen Lettlands. Das Denkmal wurde im Jahr neunzehnhundertfünfunddreißig zum Gedenken an die Gefallenen im Kampf für die Unabhängigkeit des Landes eröffnet. Die Einwohner spendeten rund drei Millionen Lats für den Bau. Für das Denkmal bestimmte man den Ort, an dem zuvor der Sockel von Kaiser Peter dem Ersten gestanden hatte.

Nachdem Lettland in die Sowjetunion eingegliedert worden war, wurde die Ehrenwache abgezogen, und die früheren staatlichen Zeremonien hörten auf. Das Denkmal selbst blieb stehen; die Dokumente geben keine klare Antwort darauf, warum es nicht abgerissen wurde. Es erinnerte weiterhin an die unabhängige Republik, doch sich zu diesem Andenken öffentlich an seinem Fuß zu versammeln, war gefährlich.

Auch das von der Gruppe gewählte Datum erklärte ihre Absicht. In der Nacht zum vierzehnten Juni neunzehnhunderteinundvierzig wurden Tausende Einwohner Lettlands aus dem Land verschleppt; viele kehrten nicht zurück. Sechsundvierzig Jahre später wurde noch immer kein offenes städtisches Gedenken abgehalten.

Die Behörden versuchten, die Aktion ohne ein direktes Verbot zu vereiteln. Mehreren führenden Mitgliedern von Helsinki-86 übergab man Einberufungsbescheide zur Armee. Das Ziel eines Radmarathons und die Ehrung der Teilnehmer wurden zum Denkmal verlegt. Die Miliz wartete am Platz.

Eva kam in lettischer Volkstracht: Danach war es unmöglich, unter den Passanten unterzutauchen. Zusammen mit Rolands ging sie vom Basteiberg los und trug die Blumen zum Denkmal. Auf der Schleife standen die Worte „Vaterland und Freiheit. Gott segne Lettland“. Die Versammelten umringten die Beteiligten und ließen nicht zu, dass die Miliz die Niederlegung verhinderte. An der Zeremonie selbst nahmen Hunderte Menschen teil, weitere mehrere Tausend beobachteten sie. Danach begann am Denkmal eine spontane Kundgebung, die zwei Tage dauerte.

Rolands wurde schon nach der Niederlegung kurz festgehalten. Einige Wochen später zwang man ihn, Lettland zu verlassen. Eva wurde zweimal verhört; im November holte man sie aus einem Zug, als sie erneut nach Riga fahren wollte. Nach der erzwungenen Ausreise ihres Vaters stellte man die junge Frau nicht ein und wies sie aus der Wohnung, die ihm zugeteilt worden war. Man bot ihr eine andere Unterkunft an, wenn sie sich schriftlich verpflichtete, über die Gruppe zu berichten. Eva lehnte ab und ging ohne Wohnung fort.

Nach jener Aktion wählten die Menschen diese Stufen immer wieder für öffentliche Märsche und Gedenkfeiern. Im Jahr neunzehnhundertzweiundneunzig kehrte die Ehrenwache hierher zurück. Heute finden am Denkmal staatliche Zeremonien statt, und Staatsoberhäupter legen Blumen an der Stelle nieder, die Eva Biteniece und Rolands Silaraups im Juni neunzehnhundertsiebenundachtzig erreichen konnten.

Eine der Schleifen von jenen Blumen wird im Museum der Okkupation Lettlands aufbewahrt. Ihre ersten Worte stimmen mit der Inschrift auf dem Stein vor Ihnen überein: „Vaterland und Freiheit“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktLettisches Nationales Kunstmuseum
Eintrittvon außen

Der Platz ist immer geöffnet; die Ehrenwache steht gewöhnlich 10:00-16:00, doch ihr Einsatz hängt von Zeremonien und Wetter ab.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Komposition von verschiedenen Seiten und halten Sie bei Zeremonien oder dem Wachwechsel Abstand.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom Denkmal über die gerade Nordallee zur Museumstreppe.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Boulevardring: Wie Riga zur Hauptstadt wurde“ — 8 Stopps, 2,6 km, 2-3 Std..

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