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Église Notre-Dame-des-Victoires

Église Notre-Dame-des-Victoires

Diese Station verbindet den Namen der Kirche mit zwei Versuchen, Québec einzunehmen.

15 Min.
Église Notre-Dame-des-Victoires
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Worauf achten

  • Steinfassade
  • Portal
  • Altar mit Darstellung einer Festung
  • Wandmalereien im Inneren

Die Geschichte des Ortes

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Die helle Steinfassade und das tiefe Portal kennzeichnen die Kirche des Viertels am Fluss, zu der die Einwohner der Unterstadt gingen. Die Kirche wurde schrittweise vollendet: Ein Steinmetzmeister verlängerte das Langhaus und stellte die Vorderwand fertig, nachdem unter den Einwohnern und Religionsgemeinschaften Geld gesammelt worden war. Im Inneren sind spätere Wandmalereien und ein Altar mit einer Festung erhalten, die der bereits bestehenden Kirche hinzugefügt wurden.

Im Oktober eintausendsiebenhundertelf kamen die Einwohner von Québec in diese Kirche, um für die Befreiung von der Belagerung zu danken. Sie war noch unvollendet, diente aber bereits der Unterstadt: Der Klerus der Basilika-Kathedrale Notre-Dame de Québec hielt hier Gottesdienste für Familien, Kaufleute und Seeleute ab, die sonst zur Kirche in der Oberstadt hätten hinaufsteigen müssen.

Damals hieß die Kirche Notre-Dame-de-la-Victoire – im Singular. Den ersten Sieg verband man mit der Belagerung von eintausendsechshundertneunzig. Der Befehlshaber der englischen Expedition, William Phips, führte etwa dreißig Schiffe nach Québec und forderte die Übergabe der Stadt. Während die Verteidiger die Landung abwehrten, beteten die Einwohner zur Jungfrau Maria. Phips gelang es nicht, die Verteidigung rasch zu durchbrechen, und er führte die Schiffe fort, weil er fürchtete, das Eis auf dem Fluss könnte sie aufhalten. Die Einwohner sahen im Rückzug eine Antwort auf ihre Gebete, und der Bischof ordnete an, die im Bau befindliche Kirche der Muttergottes des Sieges zu weihen, um ein während der Belagerung abgelegtes Gelübde zu erfüllen.

Einundzwanzig Jahre später schickte Großbritannien eine neue Expedition nach Québec. Großbritannien wollte die Stadt gleichzeitig vom Fluss aus angreifen und eine Landabteilung nach Montréal vorrücken lassen. Die Seestreitkräfte befehligte Hovenden Walker, der kurz vor dem Feldzug zum Admiral ernannt und zum Ritter geschlagen worden war. Ihm standen mehrere Dutzend Kriegs- und Transportschiffe sowie etwa zwölftausend Seeleute und Soldaten zur Verfügung. Walker fehlten jedoch Lotsen, die die Mündung und die Strömung des Sankt-Lorenz-Stroms gut kannten.

In einer Nacht Anfang September hatten Wind und Nebel die Schiffe an das Nordufer abgetrieben. Walker glaubte, die Flotte nähere sich dem Südufer, und befahl, nach Norden zu steuern, in der Erwartung, in das schiffbare Fahrwasser zurückzukehren. Der Befehl führte die Schiffe direkt zu den Riffen bei Île aux Œufs. Neun oder zehn Schiffe zerschellten; je nach Berechnung starben neunhundert bis eintausendvierhundert Menschen, darunter Frauen und Kinder, die die Expedition begleiteten. Walker und der Militärrat sagten den Feldzug ab. Auch die Landabteilung musste umkehren.

In Québec erfuhr man erst im Oktober vom Schiffbruch. Die Einwohner sahen darin den zweiten Beistand der Jungfrau Maria. Nach einem Dankgottesdienst und einer Prozession versammelten sich die Einwohner in der Kirche der Unterstadt. In einer öffentlichen Versammlung beschlossen sie, Geld für die Fertigstellung ihres Portals zu sammeln. Die Einwohner und Religionsgemeinschaften spendeten mehr als sechstausend Livres – französische Geldeinheiten jener Zeit. Später verlängerte der zur Vollendung der Kirche angestellte Steinmetzmeister Jean-Baptiste Maillou das Langhaus und errichtete die Fassade.

Für Walker endete der Feldzug anders. Nach einem Regierungswechsel wurde er aus den Listen der Marine gestrichen, und man verlangte einen vollständigen Bericht. Neun Jahre später veröffentlichte er seine eigene Darstellung der Expedition und versuchte damit, seinen Ruf zu verteidigen.

Die Einwohner von Québec fügten dem Namen der Kirche die Pluralform hinzu. Die Wandmalereien im Inneren und der Altar mit einer Festung entstanden deutlich später und erinnern an beide Siege. Das Gebäude wurde beim Beschuss von eintausendsiebenhundertneunundfünfzig schwer beschädigt; deshalb ist die genaueste Spur der hier im Jahr eintausendsiebenhundertelf getroffenen Entscheidung der Name selbst: Aus Notre-Dame-de-la-Victoire wurde Notre-Dame-des-Victoires.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktRue du Petit-Champlain
Eintrittvor Ort

Die Pfarrseite nennt zum Prüfdatum die Saison 4. Juni—30. August 2026 und eine Öffnung von Donnerstag bis Sonntag 10:00—16:00; die Sonntagsmesse ist für 11:00 angegeben. Das Register Bonjour-Québec nennt die Saison 4. Juni—11. Oktober 2026 mit einem Hinweis auf Bestätigung. Die Außenbesichtigung gilt als Hauptszenario.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Innenraum als mögliche Ergänzung: Bei geschlossenen Türen sehen Sie sich die Lage der Kirche innerhalb des Platzes an und setzen den Rundgang ohne Aufenthalt fort.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz in Richtung der schmalen Ladenreihe an der Felswand.

Stopp 7 von 8Weiter: Rue du Petit-Champlain

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Altstadt von Québec: von der Klippe zum Fluss“ — 8 Stopps, etwa 1,3 km, 2–3 Stunden.

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