Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steingewölbe
- Halbkreisförmige Steinbank
- Säulen am Eingang
- Gedenktafel
Die Geschichte des Ortes
Giuseppe Bernardazzi richtete hier gemeinsam mit seinem Bruder eine Parkgrotte zur Erinnerung an die Elbrus-Expedition ein, bei der Kilar Chaschirow allein den Ostgipfel erreichte. Unter dem Steingewölbe blieben eine gerundete Bank und die Säulen am Eingang erhalten, daneben wollte man gusseiserne Platten mit der Geschichte der Reise aufstellen. Über der Grotte sollte ein steinernes Bild des Elbrus mit zwei Gipfeln angebracht werden, doch dieser Teil des Entwurfs wurde nie ausgeführt. General Emmanuel wählte für die Grotte den Namen Diana, der römischen Göttin der Jagd, und Kopien der später abgenommenen Platten werden im Heimatmuseum Pjatigorsk aufbewahrt.
Anfang Juli achtzehnhunderteinundvierzig klebte man in der Wohnung des Armeeleutnants Michail Lermontow Papierlaternen zusammen. Junge Offiziere beschlossen, Pjatigorsk einen Ball auf Subskription zu geben: Jeder Teilnehmer zahlte seinen Anteil, städtisches Geld hatten sie nicht. Als Ort wählten sie diese künstliche Höhle und den halbkreisförmigen Platz davor.
Michail Lermontow entwarf für die Grotte einen riesigen Kronleuchter aus drei übereinanderstehenden, mit Blumen umwundenen Reifen. Die Veranstalter fertigten etwa zweitausend bunte Laternen an. In Läden liehen sie persische Teppiche und Schals aus, aus den Regimentsbeständen erhielten sie rotes Tuch, und der Hotelier Naitaki übernahm Abendessen und Wein. Nach der späteren Erinnerung des Offiziers Alexei Arnoldi kostete allein die Miete der Stoffe etwa anderthalbtausend Rubel.
Wegen der Gästeliste zerstritten sich die Subskribenten. Fürst Wladimir Golizyn, Oberst und gewohnter Organisator von Kurvergnügungen, wollte zwei Damen seiner Wahl mitbringen. Die Organisatoren ließen nur gemeinsame Bekannte zu und lehnten dies ab. Golizyn trat aus der Subskription aus und begann, im Kasenny-Garten einen eigenen Ball vorzubereiten. Michail Lermontow und seine Freunde arbeiteten ohne ihn weiter.
Am achten Juli nach dem damaligen Kalender verhängte man die Steinwände mit Teppichen, verband die Schals unter dem Gewölbe und hängte den Kronleuchter in der Mitte auf. Ein Militärorchester nahm auf dem Platz über der Grotte Aufstellung. Getanzt wurde draußen, während ungeladene Zuschauer um den abgesperrten Kreis herumstanden. Der Ball dauerte bis zum Morgen; Arnoldi erinnerte sich, dass Michail Lermontow viel tanzte. Eine Woche später kam der Dichter ums Leben. Golizyn eröffnete seinen eigenen getrennten Festabend zwar noch, doch Lermontows Angehörige und die mit ihnen bekannten Damen kamen nicht dorthin, und der Ball misslang.
Die Grotte selbst entstand zehn Jahre vor diesem Streit. Im Jahr achtzehnhundertneunundzwanzig leitete General Georgi Emmanuel eine militärisch-wissenschaftliche Expedition zum Elbrus. Wissenschaftler und Offiziere kehrten um, doch der Führer Kilar Chaschirow erreichte allein den Ostgipfel. Der an der Reise beteiligte Zeichner Giuseppe Bernardazzi errichtete hier anschließend gemeinsam mit seinem Bruder eine Erinnerungsgrotte. Man wollte sie Elbrusgrotte nennen, sie mit einem weißsteinernen Modell des zweigipfligen Berges krönen und am Eingang gusseiserne Platten mit einem Bericht über die Expedition auf Russisch und Arabisch aufstellen.
Das Modell des Gipfels konnte nicht angefertigt werden. Emmanuel ordnete an, dem Bauwerk einen antiken Namen zu geben: Diana war bei den Römern die Göttin der Jagd. Diese Wahl entsprach der Mode des Klassizismus für Götter und Musen in Parks. Die Nachbarschaft zur Frauenabteilung der Lermontow-Bäder brachte die Kurlegende hervor, Diana habe nach dem Baden in den kühlen Höhlen geruht.
Die gusseisernen Platten über den Elbrus wurden im Jahr neunzehnhundertneun abgenommen; ihre Kopien befinden sich im Heimatmuseum Pjatigorsk. In der Grotte ist eine halbkreisförmige Steinbank erhalten, und an der Innenwand hängt eine andere Tafel, die im Jahr neunzehnhunderteinundsechzig angebracht wurde. Sie erinnert nicht mehr an die Expedition, für die die Grotte gebaut wurde, sondern an Lermontows letzten Ball.
Praktisch vor Ort
Offener Parkpunkt ohne Kasse; es gibt keine formellen Besuchszeiten.
Geprüft: 12. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Hören Sie den Bericht am Eingang oder im Inneren, falls es dort frei ist; halten Sie sich nicht im Durchgang auf und treten Sie vorsichtig auf den feuchten Stein.
