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Olga-Kapelle

Ольгинская часовня

Der Ausgangspunkt bietet einen Gesamtblick auf die Festungsspitze und führt in das Thema verlorener und zurückgekehrter städtischer Zeichen ein.

12 Min.
Olga-Kapelle am Ufer der Welikaja in Pskow.
Ludvig14 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Weiße Olga-Kapelle
  • Metallenes Olga-Kreuz
  • Darstellung Olgas an der Ostfassade
  • Pskower Kreml am gegenüberliegenden Ufer

Die Geschichte des Ortes

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Am hohen linken Ufer der Welikaja steht eine kleine weiße Kapelle, die auf einer künstlichen Plattform über dem Hang errichtet und in den Formen einer altrussischen Kirche gestaltet wurde. Sie bewahrt im Stadtbild die Erinnerung an eine Überlieferung, die mit Fürstin Olga und der Festungsspitze am anderen Ufer verbunden ist. Die Ostwand ist zum Pskower Kreml gerichtet: Olga blickt darauf über den Fluss, und neben der Kapelle steht ein metallenes Kreuz, das die Umrisse eines alten hölzernen Vorbilds aus der Dreifaltigkeitskathedrale wiederholt.

Die Olga-Kapelle entstand hier dank Nina Ossipowa, die die Museumsabteilung für Handschriften und seltene Bücher leitete. Für sie war die Bewahrung der Vergangenheit tägliche Arbeit. An diesem Uferabschnitt gab es fast nichts zu bewahren: Die steinerne Kapelle, die seit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts aus Dokumenten bekannt war, wurde in den sechziger Jahren abgerissen.

Im Jahr neunzehnhunderteinundneunzig gründete Ossipowa die Olga-Gesellschaft neu und wurde ihre ständige Sekretärin. Die Mitglieder wollten Pskow Orte zurückgeben, die mit Fürstin Olga verbunden waren. Im selben Jahr errichteten sie am Ufer ein metallernes Olga-Kreuz. Seine Umrisse wiederholten ein hölzernes Kreuz aus dem Jahr eintausendsechshundertdreiundzwanzig, das in der Dreifaltigkeitskathedrale am gegenüberliegenden Ufer aufbewahrt wird.

Das Kreuz markierte den verlorenen Ort, doch Ossipowa setzte sich für die Rückkehr der Kapelle ein. Drei Jahre später veranstaltete die Gesellschaft einen offenen Projektwettbewerb. Es gewann der Pskower Architekt und Restaurator Alexei Krasilnikow. Man beschloss, den alten Bau nicht zu kopieren: Nach einer öffentlichen Diskussion wählte man ein modernes Denkmal in den Formen einer altrussischen Kirche. Den Bauplatz verlegte man etwas in die Achse der Paromenskaja-Straße, und die Kapelle stellte man auf eine künstliche Plattform über dem Hang. Am vierundzwanzigsten Juli zweitausend wurde sie geweiht. Ossipowa erlebte den Abschluss des Werks, das mit einem einzigen Kreuz begonnen hatte; im folgenden Frühjahr starb sie.

Warum das Kreuz und die Kapelle den Namen Olga tragen, erklärt eine städtische Überlieferung. Fürstin Olga, eine Herrscherin, die das Christentum annahm und den neuen Glauben zu verbreiten suchte, soll an diesem linken Ufer der Welikaja Halt gemacht haben. Über der felsigen Landzunge gegenüber sah sie drei Sonnenstrahlen, die an einer Stelle zusammenliefen. Olga deutete sie als Zeichen der Dreifaltigkeit, befahl, dort eine Kirche zu errichten, und gab Geld für den Bau. An der Stelle, an der sie selbst stand, stellte die Fürstin ein Kreuz aus Eichenholz auf.

Es handelt sich tatsächlich um eine Überlieferung. Die Erzählung von den Strahlen wurde erst mehrere Jahrhunderte nach dem vermuteten Ereignis aufgezeichnet; ein Zeugnis von Zeitgenossen, das diese Szene und den genauen Ort bestätigt, gibt es nicht. Doch die Überlieferung hatte materielle Folgen: das Kreuz, die Kapellen und die Blickrichtung ihrer Darstellungen und Inschriften.

An der Ostfassade der heutigen Kapelle ist Olga mit dem Gesicht zum Pskower Kreml dargestellt, der Festungsspitze jenseits des Flusses. Auf der südlichen Platte ist die Erzählung vom Kreuz aus dem Jahr eintausendsechshundertdreiundzwanzig wiedergegeben. Daneben steht weiterhin das metallene Kreuz, mit dem Nina Ossipowa und ihre Mitstreiter begannen, die Kapelle an das Ufer zurückzubringen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktGroßes Tor und Dreifaltigkeitsturm
Eintrittvon außen

Der Aussichtspunkt im Freien ist vor Ort zugänglich; die Kapelle kann ohne eigenen öffentlichen Zeitplan geschlossen sein.

Geprüft: 2. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Hören Sie am offenen Ufer, von wo aus die Landzunge mit einem Blick zu erfassen ist. Es ist nicht nötig, die Kapelle zu betreten: Das Wichtigste befindet sich hier auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie die Brücke und steigen Sie vom Fluss zum Haupteingang des Pskower Kreml hinauf.

Stopp 1 von 8Weiter: Großes Tor und Dreifaltigkeitsturm

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pskower Kreml und Pskow als Grenzstadt“ — 8 Stopps, etwa 2,2 km, 2 Std. 30 Min..

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