Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Petrowskaja-Turm
- Heilige Tore
- Steinhof hinter den Toren
- Kreuz über der Kuppel
Die Geschichte des Ortes
Über der Durchfahrt zum Kloster erhebt sich der Petrowskaja-Turm; seine Kuppel wird heute von einem Kreuz gekrönt, und unten gehen täglich Menschen ins Kloster. Einst lag die steinerne Einfahrt innerhalb einer Erdlinie mit Graben, Wall, Palisade und fünf Bastionen. Das Kloster selbst war ein großer Wirtschaftsbetrieb mit Ackerflächen, Gärten und Wassermühlen und konnte Menschen versorgen, die durch Petschory reisten. Den Doppeladler, der über dem Turm als Zeichen früherer Dienste angebracht worden war, nahm man nach der Revolution ab.
Den steinernen Turm über den Haupttoren des Klosters errichtete man bis zum Jahr sechzehnhundertvierundsechzig – drei Jahrzehnte bevor Peter der Erste zum ersten Mal hierherkam. Der Zar baute ihn nicht von Grund auf. Diese Tore heißen Heilige Tore, weil man durch sie das geweihte Gelände des Klosters betritt. Zugleich war die Durchfahrt die gefährlichste Lücke in der Festungsmauer. Hinter den Toren begann ein mit Stein eingefasster Hof: Ein durchgebrochenes Truppenkontingent geriet sofort unter das Feuer von drei Türmen – des heutigen Petrowskaja-Turms, des Gefängnisturms und des Nikolski-Turms.
Im Jahr sechzehnhundertsiebenundneunzig reiste Peter über Petschory nach Westeuropa. Er besichtigte die Festung, übernachtete im Kloster und nahm Mehl und Zwieback für die Reise mit. Das Kloster konnte den durchreisenden Zaren versorgen: Ihm gehörten Ackerflächen, Gärten und Wassermühlen.
Vier Jahre später kehrte Peter mit einer anderen Aufgabe zurück. Nach der Niederlage der russischen Armee bei Narwa erwartete er den Vormarsch schwedischer Truppen auf Pskow und wollte sie an der Grenzlinie aufhalten. Im Juli siebzehnhunderteins legte der Zar eigenhändig bei diesen Toren eine Batterie an – einen Erdplatz für Kanonen. Auf seinen Befehl hoben Soldaten, die Klosterbrüder und örtliche Einwohner um die alten Mauern einen Graben aus, schütteten einen Wall auf, errichteten eine Palisade und legten fünf Bastionen an. Die steinerne Durchfahrt blieb innerhalb der neuen Erdschanze.
Am dreizehnten Juli siebzehnhundertdrei erreichte der schwedische Kommandant Skitte mit einer Abteilung von etwa zweitausend Mann das Kloster. Seine Soldaten beschossen die Mauern mit Kanonen und versuchten, die eisernen Einfahrtstore aufzubrechen. Die auf den Peterschen Bastionen aufgestellten Kanonen vereitelten den Angriff. Dann führte Iwan Nasimow – ein alter Dienstadliger, der aus dem Ruhestand zurückgeholt und zum Befehlshaber der Garnison von Petschory ernannt worden war – die Kavallerie gemeinsam mit den Dragonern Michail Sybins zu einem Gegenangriff hinaus. Skittes Abteilung zog sich mit Verlusten zurück. Zwei Tage später schlugen Nasimow und Sybin eine weitere schwedische Abteilung, die zum Kloster unterwegs war. Dies war die letzte Schlacht an den Mauern der Festung von Petschory.
Den Namen Petrowskaja erhielt der Turm zum Gedenken an Peter den Ersten, der den Eingang hier befestigt und zu einer Artilleriestellung gemacht hatte. Nach dem Großen Nordischen Krieg befahl der Zar, über dem Turm einen Doppeladler als Zeichen der Anerkennung für die Dienste der Klosterfestung anzubringen. Nach der Revolution nahm man den Adler ab; heute steht über der Kuppel wieder ein Kreuz. Peters Name blieb über der Durchfahrt, durch die man täglich das Kloster betritt.
Praktisch vor Ort
Das Klostergelände ist täglich vom Beginn des Morgengottesdienstes bis zum Ende des Abendgottesdienstes geöffnet; Führungen auf dem Gelände täglich 09:00–17:00 nach vorheriger Anmeldung. Überprüft 2026-06-24.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bringen Sie Ihre Kleidung vor dem Eintritt mit den Anforderungen des Klosters in Einklang und befolgen Sie die Anweisungen der Brüder. Das Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein.
