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Truwor-Burgwall

Труворово городище

Hier wird die Überlieferung über den ersten Fürsten von Isborsk auf das treffen, was die Archäologie feststellen konnte und nicht feststellen konnte.

25 Min.
Das Truwor-Kreuz auf dem offenen Burgwall in Alt-Isborsk.
Ludvig14 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Truwor-Kreuz
  • Platte mit drei ineinander liegenden Quadraten
  • Friedhof an der Einfahrt
  • Kap des Burgwalls

Die Geschichte des Ortes

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Dieses Kap war das Herz des frühen Isborsk, wo Handwerker und Händler lebten. Hinter den Befestigungen standen Häuser, eine Fürstenburg und ein Platz für gemeinsame Versammlungen. Als die Festung auf den Scherawja-Berg verlegt wurde, wurde die alte Stadt verlassen, und an der Einfahrt entstand ein Friedhof. Zwischen den Gräbern erhebt sich ein mehr als zwei Meter hohes Kalksteinkreuz, das erst nach der Umsiedlung aufgestellt wurde und vermutlich den Weg zur verlassenen Stadt markierte.

Im August achtzehnhundertvierzig kam der Professor der Universität Dorpat Friedrich Kruse mit dem Auftrag zu diesem Friedhof, herauszufinden, ob sich hier das Grab Truwors finden lasse. Das Ergebnis sollte Finanzminister Jegor Kankrin vorgelegt werden; deshalb musste die örtliche Überlieferung entweder zu einer archäologischen Tatsache werden oder zu einem ehrlichen Bericht über einen Misserfolg.

Truwor ist ein warägischer Fürst aus einer alten Chronikerzählung. Dieser Erzählung zufolge zerstritten sich die örtlichen Stämme und luden drei Brüder ein, damit sie über sie herrschten und Recht sprachen. Truwor erhielt Isborsk. Er kam im Jahr achthundertzweiundsechzig hierher, regierte zwei Jahre und starb. Damit endet seine Biografie in der Chronik. Die Erzählung selbst wurde Jahrhunderte später niedergeschrieben; die Archäologie bestätigt daher das hohe Alter Isborsks, nicht aber die Anwesenheit eines bestimmten Fürsten hier.

Die Stadt unter Ihren Füßen hat tatsächlich existiert. Die Siedlung entstand auf diesem Kap an der Wende vom siebten zum achten Jahrhundert. Hier lebten Handwerker und Händler; es gab Häuser, Befestigungen, eine Fürstenburg und einen Platz für gemeinsame Versammlungen. Im Jahr dreizehnhundertdreißig verlegten die Einwohner von Isborsk die Festung auf den Scherawja-Berg. Die alte Stadt wurde verlassen, und nahe der Einfahrt blieb ein Friedhof zurück.

Das große Kalksteinkreuz wurde hier erst nach der Umsiedlung, im vierzehnten oder fünfzehnten Jahrhundert, aufgestellt. In den Stein ist die für mittelalterliche Steinkreuze übliche Formel eingemeißelt: „Der König der Herrlichkeit, Jesus Christus, siegt.“ Truwors Name steht nicht auf dem Stein. Höchstwahrscheinlich markierten die Einwohner von Isborsk mit dem Kreuz den Weg zur verlassenen Stadt und erinnerten daran, wo sich Isborsk früher befunden hatte. Seine Höhe von mehr als zwei Metern und die benachbarten alten Gräber machten es nach und nach zu einem passenden Grabmal für den Helden der Chronik.

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts untersuchte der Pskower Erzbischof und Historiker Jewgeni Bolchowitinow die Umgebung, um Truwors Residenz zu bestimmen. Wahrscheinlich setzte sich erst nach seinen Arbeiten die Bezeichnung „Truwor-Burgwall“ für die alte Stadt durch.

Kruse glaubte nicht an das große Kreuz: Seine Kanten schienen ihm für ein Denkmal aus dem neunten Jahrhundert zu gut erhalten. Ganz in der Nähe lag jedoch eine lange Platte mit drei ineinander eingeschriebenen Quadraten. Der Professor entschied, dass sich das Fürstengrab unter ihr befinden könne. Die Platte wurde nicht noch einmal angehoben: Einige Tage vor seiner Ankunft war dies bereits auf Anordnung des Generalgouverneurs geschehen. Unter dem Stein fand man ein verwestes männliches Skelett ohne Waffen, Schmuck und Münzen. Das Alter der Bestattung ließ sich nicht bestimmen. Der Friedhof wurde weiterhin genutzt, alte Platten wurden versetzt, neue Bestattungen kamen neben den alten zu liegen. In seinem Bericht räumte Kruse ein, dass sich der tatsächliche Ort von Truwors Grab kaum feststellen lasse.

Das Kreuz markiert noch immer die Einfahrt in die von den mittelalterlichen Einwohnern von Isborsk verlassene Stadt. Daneben liegt die Platte mit den ineinander liegenden Quadraten, in denen Kruse ein Zeichen für eine fürstliche Bestattung suchte. Heute erklärt man diese Zeichnung vorsichtiger: Möglicherweise diente der Stein einst als Brett für das Spiel „Mühle“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktSlowenische Quellen
Eintrittfrei zugänglich

Freie Besichtigung von außen bei Tageslicht; auf der Objektseite sind keine besonderen Museumsöffnungszeiten angegeben. Überprüft am 2026-06-24.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein genutzter Friedhofsbereich: Treten Sie nicht auf die Platten und bewahren Sie Stille. Achten Sie am Rand des Burgwalls sorgfältig auf Ihre Schritte.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Durchqueren Sie die alte Siedlung und beginnen Sie den Abstieg zu den Quellen am See.

Stopp 1 von 8Weiter: Slowenische Quellen

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Isborsk und Petschory: Festungen an der Westgrenze“ — 8 Stopps, rund 22,7 km mit Transfer; zu Fuß rund 5 km, 7–8 Stunden ab Pskow.

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