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Kama-Uferpromenade und „Das Glück ist nicht hinter den Bergen“

Набережная Камы, «Счастье не за горами»

Hier wird sich ein zeitweiliges Kunstwerk in ein Stadtsymbol und einen Gegenstand des Streits verwandeln.

12 Min.
Der Schriftzug „Das Glück ist nicht hinter den Bergen“ an der Kama-Uferpromenade in der Stadt Perm.
Lumaca · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Rote Metallbuchstaben
  • Kama hinter dem Parapet
  • Tafel mit dem Namen des Autors

Die Geschichte des Ortes

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Der rote Metallschriftzug besteht aus einzelnen Buchstaben am äußersten Rand der unteren Ebene, über der Kama. Seine erste Variante bestand aus Sperrholz und entstand nicht an einer städtischen Uferpromenade, sondern auf einem Feld bei Moskau für ein Festival von Landschaftsobjekten. Das Holz hielt den Überflutungen und Beschädigungen nicht stand, deshalb wurde es durch Metall ersetzt. Bei den Buchstaben steht eine kleine Tafel mit dem Namen des Autors.

Bei den roten Buchstaben auf der unteren Ebene der Uferpromenade richten Menschen ihr Bild so ein, dass die Kama hinter dem Schriftzug bleibt. Diese Bildkomposition hat nicht ein Fotograf erfunden. Im Jahr zweitausendneun suchte der Kurator Marat Gelman einen Ort für ein Werk des Künstlers Boris Matrossow und beschloss, es gerade am Fluss aufzustellen. Im ehemaligen Flussbahnhof wurde damals ein Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet, und der Schriftzug gehörte zu dessen Sommerausstellung. Gelman erklärte die Wahl mit einem Wortspiel: Das Glück war nicht hinter den Bergen, sondern hinter dem Fluss.

Der Satz selbst entstand vier Jahre zuvor. Matrossow fertigte große Buchstaben aus Sperrholz für ein Festival von Landschaftsobjekten auf einem Feld bei Moskau an. Der Schriftzug stand am Horizont und versprach den Besuchern, dass das Erwünschte ganz nah sei. Nach Perm brachte man nicht jenes erste Exemplar, sondern fertigte ein Duplikat an. Es sollte hier nur für die Dauer der Ausstellung bleiben.

Doch schon im Sommer begannen frisch Vermählte, sich bei den Buchstaben fotografieren zu lassen. Danach zeigte man den Schriftzug im Vorspann der Serie „Realnye Patsany“, in einem Musikvideo und im Film „Geograf globus propil“. Die Kama, die rote Zeile und ein Mensch davor ergaben ein fertiges Stadtporträt. Das zeitweilige Exponat blieb auf dem Parapet, und sein Bild erschien auf Postkarten, Magneten, Kleidung und Schokoladenverpackungen.

Matrossow erfuhr von dieser Nutzung durch eine Geschenktüte. Eine Vertreterin des Museums schlug ihm vor, das Werk der Stadt unentgeltlich zu überlassen, und brachte Souvenirs aus Perm mit; darunter entdeckte der Künstler Waren mit seinem Schriftzug. Für die Aufstellung hatte er zuvor kein Honorar verlangt. Nun bat er darum, vor einer kommerziellen Nutzung informiert zu werden und kleine Urhebervergütungen zu erhalten. Der Schriftwechsel zog sich hin. Ein Jahr später zeigte ein Bekannter Matrossow Schokoladenverpackungen mit demselben Bild, und der Künstler wandte sich an einen Anwalt. Es stellte sich heraus, dass die berühmten Buchstaben weder im Inventar des Museums noch als städtisches Eigentum verzeichnet waren: Auf Souvenirs brachten sie bereits Geld ein, auf dem Papier blieben sie herrenlos.

Im Jahr zweitausendsiebzehn wurde das Objekt in kommunales Eigentum übernommen. Ein weiteres Jahr später stellte man daneben eine Tafel mit dem Namen des Autors auf; zu der Zeremonie kam Matrossow selbst. Die alten Buchstaben aus Sperrholz litten unterdessen unter Hochwasser und Beschädigungen. Nach weiteren Reparaturen und dem Umbau der Anlegestellen ersetzte man sie durch Metallbuchstaben, wobei die rote Farbe und der frühere Satz erhalten blieben.

Der heutige Schriftzug ist nicht mehr jenes zeitweilige Duplikat, das hier im Jahr zweitausendneun aufgestellt wurde. Dahinter bleibt weiterhin die Kama, und eine kleine Tafel bei den Buchstaben hält fest, was auf Magneten und Schokoladenverpackungen lange fehlte: „Autor Boris Matrossow“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktFlussbahnhof und Bahnhof Perm-1
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum; der Zugang hängt vom Zustand der Uferpromenade, vom Hochwasser und von örtlichen Arbeiten ab.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Nutzen Sie den Schriftzug nicht als einzigen Orientierungspunkt: Der Zugang zu ihm kann vom Wasserstand und von Arbeiten an der Uferpromenade abhängen. Wenn die untere Ebene gesperrt ist, betrachten Sie den Ort von einem zugänglichen höheren Punkt aus.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie am Wasser entlang zu den beiden Bahnhöfen.

Stopp 1 von 9Weiter: Flussbahnhof und Bahnhof Perm-1

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Stadt Perm: von der Kama bis zum Schpagin-Werk“ — 9 Stopps, etwa 5,9 km, 3–3,5 Std..

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