Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Metallpavillons
- Stände mit Pflanzen
- Schild mit dem Namen des Markts
Die Geschichte des Ortes
Unter den Metallpavillons werden Blumen, Setzlinge und Zimmerpflanzen verkauft. Napoleon siedelte die Händler hier an: Im Jahr eintausendachthundertacht übergab er Paris ein leer stehendes Grundstück am damals neuen Quai Desaix und ordnete an, den Blumen- und Sträuchermarkt vom Quai de la Mégisserie hierher zu verlegen, der am anderen Ufer der Seine liegt. Die Stadt musste auf eigene Kosten einen Handelsplatz unter freiem Himmel einrichten. Der Markt eröffnete im August des folgenden Jahres. Die heutigen eisernen Überdachungen sind jünger: Sie wurden zu Beginn der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts nach dem Bau der Metro errichtet.
Der königliche Name entstand durch zwei Besuche, die sechsundsechzig Jahre auseinanderlagen. Im Mai eintausendneunhundertachtundvierzig kam die zweiundzwanzigjährige Prinzessin Elisabeth II., die direkte Thronfolgerin Großbritanniens, hierher. Sie hatte kürzlich Philip geheiratet und fand während ihrer ersten offiziellen Reise nach Paris in ihre Rolle als Vertreterin ihres Vaters, König Georg VI., hinein: Sie sprach vor französischen Führungspersönlichkeiten, nahm an Empfängen teil und lernte, nach dem Terminplan eines künftigen Monarchen zu leben. Der Spaziergang über den Blumenmarkt war in diesem Programm ihre persönliche Wahl.
Vier Jahre später wurde Elisabeth II. Königin. Als sie eintausendneunhundertachtundvierzig zwischen den Ständen hindurchging, hieß der Markt einfach Marché aux fleurs de la Cité – der Blumenmarkt der Île de la Cité. Die Pariser Behörden erinnerten sich an ihre Zuneigung zu diesem Ort.
Im Juni zweitausendvierzehn kam Elisabeth II. zu den Feierlichkeiten zum siebzigsten Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie nach Frankreich und bat darum, den Markt erneut besuchen zu dürfen. Für die Königin war dies ihr letzter offizieller Besuch in Paris. Die neue Bürgermeisterin der Stadt, Anne Hidalgo, beschloss, den Markt nach ihr zu benennen. Paris wartet gewöhnlich fünf Jahre nach dem Tod eines Menschen, bevor es einem städtischen Objekt dessen Namen verleiht; für die lebende Elisabeth II. machte man eine seltene Ausnahme.
Am siebten Juni kehrte die Königin gemeinsam mit Präsident François Hollande und Anne Hidalgo unter diese Pavillons zurück und enthüllte selbst das Schild „Marché aux fleurs Reine-Elizabeth-II“. Den früheren Namen schaffte man nicht ab: Zur Bezeichnung des Blumenmarkts fügte man den Namen der Frau hinzu, die erstmals als Prinzessin hierhergekommen war. Das von ihr bei ihrem letzten Besuch in Paris enthüllte Schild bleibt über dem Markt, den sie bereits bei ihrem ersten Besuch für sich ausgewählt hatte.
Praktisch vor Ort
Die Zusammenstellung der offenen Stände wechselt, doch die Anlage der Pavillons ist auch ohne Handel erkennbar. Stören Sie die Verkäufer nicht beim Abladen der Pflanzen und halten Sie die Durchgänge zwischen den Reihen frei.
