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Hōzenji Yokocho

法善寺横丁

Die Gasse zeigt, warum Restaurantbesitzer nicht nur die Gebäude, sondern auch den Abstand zwischen ihnen verteidigen mussten.

15 Min.
Nächtliche Gasse Hōzenji Yokocho mit Laternen und einer schmalen gepflasterten Straße.
Choi2451 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Steinpflaster
  • Eingangsschild
  • Dicht beieinanderstehende Fassaden
  • Äußere Fluchtbalkone

Die Geschichte des Ortes

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Hōzenji Yokocho besteht aus zwei kurzen Gassen mit Steinpflaster, Restaurants und Bars neben dem Hōzenji-Tempel. „Yokocho“ bedeutet auf Japanisch Seitengasse. In der Edo-Zeit stellten Händler direkt im Tempelhof Stände für die Gläubigen auf. Mit der Zeit wurde der Handel dauerhaft, es entstanden Buden und Gasthäuser. So wurden die Tempeldurchgänge zu einem Ort, an dem man nach dem Gebet oder einer Vorstellung isst. Heute gibt es hier etwa sechzig Lokale: von kleinen Bars bis zu Restaurants, in denen der Koch vor den Gästen an der Theke kocht.

Die heutige Enge dieser Gassen wurde bewusst erhalten. Am neunten September zweitausendzwei kam es bei den Abbrucharbeiten am ehemaligen Nakaza-Theater zu einer Gasexplosion. Das Feuer griff auf die Nordseite von Hōzenji Yokocho über und zerstörte eine Reihe von Lokalen. Ihre Besitzer verloren die Räume, in denen sie an Theken und Tischen ihren Lebensunterhalt verdienten. Schon wenige Wochen später gründeten die Brandgeschädigten ein Wiederaufbaukomitee. Sie setzten sich für das Recht ein, die früheren kleinen Restaurants zusammen mit dem schmalen Durchgang zwischen ihnen zurückzubringen.

Bauvorschriften standen dem entgegen. Die etwa zwei Komma sechs Meter breite Gasse galt rechtlich als Straße. Bei Neubauten mussten die Fassaden auf jeder Seite um etwa siebzig Zentimeter zurückversetzt werden, um die vorgeschriebenen vier Meter zu erreichen. Für ein großes Haus ist das nur ein Streifen Land. Hier fanden auf solchen Zentimetern ein Teil der Theke, Tische oder ein Stück der Küche Platz. Wenn jeder Besitzer sein Lokal einzeln wiederaufgebaut hätte, wäre der Durchgang breiter geworden, und einige Restaurants hätten auf ihren früheren Grundstücken keinen Platz mehr gehabt.

Das Komitee brauchte die Zustimmung aller Eigentümer und Mieter. Fast dreihunderttausend Menschen unterzeichneten eine Petition zur Unterstützung der alten Breite. Fachleute der Stadt fanden gemeinsam mit den Besitzern eine Lösung: Rechtlich galt die Gasse nicht mehr als gewöhnliche Straße, und die Gebäude entlang der Gasse wurden als ein einziger Komplex mit gemeinsamem Durchgang betrachtet. Dafür schlossen die Eigentümer einen gemeinsamen Bauvertrag. Die Häuser mussten aus feuerbeständigen Konstruktionen errichtet werden und durften nicht höher als drei Stockwerke sein; das oberste Geschoss wurde gegenüber dem Durchgang zurückversetzt, außen wurden Fluchtbalkone angebracht, und es war verboten, Schilder auf das Pflaster zu stellen. Alle Beteiligten verpflichteten sich, Brandschutzübungen abzuhalten.

Die Abstimmungen waren nach etwas mehr als drei Monaten abgeschlossen, und im Januar zweitausenddrei begann der Bau. Im April, als die Nordseite bereits wiederaufgebaut wurde, brach in einem der Lokale auf der Südseite ein Feuer aus. Das Komitee musste die gerade geschlossene Vereinbarung auf das neue Zerstörungsgebiet ausdehnen. Die nördliche Reihe wurde im Juli desselben Jahres fertiggestellt, die südliche im Februar zweitausendvier. Die Restaurants öffneten auf beiden Seiten des Durchgangs erneut.

Auf der Rückseite eines der Eingangsschilder ist bis heute die von den Besitzern angenommene Satzung angebracht. Darunter liegt das nach den Bränden wiederhergestellte Steinpflaster, und die Fassaden stehen weniger als drei Meter voneinander entfernt – genau die Breite, für die die Eigentümer sich bereit erklärten, gemeinsam zu bauen und für die Sicherheit zu haften.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTheater Shōchikuza
Eintrittvon außen

Der Tempelplatz ist in der Regel jederzeit kostenlos zugänglich; das Büro des Hōzenji ist tagsüber geöffnet, und die Restaurants ringsum öffnen nach ihrem eigenen Zeitplan.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Nähert euch der Statue der Reihe nach, benutzt die Schöpfkelle vorsichtig und blockiert den Durchgang nicht für ein Foto. Bleibt nicht an den Türen der engen Restaurants stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlasst das Steinpflaster, geht hinaus zum Dōtonbori und folgt dem Block bis zum großen Theaterbogen.

Stopp 3 von 8Weiter: Theater Shōchikuza

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Namba und Dōtonbori: Märkte, Bühnen und Restaurants“ — 8 Stopps, ca. 2,9 km, 2,5–3,5 Std..

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